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Hexensabbat: Der wahre Grund für die Aktienmarkt-Turbulenzen

Die letzten Handelstage an der Wall Street hatten es in sich:

Am Freitag sackte der S&P 500 um -2,45% ab. Zum Wochenauftakt erholten sich die Notierungen um +1,47%. Gestern gab der US-Leitindex erneut nach – diesmal um -1,48%.

Der DAX 30 zeigt ähnlich große Schwankungen, im Börsen-Jargon auch als Volatilität bezeichnet.

Es gibt indes keinen Anlass für Sie, deswegen unruhig zu werden, denn der Grund für dieses Auf und Ab hat einen Namen: Hexensabbat.

Die etwas andere Art des Investierens

Bekanntlich können Sie auch mit geringerem Kapital-Einsatz auf Aktien spekulieren und dass nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Notierungen. Dafür gibt es das Instrument Optionen.

Ebenso lässt sich aber auch direkt, mit Hilfe von Futures, auf die Entwicklung von Indizes, wie DAX, S&P 500 oder auch Anleihen, z. B. mit dem Bund-Future, spekulieren.

Diese Instrumente werden unter dem Begriff Termingeschäfte zusammengefasst. Und wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, haben diese Optionen und Futures unterschiedliche zeitliche Begrenzungen.

Jeder 3. Freitag eines Monats ist ein sogenannter Verfallstag. An diesem Stichtag werden Optionen auf Aktien fällig und auf Basis der dann gültigen Aktienkurse abgerechnet.

4x pro Jahr „tanzen die Hexen“

4x im Jahr, und zwar jeweils im letzten Monat eines Quartals, wird aus dem Verfallstag ein „großer“ Verfallstag:

Dann werden zusätzlich zu den Optionen auch die Futures auf die Indizes fällig gestellt und abgerechnet.


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Die Börsianer bezeichnen diesen großen Verfallstag auch liebevoll als „Hexensabbat“ – und das nicht ohne Grund:

Im Vorfeld eines großen Verfallstages bewegen sich die Kurse von Indizes und Aktien oft wie von Geisterhand.

Ohne erkennbaren Grund brechen die Notierungen plötzlich und nicht selten auch heftig ein, um sich meist kurz darauf wieder zu erholen.

Doch warum ist das so?

Positions-Kämpfe der Großinvestoren vor dem Hexensabbat

Institutionelle Anleger wie Banken, Fonds, Vermögens-Verwaltungen usw. halten häufig sehr große Futures-Positionen.

Sie spekulieren damit auf den von ihnen erwarteten Markt-Trend oder sichern (hedgen) bestehende Aktien-Portfolios auf diese Weise ab.

Das bedeutet: Je nachdem, auf welchem Index-Niveau diese Futures-Positionen eröffnet wurden, stehen für die Beteiligten oftmals riesige Gewinne oder Verluste auf dem Spiel.

Das gilt ganz besonders für den bevorstehenden Termin, wie uns ein Blick auf den Chart des S&P 500 verrät:

sp-500-14-09-2016

Hexensabbat: Großinvestoren im Grabenkrieg

Die Ausgangslage

Seit März des vergangenen Jahres unternahm der US-Leitindex diverse Versuche, seinen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen:

Alle diese Bemühungen scheiterten in der von mir blau unterlegten Widerstands-Zone, also in einem Bereich von 2.115 / 2.135 Indexpunkten (rote Ringe).

Wenn eine solche Widerstands-Zone über einen derart langen Zeitraum von 17 Monaten Bestand hat, dann erwarten die meisten Marktteilnehmer eine Beibehaltung dieser Entwicklung.

Entsprechend positionierten sich viele der Big Players nach dem Verfallstermin im Juni mit ihren Futures-Positionen an der Wall Street.

Für diese Großinvestoren war es daher eine faustdicke Überraschung, dass der S&P 500 im Juli plötzlich auf neue Rekordhöhen abhob.

Somit lagen deren Futures-Positionen bei einem Index-Niveau zwischen 2.170 und 2.190 (orangefarbener Ring) schlichtweg „schief“.

Kein Wunder also, dass vor dem anstehenden großen Verfallstag am Freitag die in Futures engagierten Großinvestoren bemüht sind, den S&P 500 durch Käufe oder Verkäufe an der Börse auf das für sie günstige Abrechnungs-Niveau zu bewegen.

Weitere magische Index-Bewegungen bis Freitag

Nun wissen Sie, was es mit den oftmals heftigen und „verhexten“ Kursturbulenzen  auf sich hat. Sie dürfen erwarten, dass sich der Kampf um die Zone von 2.115 / 2.135 im S&P 500 noch bis Freitag hinziehen wird.

Der Chart zeigt Ihnen indes auch, dass der Aufwärtstrend bis dato völlig intakt ist – trotz des Hin und Hers. Die Trend-Linie wurde bislang nicht einmal berührt (grüne Linie, blauer Ring).

Mein Rat an Sie lautet daher: Bleiben Sie einfach ruhig und halten Sie sich möglichst mit eigenen Investments zurück – sowohl auf der Kauf- als auch auf der Verkaufsseite!

Überlassen Sie das „verhexte“ Spielfeld in diesen Tagen lieber den Großinvestoren!

14. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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