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Halbleiterbranche: 1 Mal 5 und 4 Mal 4 Sterne-Aktien

Dank seines boomenden Smartphone-Geschäfts ist Samsung im 1. Quartal 2012 zum Weltmarktführer im Handymarkt aufgestiegen und hat damit Nokia vom Thron gestoßen.

Im traditionell schwächeren Nachweihnachtsquartal konnte gegenüber der Vorjahresperiode ein Umsatzsprung von 22% verzeichnet werden.

Und der Nettogewinn kletterte dank einer Rückkehr der Displaysparte in die Gewinnzone und des Erfolgs in der Handysparte um 82%. So konnte auch der Gewinneinbruch in der Halbleitersparte überkompensiert werden.

Im Jahresvergleich haben sich die Chippreise nahezu halbiert, und auch die TV-Sparte operiert aufgrund des starken Preisverfalls in der Branche unter den Renditezielen.

Wachstumstreiber bleibt das Handygeschäft, dessen Geschäfte vor allem in China, Südostasien und dem Mittleren Osten hohe Wachstumszahlen liefern.

Mittlerweile werden 70% des Unternehmensgewinns von der Handysparte generiert, die mit einer operativen Marge von 18% lediglich Apple (>30%) den Vortritt lassen muss. Beeindruckend ist, dass der Konzern trotz seiner Größe und der vertikalen Integration ein hohes Innovationstempo vorlegt.

Samsung profitiert auch von einigen staatlichen Privilegien

Die Unternehmenssteuern sind in Südkorea vergleichsweise niedrig, und die südkoreanische Währung wird vom Staat künstlich niedrig gehalten, was die Exporte begünstigt.

Der Vorstand geht davon aus, die Erfolgsgeschichte in den kommenden Quartalen fortschreiben zu können, wobei der Konzern insbesondere für das Handygeschäft optimistisch ist. Im Gesamtjahr will der Konzern 380 Mio. Handys (VJ: 300 Mio.) aller Art verkaufen.

Wir belassen das Timing bei 5 Sternen.

Intel mit bescheidenem Jahresstart

Während der Umsatz stagnierte, sank der Gewinn um 13,4% auf 2,74 Mrd. $. Belastet haben hohe Entwicklungsausgaben für neue Produkte. Zudem schwächelte das Geschäft mit Prozessoren für leistungsstarke Firmenrechner.

Und auch die privaten Verbraucher greifen eher zu SmartPhones und Tablets als zu herkömmlichen PCs. Das Geschäft mit den neuen mobilen Geräten war bisher der Schwachpunkt bei Intel.

CEO Otellini versprach Besserung und stellte für das 2. Quartal einen Umsatz von rund 13,6 Mrd. $ in Aussicht. Hierzu beitragen sollen die ersten energiesparenden Chips für SmartPhones, die jetzt auf den Markt kommen.


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Daneben versucht der Konzern, mit Chips für die besonders schlanken Laptops namens Ultrabook sein Geschäft wieder anzukurbeln.

Allerdings musste der Marktstart für den neuen Ivry-Bridge-Chip von April auf Juni verschoben werden, weil die Kunden noch auf hohen Lagerbeständen des alten Chipsatz Sandy Bridge sitzen.

Letztlich plant Intel den Eintritt in das attraktive Internet-basierte TV-Geschäft. Regional sieht der Konzern China als Wachstumsmotor Nummer 1, wo erst 35% der Haushalte über einen PC verfügen.

Eine konkrete Ergebnisprognose für 2012 hat Intel noch nicht abgegeben. Die Bruttomarge soll aber wie im 1. Quartal 64% erreichen und die Sachinvestitionen auf 12,5 Mrd. $ steigen.

Wir erwarten einen Umsatz von 56,8 Mrd. $ und einen Gewinnrückgang auf 12,7 Mrd. $ wegen höherer Entwicklungs- und Marketingausgaben, die sich aber mittelfristig auszahlen dürften.

Das Timing belassen wir bei 4 Sternen. Die Aktie läuft besser als der Dow Jones.

KLA-Tencors Geschäftsaussichten verbessern sich

Nach einem Abschwung in der 2. Jahreshälfte 2011 zeigen die Zahlen fürs 3. Quartal, dass sich KLA-Tencors Geschäftsaussichten verbessert haben. Gegenüber dem Vorquartal stiegen die Umsätze um 31% auf 841 Mio. $. In der Vorjahresperiode wurde 834 Mio $ erlöst. Der operative Gewinn verbesserte sich von 159 auf 284 Mio. $.

KLA-Tencor profitiert dabei indirekt auch von dem weltweiten Tablet- und Smartphoneboom sowie der zunehmenden Verbreitung von Cloud-Diensten. Um ihre Herstellungskapazitäten und -technologien an diese Entwicklung anzupassen, investieren die führenden Chiphersteller wieder verstärkt.

Jeder Technologiesprung macht auch neue Diagnostik- und Kontrollprozesse notwendig, die von KLA-Tencor mit einer Auswahl aus über 20 Tsd Instrumenten ermöglicht werden. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren seinen Marktanteil kontinuierlich ausbauen und verfügt aktuell über 50% Marktanteil.

Ein Forschungsbudget von 380 Mio. $, das von den kleineren Konkurrenten nicht gestemmt werden kann, sichert die technologische Führungsposition ab.

Fürs 4. Quartal bleibt das Management optimistisch und erwartet, dass der Konzern schneller als die Halbleiterbranche wachsen wird und kalkuliert mit Umsätzen in der Größenordnung von 840 bis 900 Mio $. Mit einem 2012er KGV von 11,2 liegt die Bewertung deutlich unterhalb des Branchendurchschnitts.

Timing wird erhöht

Der Konzernleitung ist es gelungen, die Rentabilität weiter zu verbessern und die langfristigen Aussichten sind durch die steigende Komplexität jeder neuen Technologiegeneration sehr positiv. Wir erhöhen das Timing auf 4 Sterne.

Maxim Integrated Products: Sonderbelastungen führen zu Gewinnrückgang

Maxim hat im 3. Quartal gegenüber dem Vorquartal einen Umsatzrückgang von 3% auf 571 Mio. $ hinnehmen müssen. Der Gewinn brach auf 54,5 Mio. $ ein. Der Einbruch ist aber im hohen Maße auf Sonderbelastungen wie einmalige Steuereffekte zurückzuführen. Das operative Ergebnis lag annähernd auf Vorquartalsniveau.

Für das laufende 4. Quartal hat das Unternehmen einen Umsatz von 590 bis 620 Mio. $ in Aussicht gestellt und es wird mit einem Gewinn in der Größenordnung von 108 bis 119 Mio. $ gerechnet.

Im Bereich der analogen Chips hat Maxim eine hervorragende Marktposition. Die hohen operativen Margen des Konzerns sind im Wesentlichen auf den Erfolg mit den analogen Chips zurückzuführen.

Die größten Wachstumschancen liegen für den Konzern aber im Smartphonemarkt, wo allerdings niedrigere Margen erzielt werden, und in der engen Verbindung mit dem äußerst erfolgreichen Smartphone-Hersteller Samsung.

Diesen beliefert Maxim mit integrierten Power Management Chips. Aktuell ist Samsung für 12% der Umsätze verantwortlich. Der Anteil dürfte aber in Zukunft deutlich steigen und der Konsumentensparte einen kräftigen Schub verleihen.

Das Marktforschungsinstitut Gartner schätzt, dass Samsung seine Smartphoneverkäufe in 2012 verdoppeln wird. Um seine Abhängigkeit zu verringern, hat Maxim begonnen, seine Chips auch an andere Hersteller zu verkaufen.

Die Bewertung ist mit einem 2012er KGV von 16,5 weiterhin am unteren Ende der historischen Spanne. Das Geschäft mit analogen Chips generiert kontinuierlich hohe Cashflows und die Smartphone-Aktivitäten sorgen für Wachstumsfantasie. Wir belassen das Timing bei 4 Sternen.

Dialog Semiconductor profitiert vom SmartPhone-Boom

Etliche Produkteinführungen von SmartPhone- und Tablet-Herstellern sowie unerwartet starke Lagerabrufe haben das 1. Quartal geprägt. DS steigerte den Umsatz um 68,9%, den Gewinn aber nur um 19,3% auf 9,14 Mio. $.

Belastet haben mehrere Sondereffekte wie die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Emission einer Wandelanleihe, wodurch DS aber einen Bruttoerlös von 201 Mio. $ erzielte. Dadurch wurde die Finanzkraft weiter gestärkt, was mögliche Zukäufe erleichtert. Der Cashbestand stieg um 20% auf 136,3 Mio. $.

Für das laufende 2. Quartal hat das Management einen Umsatz von 158 bis 168 Mio. $ in Aussicht gestellt. Eine Jahresprognose blieb DS zwar schuldig. Weiterhin hohe Absatzzahlen des iPad-Herstellers Apple sollten das Geschäft aber auch in den folgenden Quartalen beflügeln.

Der DS-Großkunde dürfte im laufenden Jahr etwa 73 Mio. iPads absetzen, was für DS einen Umsatz von rund 100 Mio $ bedeuten würde. 2016 wird sogar mit 170 Mio. verkauften Apple-Tablets gerechnet. Entsprechend gut sind die langfristigen Aussichten für DS.

Vielversprechend ist daneben die Kooperation mit TSMC bei der Entwicklung noch leistungsstärkerer Chips für mobile Endgeräte wie Tablets, Ultrabooks und SmartPhones verschiedener Hersteller. Zudem hat DS einen neuen energiesparenden für internetfähige Telefone entwickelt.

Diese Telefone könnten sich in den kommenden Jahren als Business-Standard durchsetzen. Die regionale Expansion wird ebenfalls forciert. In Taiwan hat DS im 1. Quartal eine Niederlassung eröffnet, um der steigenden Nachfrage in Asien noch besser gerecht zu werden. Das Timing belassen wir bei 4 Sternen.

6. Juni 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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