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Immobilien in China: Nächste Spekulationsblase vor dem Platzen

Der Blick nach China offenbart immer wieder neue Fakten. Zuletzt konzentrierte sich der Blick auf das asiatische Boomland vornehmlich auf die Börse. Der Absturz der chinesischen Börsen ist auch auf jeden Fall gewaltig. Allein seit dem vergangenen Mai sind die maßgeblichen Indizes in Shanghai um mehr als 40% abgestürzt.

Wenn also Aktien derzeit in China keine guten Anlagechancen bieten, muss die freie Liquidität des Landes woandershin. Wobei frei in diesem Sinne etwas irreführend ist. Viele Chinesen sind darauf beschränkt, ihr Geld innerhalb des Landes anzulegen. Ein Kapitaltransfer ins Ausland ist nicht möglich. Daher erleben wir dort regelmäßig das Aufkommen von Spekulationsblasen.

Bis Anfang 2014 war das beispielsweise am Immobilienmarkt so. Damals erlebte der Aktienmarkt eine Krise und extrem viel Kapital floss in den Immobilienmarkt mit massiven Preiszuwächsen vor allen Dingen in Topstädten des Landes. Hier erreichte 2013 beispielsweise die durchschnittliche Preissteigerung einen Wert von annähernd 20 %.


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Die aktuelle Entwicklung erinnert an den letzten Immobilienboom – dem folgte der rasante Absturz

2014 platzte dann die Blase, denn zu viel spekulatives Geld war in diesem Sektor geflossen und quasi über Nacht brach die Nachfrage zusammen. Die freie Liquidität floss dann in Aktienmarkt der wiederum massiv angetrieben wurde bis zum Mai 2015, als der Absturz der Börsen begann.

Nun können Sie sich vorstellen was seitdem passiert: Der Immobilienmarkt erlebt massive neue Kapitalzuflüsse in China. Die nächste Blase bildet sich mit massiven Auswirkungen. In den Topstädten Chinas sind jetzt die Preise sogar schon um 22% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Sie sehen die Zuwachsraten liegen sogar noch höher als beim Immobilienboom 2013/2014.

Für mich ist das ein weiteres Krisensignal aus China, das vor allem bei uns in Deutschland kaum beachtet wird. Hier geht der Blick zunächst immer nur auf die konjunkturelle Entwicklung des Landes. Doch die hier suggerierten Wachstumsraten von 7 % sind in keinster Weise nachprüfbar. Insofern ist es doch sehr viel naheliegender auf Wirtschaftsdaten zu schauen, die tatsächlich nachvollziehbar sind wie die Entwicklung der Immobilienpreise.

Mein Fazit fällt deshalb klar aus: Insgesamt macht die chinesische Wirtschaft derzeit keinen guten Eindruck und die Gefahren die von dort ausgehen sind extrem groß.

2. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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