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Hexensabbat + Irrenhaus + Casino = Achterbahnfahrt der Kurse

Ich habe Sie vor ein paar Tagen bereits auf den am Freitag dieser Woche kommenden Hexensabbat, dem Verfallstag von Optionen und Futures, aufmerksam gemacht und Ihnen geschrieben, dass der Hexensabbat zu großen Kursbewegungen führen kann. Dazu kommen das „Irrenhaus“ und das „Casino“. Die 3 Gründe für die Kursturbulenzen der letzten Woche:

  1. Hexensabbat

Institutionelle Anleger versuchen im Vorfeld des Hexensabbats durch Käufe und Verkäufe, die Kurse der Basiswerte ihrer Optionen und Futures (Aktien) auf für sie günstige Abrechnungskurse zu lenken. Diese durch den Hexensabbat motivierten Orders sorgen oft für hohe Kursschwankungen.

  1. Irrenhaus

Letzte Woche kam hinzu, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldschleuse nochmals weiter geöffnet hat. So wurde der der „Strafzins“ für Geldeinlagen von Banken bei der EZB auf minus 0,4% angehoben.

Ich habe die Entscheidung der EZB als „Entscheidung aus dem Irrenhaus“ bezeichnet und damit die Negativzinspolitik kommentiert. Ich bewerte die Maßnahmen der EZB als falsch und Analysten und Anleger haben kein Vertrauen mehr in die EZB. Die meisten Analysten stimmen mir zu, wenngleich sie eine diplomatischere Wortwahl nutzen.

  1. Casino

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Dann gibt es noch den Hochfrequenzhandel. Das ist der computergesteuerte Handel innerhalb von Millisekunden. Der lässt mich die Börse mit einem Casino vergleichen.

Hexensabbat + Irrenhaus + Casino = Achterbahnfahrt der Kurse

Wenn Sie die 3 genannten Gründe für Kursausschläge zusammenfassen, kommen Sie zu der Gleichung aus der Überschrift. Treffender lässt es sich kaum auf den Punkt bringen, was Sie Donnerstag und Freitag vorige Woche erleben „durften“.

Der DAX schoss am Donnerstag von 9.700 auf 9.995 Punkte nach oben. Dort machte er kehrt und fiel wie ein Stein auf 9.500 Punkte, nachbörslich sogar bis auf 9.400 Punkte. Satte 6% Kursverlust inner­halb weniger Stunden.

Am Freitag ging es dann wieder retour und nachbörslich bis auf knapp 9.900 Punkte nach oben, eine Achterbahnfahrt.

Kurzfristig keine Prognose möglich

Mit einer kurzfristigen Prognose für die Kurse von DAX & Co. konnte man letzte Woche nur daneben liegen. Das gilt auch für die vor uns liegenden Tage.

Mittel- und langfristig: Kursgewinne der Aktienmärkte

Unabhängig davon werden die Alternativen zur Geldanlage in Aktien und Optionen durch die Zinspolitik der EZB nochmals uninteressanter. Die Flucht in die Sachwerte wird weitergehen. Mittel- und langfristig erwarte ich deshalb die Fortsetzungen der Rallys im DAX 30, Dow Jones und S&P 500, die derzeit unterbrochen sind. Dafür sprechen auch die Notierungen des Dow Jones (über dem Widerstand von 17.000 Punkten) und S&P 500 (über dem Widerstand von 2.000 Punkten).

Kurzfristig lautet meine Empfehlung:

Schauen Sie einfach nicht hin. Und wenn Sie aus Versehen doch einmal einen DAX 30 Kurs sehen, beachten Sie ihn einfach nicht. Er hat keine Aussagekraft. Ein paar Stunden später kann der DAX 30 sowieso 5% höher oder tiefer stehen.

Hinweis: Veränderung der Handelszeiten in den USA (aus europäischer Sicht)

In den USA beginnt die Sommerzeit immer am zweiten Sonntag im März. Diese Zeitumstellung in den USA sorgt für vorübergehende veränderte Handelszeiten an den US-Börsen aus europäischer Sicht.

Konkret: Gestern, am Sonntag, den 13.03.2016, begann in den USA die Sommerzeit. In Deutschland werden die Uhren erst am Sonntag, den 27.03.2016, auf die Sommerzeit umgestellt. In der Zeit vom 14.03.2016 bis zum 24.03.2016 (25.03. Karfreitag, Börsen geschlossen) kommt es deshalb aus unserer Sicht zu einer einstündigen Zeit­verschiebung der Öffnungszeiten der US-Börsen. Konkret:

Die US-Börsen haben vom 14.03.2016 bis zum 24.03.2016 von 14:30 Uhr bis 21:00 Uhr (MEZ) geöffnet. Ab Montag, dem 28.03.2016 (Ostermontag, US-Börsen geöffnet), gelten dann wieder die US-Handelszeiten von 15.30 Uhr bis 22:00 Uhr (MEZ).

Zum guten Schluss: Am 14.03.1940, also heute vor 76 Jahren, kam der ehemalige deutsche Manager sowie ehemalige Präsident des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie), Hans-Olaf Henkel, zur Welt. Von ihm stammen die Worte:

„Politiker sagen das, was ankommt, und nicht das, worauf es ankommt.“

Eine passende Aussage zum gestrigen Wahltag in Deutschland. Ich bemühe mich zu sagen, worauf es ankommt. In der Hoffnung, dass es mir gelingt, sende ich Ihnen beste Grüsse.

P.S.: Auf die Tageskurse im Casino-Markt kommt es derzeit nicht an. Beachten Sie die einfach nicht.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

14. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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