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Im zweiten Anlauf: Foxconn und Sharp einigen sich auf Übernahme

Die Übernahme des angeschlagenen japanischen Elektronik-Konzerns Sharp hat im zweiten Anlauf geklappt. Morgen wollen Sharp und der Apple-Zulieferer Foxconn die Übernahme-Verträge in Osaka unterschreiben.

Eigentlich hätte die Tinte unter den Verträgen bereits seit Wochen trocken sein müssen, doch der ausgemachte Deal scheiterte in letzter Minute an plötzlich aufgetauchten Verbindlichkeiten und einem operativen Verlust statt eines Gewinns.

Zwischenzeitlich wurde befürchtet, dass die Übernahme gar nicht mehr stattfindet, doch nachdem Sharp die Kaufpreisforderung reduzierte, konnte eine Einigung erzielt werden.

Trotz Kaufpreisreduzierung das beste Angebot

Foxconn zahlt für 66% der Sharp-Anteile 3,5 Mrd. Dollar. Damit liegt das neue Angebot 900 Mio. Dollar unter dem ursprünglichen Preis. Angesichts zusätzlicher Verbindlichkeiten und größerer operativer Probleme als angenommen nicht unbedingt ein besserer Deal.


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Das wird sich auch Sharp denken. Die Japaner stehen mit dem Rücken zur Wand. Bevor sich der Konzern zum Verkauf stellte, wurde stand auch eine Insolvenz im Raum. Viel Verhandlungsmacht hatte Sharp daher nicht.

Es gab zwar noch eine japanische Lösung, die auch von der Politik bevorzugt wurde, wirtschaftlich betrachtet, soll die Möglichkeit dem Foxconn-Angebot aber deutlich unterlegen gewesen sein.

Übernahme erfolgt zu 35% unter dem Sharp-Aktienkurs: Dennoch ist der Deal positiv für die Aktionäre

Der Foxconn-Kaufpreis liegt rechnerisch bei 88 Yen je Aktie und damit gut 35% unter dem Börsenkurs. Da der Einstieg allerdings schlimmeres verhindert und die Perspektiven jetzt deutlich besser sind, konnte die Sharp-Aktie dennoch auf 135 Yen zulegen.

Neben der Hoffnung auf eine Geschäftsbelebung hoffen einige Spekulanten bereits jetzt auf eine spätere Übernahme. Die Chancen dafür stehen in der Tat nicht schlecht.

Dennoch sollten Sie beachten, dass Sharp weiterhin angeschlagen ist und das Zocken mit solchen Übernahme-Kandidaten auch Risiken birgt. Wer zum Beispiel bei Sharp vor einem Jahr auf einen Deal setzte, der liegt über 40% im Minus. Eine spätere Komplett-Übernahme heißt nicht, dass sie zu einem höheren Preis erfolgt.

Beide Seiten profitieren

Sharp hat sich die Misere ein Stück weit selbst zuzuschreiben. Im Bereich LCD-Fernseher war das Unternehmen lange Zeit technologisch führend. Dann kamen die Konkurrenten aus Südkorea und machten Sharp das Geschäft kaputt.

Sharp versuchte über größere LCD-Bildschirme und andere Technologien im Smartphone-Bereich Nischen zu besetzen, doch der Plan ging nicht auf, da die Konkurrenz zu schnell reagierte.

Foxconn ist jetzt eine echte Chance für das japanische Traditionsunternehmen aber auch eine attraktive Ergänzung für den Käufer. Denn Sharp hat wertvolle Technologien und die größeren Kapazitäten verschaffen Foxconn mehr Verhandlungsmacht gegenüber dem Großkunden Apple.

Unter dem Strich also ein guter Deal für beide Seiten.

31. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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