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Hugo Boss: Aktie des Mode-Konzerns geht nach Gewinn-Warnung durch die Decke

Da mussten manche Anleger am vergangenen Freitag bestimmt 2x hinsehen. Denn trotz einer saftigen Gewinn-Warnung zogen die Aktien des deutschen Mode-Unternehmens Hugo Boss kräftig an.

Immerhin gingen die Papiere mit einem Tages-Gewinn von mehr als 7% aus dem Rennen. Damit hat sich die Aktie von ihrem Juli-Tief bereits um mehr als 20% erholt.

Was steckt hinter der jüngsten Erholungs-Rallye? Wie versucht der neue Firmenchef den Konzern wieder auf Kurs zu bringen?

Gewinn-Einbruch im 2. Quartal

Unterm Strich entwickeln sich die Geschäfte des Mode-Konzerns wenig erfreulich. Dabei sprechen die Zahlen für das abgelaufene 2. Quartal Bände.

Während die Erlöse um 4% auf 622 Mio. € urückgingen, schmolz der Gewinn regelrecht auf nur noch 11 Mio. € zusammen.

Für Sie zum Vergleich: Das entspricht einem Gewinn-Rückgang von satten 84% zum vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum.

Hugo Boss kämpft schon länger mit Problemen. Die Firma hatte in der Vergangenheit zu schnell expandiert, was nun, da weniger Kunden kommen, ein Problem ist.


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Daher musste die Modefirma aus Metzingen bereits im Januar bei der eigenen Prognose ordentlich zurückrudern.

BrExit und Wachstums-Sorgen in China und den USA

Das sind die Gründe für die katastrophale operative Entwicklung bei dem deutschen Mode-Konzern Hugo Boss. Zumindest fasst es der neue Firmenchef Mark Langer die jüngste Entwicklung so zusammen.

Die Sorge vor Terror-Anschlägen und strengere Visa-Bestimmungen haben die Reiselust der Kunden drastisch gebremst. Zudem hat Hugo Boss die Preise in Asien gesenkt, wodurch die dortigen Verbraucher zunehmend in der Heimat einkaufen.

Zugleich führt Firmenchef Langer die anhaltende Terror-Angst und das Brexit-Votum als belastende Faktoren an.

Zusätzliche Laden-Schließungen und eine noch stärkere Verknappung von Hugo-Boss-Waren im amerikanischen Großhandel lasten ebenfalls auf den Erträgen.

Jahres-Prognose wird kräftig eingedampft

Die schwache Geschäfts-Entwicklung nimmt die Konzern-Führung jetzt zum Anlass, die Jahres-Prognose zusammenzustreichen. Das Marktumfeld sei schwierig zu prognostizieren, so der Firmenchef.

Bereits mit der Gewinn-Warnung im Januar kündigte der Finanzchef Mark Langer ein Jahr der Konsolidierung an.

Der Mode-Konzern will die Investitionen um 50 Mio. € (auf 160 Mio. €) kürzen, die Kosten senken und das Ladennetz straffen. In China mussten bereits 20 Filialen schließen.

Entsprechend erwartet der Konzern jetzt einen Rückgang des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) im laufenden Jahr um 17 bis 23%.

Nach dem 1. Quartal war Hugo Boss noch von einem Rückgang in einem niedrigen 2-stelligen Prozent-Bereich ausgegangen. Auch das Umsatzziel wurde jetzt kassiert:

Statt eines Wachstums im niedrigen 1-stelligen Prozent-Bereich erwartet die Mode-Firma im besten Fall eine Stagnation oder sogar ein Minus von 3%.

Expansions-Tempo wird gedrosselt

Um den Konzern operativ wieder auf Kurs zu bringen, will Firmenchef Langer das Expansions-Tempo deutlich drosseln. Es sollen nur noch sehr gezielt neue Läden eröffnet werden.

Mehr Wert soll auf die Modernisierung der 443 Boss-Filialen weltweit gelegt werden, die 5 Jahre oder älter sind. Außerdem will der Konzern neue Kollektionen schneller in die Läden bringen.

Wie viele andere deutsche Mode-Konzerne braucht Hugo Boss dafür noch deutlich länger als vertikal integrierte Textil-Marken wie die schwedische H&M oder die spanische Zara.

Anleger zeigen sich optimistisch

Die Kursreaktion zeigt Ihnen, dass die Anleger offenbar von noch einer noch schwächeren Entwicklung ausgegangen waren. Jetzt muss der Modekonzern zeigen, dass er wieder auf den Wachstumspfad zurückkommt.

Geduldige Anleger, die auf eine Trendwende setzen, können sich zwischenzeitlich über eine Dividendenrendite von über 4,5% freuen.

8. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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