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HSH Nordbank benötigt höhere Garantieleistungen

Wegen des starken US-Dollars verlieren die ohnehin schon unsicheren Schiffskredite der HSH Nordbank noch einmal an Wert. Darum – so heißt es – müsse die Landesbank wiederum zusätzliche Staatsgarantien abrufen.

Für die vereinbarten Garantien will die HSH Nordbank jedoch nicht zahlen – zumindest nicht in vollständiger Höhe. Erfahren Sie jetzt, warum die Landesbank nicht zahlen will und die weiteren Hintergründe und Details.

Erste Details zum erhöhten Garantiebedarf

Die HSH Nordbank benötigt erneut mehr Geld von ihren Mehrheitseigentümern – den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein. Diese müssen sich jetzt darauf einstellen, dass die Bilanzgarantie stärker als bisher angekündigt von der Bank in Anspruch genommen wird. Dies sagte Medienberichten zufolge eine mit den Beratungen vertraute Person aus dem Aufsichtsrat.

Die Mehrbelastung soll sich auf bis zu 400 Mio. Euro belaufen. Damit erreicht der Garantiebedarf zwischen den Jahren 2019 und 2025 voraussichtlich einen Wert von rund 2 Mrd. Euro.


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Bisher lag der Wert nach Angaben der HSH Nordbank bei 1,6 Mrd. Euro. Zu den neuen Zahlen wollte sich ein Banksprecher zunächst nicht äußern und verwies auf die kommende Bilanzpräsentation für das Geschäftsjahr 2014.

Nach Angaben des „Handelsblatts“, das zuerst über den Mehrbedarf an Garantieleistungen der HSH Nordbank berichtet hatte, sei der Grund für den Mehrbedarf im Wesentlichen die Entwicklung des US-Dollar-Kurses.

Denn: Der starke Anstieg der US-Währung führt zu höheren Wertberichtigungen im Rahmen der Schiffskredite im Portfolio der HSH Nordbank.

Die Bank will die Staatsgarantie nicht bezahlen

Die Bank hatte in Folge von EU-Auflagen im Zusammenhang mit den Garantieleistungen nicht die Möglichkeit, sich gegen einen steigenden Kurs des US-Dollars abzusichern. Ein solches Vorgehen ist ansonsten üblich.

Da die Bank sich allerdings nicht absichern konnte (oder eher durfte), müssen nun die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für den entstandenen Schaden aufkommen.

Denn die beiden Bundesländer halten zusammen 85% der Anteile an der HSH Nordbank und stehen mit ihrer Garantie für mögliche Verluste, die über eine Summe von 3,2 Mrd. Euro hinausgehen, ein. Bis zu diesem Betrag muss die Bank für entstandene Verluste selbst aufkommen.

Für die staatlichen Garantien im Zuge des EU-Beihilfeverfahrens muss die HSH Nordbank eine Grundgebühr in Höhe von 4% zahlen. Hinzu kommen 3,85% als Zusatzprämie für die Summe, die an Hilfen tatsächlich abgerufen wird. Also: 4% Gebühren für den grundsätzlichen Garantierahmen und 3,85% für die tatsächlich in Anspruch genommene Summe obendrauf.

HSH-Aufsichtsratschef Thomas Mirow nennt die Höhe der Gebühren und Zinsen für die Bank „unverträglich“. Daher strebe man Nachverhandlungen mit der EU und den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein an.

Fazit: Die Nachwehen der Finanz- und Bankenkrise werden uns noch eine ganze Zeit lang weiter beschäftigen.

30. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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