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Ignorieren Sie Konjunkturnachrichten

Gestern habe ich Ihnen geschrieben: „Ignorieren Sie die Börse.“ Dabei ging es darum, den täglichen Wasserstandmeldungen der Börse und Kurszuckungen der Aktien und Indizes keine Aufmerksamkeit zu zollen.

Heute sende ich Ihnen gleich ein „Ignorieren Sie Konjunkturnachrichten“ hinterher. Und mit dem „Ignorieren“ sollen Sie Gewinne erzielen? Ich meine, nur so können Sie Gewinne erzielen.

Hier der Grund, warum Sie Konjunkturnachrichten ignorieren sollten oder zumindest können.

Wirtschaftswachstum verdoppelt: DAX 30 fällt

Vorgestern teilte das Statistische Bundesamt mit, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland im 1. Quartal dieses Jahres mehr als verdoppelt habe. Der Meldung zufolge haben kauflustige Verbraucher, steigende Investitionen der Unternehmen und der milde Winter das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7% gegenüber dem 1. Quartal 2015 steigen lassen.

Der Bericht verwies auf höhere Investitionen von Unternehmen, gute Exportergebnisse, steigende Importe und nachlassende Konjunktursorgen. Für das 2. Quartal prognostiziert der Bericht für das BIP ein Plus von 0,25% und für den Sommer ein dann wieder höheres Wachstums des BIPs.

Alles in allem ein gutes Ergebnis. Der DAX 30 gab nach.


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Konjunkturerwartungen eingetrübt: Der DAX 30 legte deutlich zu

Gestern meldete das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), dass sich die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland im Mai überraschend eingetrübt haben. Der von dem ZEW berechnete Indikator fiel von 11,2 auf 6,4 Punkte.

Alles in allem ein wenig gutes Ergebnis. Der DAX 30 legte deutlich zu.

Der Versuch, den Widerspruch zu erklären, scheitert

Der Widerspruch zwischen dem Wachsen des BIP und der negativen Entwicklung des ZEW-Indikators ließe sich damit begründen, dass das BIP die Vergangenheit, die Erwartungen der Finanzexperten aber die Zukunft betreffen. Höhere Investitionen und nachlassende Konjunktursorgen (Bericht des Statistischen Bundesamts) betreffen aber zweifellos auch die Zukunft.

Oder: Die Unternehmen und Verbraucher, die für das BIP sorgen, sehen die nahe Zukunft anders als die Finanzexperten. Es bleibt aber festzuhalten, dass das Statistische Bundesamt auch für das 2. und 3. Quartal eine positive Entwicklung des BIP sieht.

Selbst wenn ich eine haltbare logische Begründung für den Widerspruch des positiven BIPs und des negativen ZEW-Indikators herstellen oder finden könnten, würde das nicht erklären, warum der DAX 30 sich deutlich gegenläufig zu den tagesaktuellen Konjunkturnachrichten verhalten hat.

Ignorieren Sie Konjunkturnachrichten

Daytrader (halten keine Position über Nacht) können solche Meldungen vermutlich nutzen. Sie müssen gegebenenfalls darauf achten, dass sich die Anleger auch genau gegenläufig zu Konjunkturnachrichten verhalten (können).

Allen anderen Anlegern empfehle ich aber: Halten Sie Abstand zu den täglichen Börsenmeldungen, dann sind Sie erfolgreicher. Denn die Meldungen sind oft widersprüchlich. Hinzu kommt, dass die Reaktionen der Märkte darauf oft irrational sind und vor allem keinen Bestand haben.

Wenn Sie einen mittel- oder gar langfristigen Anlagehorizont haben, können Sie die Zeit, die Sie mit solchen Meldungen vertun, besser nutzen. Hinzu kommt: Sie sind erfolgreicher, wenn Sie Konjunkturnachrichten ignorieren.

Zum guten Schluss: Heute vor 213 Jahren, also am 25.05.1803, kam in den USA der Philosoph Ralph Waldo Emerson zur Welt. Er hinterließ uns die Worte:

„Es ist das Schicksal des Genies, unverstanden zu bleiben. Aber nicht jeder Unverstandene ist ein Genie.“

Mag stimmen, ist aber nicht vollständig. Denn auch ein Genie vermag sich so auszudrücken, dass es verstanden wird.

Weit davon entfernt ein Genie zu sein, bemühe ich mich, meine Kommentare so zu schreiben, dass die Gefahr des Unverstandenseins nie gegeben ist. In der Hoffnung, dass es oft gelingt, sende ich Ihnen beste Grüße

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

25. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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