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Hannover Rück: Trotz Anhebung der Gewinnprognose abgestraft

Der im MDax notierte Rückversicherer Hannover Rück präsentierte heute die Zahlen für das 1. Halbjahr 2015.

Obwohl der weltweit drittgrößte Rückversicherer in der ersten Jahreshälfte etwas mehr als eine halbe Mrd. Euro verdiente und zudem die Gewinnprognose für das laufende Jahr anhob, straften die Anleger die Aktie ab.

Die Halbjahreszahlen im Überblick

Die Bruttoversicherungsprämie von Hannover Rück stieg im 1. Halbjahr 2015 deutlich um 21,5% auf 8,6 Mrd. Euro. Zur Erläuterung: Die Bruttoversicherungsprämie stellt bei einem Rückversicherer in etwa das dar, was bei einem Industrieunternehmen der Umsatz ist. Es handelt sich dabei also um die Einnahmen aus dem Versicherungsgeschäft.

Der operative Gewinn (EBIT) der Hannoveraner lag zum 30. Juni 2015 auf Grund der guten Geschäftsergebnisse mit 789,4 Mio. Euro deutlich über dem Wert der Vorjahresperiode, der bei 683,7 Mio. Euro lag.


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Der Konzerngewinn im 1. Halbjahr erhöhte sich nach 444,4 Mio. Euro im Vorjahr um 19,7% auf 531,9 Mio. Euro. Damit liegt das Ergebnis je Aktie für die ersten 6 Monate des laufenden Jahres bei 4,41 Euro. Im vergangenen Jahr standen zum gleichen Zeitpunkt erst 3,69 Euro je Aktie zu Buche.

Analysten suchten nach dem Haar in der Suppe

Analyst Virkram Gandhi von der Societe Generale stellte zur Halbjahresbilanz von Hannover Rück fest, dass sowohl der Überschuss als auch die Höhe des Eigenkapitals die Konsenserwartung leicht verfehlt hätten.

Mit anderen Worten: Die Analysten hatten im Durchschnitt mit einem etwas höheren Gewinn und mit etwas mehr Eigenkapital gerechnet. Die größte Enttäuschung sei aus Sicht von Gandhi das Personen-Rückversicherungsgeschäft.

Statt der erwarteten 76 Mio. Euro im 2. Quartal hätte der Hannoveraner Rückversicherungskonzern nur einen operativen Gewinn (EBIT) in Höhe von 27 Mio. Euro erwirtschaftet.

Angehobenes Gewinnziel ist den Analysten nicht genug

Das um 75 Mio. Euro auf 950 Mio. Euro angehobene Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr reichte den Analysten nicht aus. „Vor dem Hintergrund des Kapitalpuffers, über das die Hannover Rück verfügt, hat das Unternehmen seine Schätzung nicht überraschend angehoben“, erklärte Daniel Bischof, Analyst bei der Baader Bank.

Der Grund dafür, dass sich die Freude der Analysten nach der Erhöhung des Gewinnziels in Grenzen hält, ist, dass die Konsensschätzung der Analysten bereits bei 958 Mio. Euro liegt – und damit sogar über der erhöhten Prognose von Hannover Rück.

Zudem warnen einige Analysten vor dem intensiven Preisdruck auf Seiten der Schaden- und Unfallversicherung und empfehlen daher den Verkauf der Hannover-Rück-Aktie. Diese Verkaufsempfehlungen haben ganz sicher auch dazu beigetragen, dass die Aktie nach eher positiven Zahlen dennoch unter Druck geriet. In der Spitze verlor die Aktie über 4% ihres Wertes.

Aus meiner Sicht ist die negative Einschätzung einiger Analysten im Bezug auf die Aktie der Hannover Rück übertrieben. Angesichts der vergleichsweise fairen Bewertung ist das Chance/Risiko-Profil der Aktie nach meiner Ansicht nahezu ausgeglichen.

5. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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