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Hans Tietmeyer: Die „Westfälische Eiche“ wurde 85

Am gestrigen Donnerstag feierte ein ehemaliger Banker aus meiner kleinen westfälischen Heimatgemeinde Metelen seinen 85. Geburtstag.

Warum ich Ihnen darüber berichte? Weil es sich dabei um Hans Tietmeyer, den ehemaligen Chef der Deutschen Bundesbank, handelt.

Tietmeyer war gleich an 2 Währungs-Reformen maßgeblich beteiligt. Daher ist es nicht übertrieben, wenn ich Tietmeyers Schaffen als historisch bezeichne.

Nach seinem Abitur in Münster studierte Tietmeyer ab 1952 zunächst Katholische Theologie und ab 1953 Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Münster, Bonn und Köln.

Nach seinem Examen als Diplom-Volkswirt im Jahr 1958 wurde er 1961 an der Universität Köln promoviert.

Tietmeyers berufliche Laufbahn begann in Bonn

Danach wurde er ab 1962 Beamter im Bonner Wirtschaftsministerium, wo er 20 Jahre lang blieb.


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Im Anschluss daran wurde Tietmeyer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und bereitete u. a. als persönlicher Beauftragter des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl die internationalen Wirtschafts-Gipfel vor.

Im Jahr 1982 verfasste Tietmeyer als CDU-Mitglied für den damaligen FDP-Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff das sogenannte „Lambsdorff-Papier“.

Dieses leitete den Bruch der sozialliberalen Regierung zwischen SPD und FDP ein und war somit auch für den Sturz von Bundeskanzler Helmut Schmidt mitverantwortlich.

1988 hatte Tietmeyer Glück als die terroristische Rote Armee Fraktion (RAF) mit einem Anschlag auf seinen gepanzerten Dienstwagen scheiterte.

Tietmeyer war zum Ende seiner Zeit als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium (von 1982 bis 1989) auch als Unterhändler und Berater von Helmut Kohl in Wirtschafts-Fragen bei den Verhandlungen der Wiedervereinigung tätig.

Sein Wechsel zur Deutschen Bundesbank

Im Jahr 1990 wechselte Tietmeyer zur Deutschen Bundesbank und wurde dort zunächst Direktoriums-Mitglied, ehe er im Jahr 1993 Bundesbank-Chef wurde und damit auf Helmut Schlesinger folgte.

Tietmeyer scheute keinen Konflikt mit der Regierung und kritisierte mehrfach wirtschaftspolitische Entscheidungen. So bezeichnete der Westfale die Währungs-Umstellung in der DDR 1990 im Verhältnis von 1:1 als großen Fehler.

Zuvor war bereits sein Vorvorgänger im Amt des Bundesbank-Präsidenten, Karl Otto Pöhl, im Jahr 1991 – vermutlich aufgrund der politischen Durchsetzung des Wechselkurses von 1:1 zwischen der Ost-Mark und der D-Mark – zurückgetreten.

Tietmeyers Positionen zum Euro

Auch die Einführung des Euro begleitete Tietmeyer stets kritisch und pochte immer auf ein tragfähiges ökonomisches und politisches Fundament für die Währungs-Union.

Sein beharrliches Mahnen brachte im immer wieder Kritik ein und vom früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt sogar den Vorwurf, er sei der „wichtigste Gegner der Währungs-Union.“

Zu seiner Standfestigkeit äußerte er sich einst wie folgt: „Westfälische Eichen können schon einiges aushalten.“

Auch nach seiner Zeit an der Bundesbank-Spitze ließ die Sorge um den Euro Tietmeyer nicht zur Ruhe kommen. Wie sich heute zeigt, waren seine Mahnungen nicht übertrieben.

19. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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