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Henkel-Chef Rorsted: Zum Abschied ein Milliarden-Deal?

Gestern hat Ihnen der Übernahme-Sensor von den Chancen einer Übernahme berichtet, wenn die Bewertungen am Aktienmarkt zurückkommen. Zwar orientiert sich der Übernahme-Preis in erster Linie am operativen Gewinn, doch der Aktienkurs spielt auch eine Rolle und eine höhere Prämie führt zu einer größeren Akzeptanz durch die Aktionäre des Übernahme-Kandidaten.

Leider haben nicht viele Unternehmenschefs den Mut, in turbulenten Zeiten einen Deal zu stemmen. Dabei sind Übernahmen, die in Krisen getätigt werden, häufig die lukrativsten Deals.

Vielleicht kennen Sie die Geschichte von der Übernahme der US-amerikanischen Eisenbahn-Gesellschaft Burlington Santa Fe. US-Star-Investor Warren Buffett kaufte inmitten der Subprime-Krise 2009 für einen Milliarden-Betrag die Gesellschaft.


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Nach Bekanntgabe des Deals musste er sich lange rechtfertigen, warum er einen so großen Zukauf mitten in der Krise riskiert. Buffett argumentierte, dass er langfristig denke und das Unternehmen aktuell sehr günstig zu haben sei. Keine 2 Jahre später entpuppte sich die Übernahme dann als Genie-Streich und Buffett wurde gefeiert – wieder einmal.

Zukäufe sind fester Bestandteil der Henkel-Strategie

In Krisen- oder unsicheren Phasen zuzukaufen, kann hoch attraktiv sein. Wenn man denn genug Mut hat, diese Entscheidung zu fällen, kann sich der Kaufpreis im nächsten Aufschwung schnell rentieren.

Lust auf Zukäufe hat in der aktuellen Phase offenbar der (noch amtierende) Henkel-Chef Kasper Rorsted. Der Manager teilte mit, dass in den kommenden sechs Monaten die mittelfristigen Pläne komplettiert werden und Übernahmen auch dazu gehören.

Angesichts der bisherigen Strategie des Konsumgüter-Konzerns sind weitere Deals nicht verwunderlich. 2014 wurden knapp 2 Mrd. Euro für Übernahmen ausgegeben und 2015 ein dreistelliger Millionenbetrag.

Es hätte sogar ein zweistelliger Milliardenbetrag werden können. Doch im Rennen um Geschäftsbereiche des US-Konkurrenten Proctor&Gamble (u.a. Wella) verlor Henkel das Bieterrennen gegen Coty.

Rorsted vor Wechsel zu Adidas: Gewinnbringende Übernahme als Trostpflaster

Dank einer schuldenfreien Bilanz ist Henkel mühelos in der Lage auch sehr große Übernahmen zu tätigen. Es ist gut vorstellbar, dass sich der Konsumgüter-Hersteller in der Position sieht, das aktuell unruhige Marktumfeld auszunutzen, um einen richtig großen Coup zu landen. Nach der Niederlage gegen Coty könnte das dann als die bessere Ersatz-Übernahme gewertet werden.

Zudem wechselt im Oktober Henkel-Chef Rorsted zu Adidas. Der Manager hat äußerst gute Arbeit bei Henkel geleistet und diverse lukrative Deals an Land gezogen. Da wäre es doch ein schöner Abschluss, jetzt noch einmal mit einem gewinnbringenden Milliarden-Deal einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Zudem wäre es auch ein schönes Abschiedsgeschenk für die Aktionäre. Als Rorsted seinen Wechsel bekannt gab, ging es mit dem Papier deutlich nach unten. Ein schöner Deal könnte da die Enttäuschung mildern.

9. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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