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Immobilien: Luxus-Werte steigen weiter – die neue Renditefalle?

Wer in Immobilien investiert, hat derzeit günstigste Finanzierungskosten. Denn:

Die Zinsen haben quasi Rekordtief erreicht. Das heizt auch die Nachfrage an.

So sind Immobilien in den "teuersten Gegenden" Deutschlands stark im Preis gestiegen. In Hamburg zahlen Investoren bis zu 16.000 Euro pro Quadratmeter, wenn es um Wohneinheiten im "Harvestehuder Weg" geht. Wer in Kampfen auf Sylt kaufen möchte, muss bis zu 35.000 Euro pro Quadratmeter zahlen.

In Bayern sind Wohnlagen am Starnberger See mit Preisen von bis zu 17.000  Euro oder bis zu 25.000 Euro zu zahlen. Auch in Düsseldorf mit Preisen von fast 10.000 Euro pro Quadratmeter sind Immobilien in Luxuslagen auf Rekordniveau. Trotzdem können Sie als Investor aktuell so günstig kaufen wie selten.

Niedrige Zinsen heizen Preise an

Denn die niedrigen Zinsen heizen die Preise für Immobilien weiter an. Dies gilt nicht nur für Luxus-Wohnlagen, sondern auch für Immobilien in weniger attraktiven Gegenden – die aber trotzdem noch "1A" oder "2A"-Gegenden sind.

Diese Rechnung allerdings wird teilweise ohne den Wirt gemacht. Solange es nur um Wohnungen oder Wohneinheiten geht, die selbst genutzt werden, ist diese Preisspekulation akzeptabel. Wenn es aber um die Vermietun geht, ist die Spekulation auf steigende Mieten ausgerichtet.

Steigende Mieten wird es aber dann nicht mehr geben, wenn die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland stark nachlässt und Arbeitsplätze anders als aktuell verschwinden. Das wird nach allen Umfragen bereits in kürzerer Zeit der Fall sein.

  • Deutschland steht nicht kurz vor einer Rezession, wird diese allerdings nur vergleichsweise knapp vermeiden, so melden es inzwischen internaionale Institute.
  • Die Weltwirtschaft insgesamt kühlt sich weiter ab, da auch China statt erwarteter 8,4% "nur" 8,0% Wirtschaftswachstum schaffen wird.
  • Schließlich wird auch der US-Dollar die Wirtschaft für Exportunternehmen beeinflussen. Der Dollar wird schwächer, sobald die Eurozone nicht mehr als einzige Problemzone wahr genommen wird. Denn: die Verschuldung in den USA steigt weiter.
  • Mehr als 46 Millionen Menschen sind inzwischen zudem im Programm für Lebensmittelhilfe – in den USA, und damit nahe am Rekordwert.

Kühlt die Konjunktur ab, sinken die Mieten – oder steigen zumindest nicht. Gleichzeitig müssen Sie damit rechnen, dass die Zinsen eines Tages wieder steigen werden – und sich dies bei Immobilienkrediten bemerkbar macht. Dies wird auch die Preise für Verkaufsobjekte wieder senken.

GeVestor meint: Zumindest ist nicht damit zu rechnen, dass die jetzt schon teuren Rekordobjekte noch weiter anziehen. Daher müssen Sie in den Luxuslagen auf neue Investments verzichten, wenn Sie auf Sicherheit setzen.

Höhere künftige Renditen werden sich nach Lage der Dinge und Nachfrage vor allem in der sogenannten zweiten Reihe ergeben, also weniger prominenten Großstädten und etwas weiter entfernt im Umkreis der großen Metropolen.

12. Juni 2012
von Jan Aalto
Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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