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Hexensabbat: Nächste Woche wird zusätzlich volatil

100 Punkte Bewegung am Tag sind nichts im DAX. Zumindest ist so eine Bewegung keine „sensationelle“ Meldung. Schon das zeigt, dass sich die Märkte gewaltig verändert haben.

Vor etlichen Jahren (70-er und 80-er bis Anfang / Mitte 90-er Jahre) gab es abends die typischen „Wasserstandsmeldungen“:

Der DAX hat 0,1% zugelegt oder verloren. Das waren dann 1 oder 2 Punkte. An volatilen Tagen schlug der DAX auch mal 10 Punkte aus, ohne dass es kursrelevante Nachrichten gab.

DAX mit 3% Schwankung: Ein ganz normaler Tag

Gestern reichte die Tagesspanne von 5.314 bis 5.474 Punkten. Das sind 160 Punkte oder 3,01% vom Tagestief zum Tageshoch. Nichts Besonderes, im Ergebnis verbuchte der DAX ein minimales Plus von 0,05%.

Gemessen an den Achterbahnfahrten im August, an denen es auch 500 Punkte und mehr Bewegung an einzelnen Tagen gab, war es gestern sogar ein recht verhaltener Tag.

Volatile Börse trifft auf Hexensabbat

Die sowieso schon schwankungsreiche Börse steht nun vor einer zusätzlichen „Aufgabe“. Denn in der kommenden Woche ist der „große Verfallstag“, der auch „dreifacher Verfallstag“ oder Hexensabbat genannt wird.

Hexensabbat: Die Erklärung

Gegen Ende eines jeden Quartals kommt es an den Börsen zum Hexensabbat.  Der Termin ist jeweils der dritte Freitag im März, Juni, September und Dezember.

Am Hexensabbat laufen an den Terminbörsen viele Kontrakte, Optionen und Futures auf die Indizes wie zum Beispiel DAX, TecDAX und EuroStoxx sowie Optionen auf Aktien aus.

Der Hexensabbat fällt an allen wichtigen Börsen dieser Welt auf denselben Tag. Es verfallen also auch in den USA Kontrakte auf Indizes wie Dow Jones, Nasdaq, S&P500 und auf Aktien. 


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Hexensabbat: Oft von großen Kursschwankungen begleitet

Im Vorfeld des Hexensabbat kommt es oft zu großen, weder fundamental noch charttechnisch erklärbaren, Kursschwankungen. Hintergrund:

Hexensabbat: Fonds und Banken versuchen, Kurse zu ihren Gunsten bewegen

Institutionelle Anleger wie z.B. Fonds, Hedgefonds Banken und Investmentbanken  halten typischerweise sehr große Bestände an Call-Optionen und Put-Optionen. 

Am Hexensabbat werden diese Optionen abgerechnet und durch Glattstellung oder Kauf und Verkauf von Aktienbeständen ausgeglichen.

In den Tagen vor dem Hexensabbat versuchen institutionelle Anleger deshalb, die Basiswerte ihrer Optionen (Aktien oder Indizes) durch Kauf und Verkauf an der Börse im Kurs zu ihren Gunsten zu bewegen.

Am Hexensabbat sollen dadurch für sie günstige Kurse zur Abrechnung erreicht werden.

Hexensabbat sorgt für keine neuen Trends

Die durch den Hexensabbat verursachten Käufe und Verkäufe führen zwar regelmäßig zu großen Kursausschlägen, sie leiten aber selten einen Trend ein. Nicht selten ist zu beobachten, dass sich die Kurse nach dem Hexensabbat wieder auf das Niveau von vor dem Hexensabbat einpendeln.

Typischerweise gibt es keine belegbaren Gründe für die Kursbewegungen im Vorfeld des Hexensabbat. Es scheint eine „mystische Bewegung“ der Kurse zu sein.

Wegen dieser vielen „unerklärlichen“ Kursschwankungen hat der große Verfallstag seinen umgangssprachlichen Namen: Hexensabbat.

Freitag kommender Woche, 16.09.2011, ist Hexensabbat

Das Auf und Ab dieser Woche kann durchaus auch schon ein „Aufwärmtanz“ der Hexen gewesen sein. Denn die gestrige große Kursbewegung, die aber „unterm Strich“ keinen Tagesgewinn oder Tagesverlust aufweist, lässt das vermuten. 

2 Tipps zum Hexensabbat:

1. Messen Sie hohen Kursausschlägen vor dem Hexensabbat keine große Bedeutung bei. Sie sind durch den Hexensabbat begründet und kündigen keinen neuen Trend an.

2. Wenn Sie vor dem Hexensabbat Käufe oder Verkäufe von Optionen planen, versuchen Sie diese mit Limits durchzuführen, die deutlich niedriger (beim Kauf) oder höher (beim Verkauf) als der aktuelle Kurs an der Börse liegen (Abstauberlimits).

Zum guten Schluss: Heute vor 183 Jahren, also am 09.09.1828, kam Leo Tolstoi, der russische Schriftsteller, zur Welt. Er schrieb:

„Alles nimmt ein gutes Ende für den, der Warten kann.“

Eine schöne kleine Weisheit für uns Börsianer. Den Lesern des Optionen-Profi habe ich gestern geschrieben:

Optionen-Profi – Chancen-Depot: Vorsicht führt zu 80,69% Trefferquote

Keine Kauf-Empfehlung auszusprechen, ist auch eine Empfehlung! Ich empfehle im kurzfristigen Bereich noch Zurückhaltung. Genau dieses vorsichtige Agieren hat dazu geführt, dass wir im Chancen-Depot des Optionen-Profi seit dem Start im Jahr 2006 genau +80,69% aller Empfehlungen mit Gewinn beendet haben. Die Quote für das laufende Jahr 2011 liegt schon jetzt erneut bei rund +80% Gewinnern.

Wie schrieb Tolstoi doch so schön: „Alles nimmt ein gutes Ende für den, der Warten kann.“

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

9. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.