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HeidelbergCement-Aktie steht unter besonderer Beobachtung

Nach einer äußerst turbulenten Woche hat sich der DAX-30 heute wieder ein wenig beruhigen können. Vorhin notierte er in etwa auf Vortagesniveau. Kursbewegende Nachrichten kamen heute weder von der negativen noch von der positiven Seite.

Eher schwache Konjunktur-Zahlen aus dem Euroraum verunsicherten die Anleger ebenso wenig wie die lange Entscheidungsprozedur des Athener Parlaments. Auch dessen Zustimmung zum dritten Hilfspaket wurde anschließend von den Börsen lediglich registriert.

Yuan-Abwertung verunsicherte Anleger

Bis zur Wochenmitte hatte die sukzessive Abwertung des Yuan die Anleger weltweit stark verunsichert. Auch die schwachen Konjunkturdaten aus China hatten die Befürchtungen über ein Ende des Wirtschaftsbooms in China verstärkt.

In der Konsequenz fielen weltweit die Aktienkurse. Und da sich der deutsche Leitindex DAX-30 ebenso wie viele andere Indizes gestern nur wenig erholen konnte, bleibt am Ende der Woche ein sattes Minus von über vier Prozent für den DAX-30 übrig.


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Angesichts der derzeit sehr unruhigen Großwetterlage rückt das Stockpicking wieder vermehrt in den Mittelpunkt der Anleger. Welche Einzelwerte verdienen besondere Aufmerksamkeit, von welchen sollte man die Finger besser lassen?

Stockpicking ist gefragt

Ein noch leicht diffuses Bild hinterlässt dabei derzeit HeidelbergCement (HC). Nachdem der führende Baustoff-Hersteller Ende Juli bekanntgegeben hatte, den italienischen Wettbewerber Italcementi für 3,7 Mrd. Euro zu kaufen, rauschte die Aktie zunächst um gut acht Prozent nach unten.

Mit der Übernahme will HC den Rückstand auf den kürzlich durch Fusion entstandenen Branchengiganten LafargeHolcim verkürzen. Von der Finanzholding Italmobiliare erwirbt HC zunächst einen 45-Prozent-Anteil an Italcementi. Einen Teil der Kosten will HC in eigenen, noch auszugebenden Aktien bezahlen, den Rest in bar.

Für viele Anleger war das ein Schock. Immerhin hatten sie nach Jahren des radikalen Sparkurses damit gerechnet, dass HeidelbergCement die endlich wieder sprudelnden Einnahmen verstärkt an seine Aktionäre ausschüttet. Aber nun kommt statt der gewünschten Kapitalherabsetzung eine Kapitalerhöhung auf die Aktionäre zu.

Hohe Kursverluste wett gemacht

Viele Anleger reagierten auf diese Meldung gewohnt hektisch und verkauften direkt ihre HC-Anteile. Doch der Kursrückgang um bis zu acht Prozent war – auch angesichts der vorgelegten guten Quartalszahlen – absolut ungerechtfertigt.

Immerhin legte der Konzernumsatz von HC im zweiten Quartal um 0,4 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen stieg um 6 Prozent auf 752 Mio. Euro – und fiel damit leicht höher aus als von den Analysten erwartet.

Bis Anfang der Woche konnte HeidelbergCement die vorangegangenen Verluste komplett wieder wettmachen – in den vergangenen Tagen litt die Aktie dann unter der generellen Börsentalfahrt.

Es bleibt spannend, wie sich die Aktie in den kommenden Wochen angesichts der geplanten Kapitalerhöhung weiterentwickeln wird. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 und das Kurs-Cashflow-Verhältnis von 7 sprechen zunächst für die Heidelberger.

14. August 2015

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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