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Immofinanz: Der nächste Übernahme-Kandidat

Der deutsche Leitindex DAX konnte heute das Rekordniveau erfolgreich verteidigen. Die Investoren warten gespannt darauf, wohin das Geld fließt, dass ab März von der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Markt gepumpt wird. Zur Erinnerung: Ab März will die EZB monatlich für 60 Mrd. Euro Zinspapiere kaufen.

Die Liquiditätsflut macht Immobilien zu einem heiß begehrten Anlageobjekt. Die Immobilienpreise steigen und auch Immobilien-Aktien entwickeln sich prächtig. Übernahmen sorgen für zusätzliche Kursgewinne.

Der Immobiliensektor bleibt in Bewegung. Ende des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Deutsche Annington den Konkurrenten Gagfah übernehmen will und erst kürzlich meldete die Deutsche Wohnen AG, dass der österreichische Konkurrent Conwert übernommen werden soll.

Im Rahmen des heutigen „Schlussgongs“ bleiben wir auch in Österreich. Denn: Heute wurde bekannt, dass die CA Immo und deren neuer Großaktionär, die O1 Group Limited des russischen Immobilien-Tycoons Boris Mints, bei der österreichischen Immofinanz einsteigen wollen.

Weitere Details zu der möglichen Immofinanz-Beteiligung

Die Gewerbeimmobilienfirma CA Immo und ihr russischer Investor Boris Mints wollen bei der österreichischen Immofinanz einsteigen. Die beiden Partner prüfen die Übernahme von rund 15% der Immofinanz-Aktien. Dies wurde am heutigen Mittwoch mitgeteilt.


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Der Angebotspreis soll nahe am Immofinanz-Schlusskurs von 2,51 Euro von Dienstagabend liegen. Weder CA Immo noch die O1 Group wollten weitere Details zu dieser Angelegenheit bekanntgeben.

Die Immofinanz-Aktie legte nach der Ankündigung zunächst um rund 10% auf 2,77 Euro zu. Dies bedeutete für die Immofinanz-Aktie den höchsten Stand seit knapp einem Jahr.

Der russische Investor Mints besitzt mehrere große Bürogebäude in Innenstadtlagen in Moskau. Darüber hinaus hält er 26% an der österreichischen Immobiliengesellschaft CA Immo, die Bürohäuser vornehmlich in Deutschland und Österreich sowie einigen Teilen Osteuropas besitzt.

Immofinanz-Chef Eduard Zehetner geht davon aus, dass die CA Immo bereits auf die eine oder andere Art 10% der Immofinanz-Anteile erworben hat. Andernfalls würde das in Aussicht gestellte Angebot für 15% keinen Sinn machen. „Es gibt das Gerücht, dass sie 25 bis 26% wollen“, sagte Zehetner heute Nachmittag gegenüber Journalisten.

Immofinanz ist mit einem Börsewert von 2,8 Mrd. Euro (Stand Dienstag) das größte österreichische Immobilienunternehmen. Ein Paket von 15% würde 420 Mio. Euro kosten, für die CA Immo wäre es ein großer Brocken. Der eigene Börsewert liegt bei 1,8 Mrd. Euro.

Immofinanz-Chef bezeichnet das Angebot als „lächerlich“

In einer Stellungnahme von heute Nachmittag unterstrich Eduard Zehetner, dass das Angebot seiner Ansicht nach in keiner Weise den Wert der Immofinanz widerspiegelt. Er bezeichnete das Angebot wörtlich als „lächerlich“.

Sein Argument: Der russische Investor Mints sei auch bei der CA Immo eingestiegen und habe damals einen Preis von rund 85% des Net Asset Value (NAV = Wert der Beteiligungen) der CA Immo gezahlt.

Übertragen auf die Immofinanz, deren NAV derzeit bei 4,48 Euro je Aktie liegt, würde dies laut Zehetners Rechnung einen Wert von 3,81 Euro ergeben. Außerdem macht sich der Immofinanz-Chef seine eigenen Gedanken zum Vorstoß der Russen in Österreich.

Immofinanz besitzt Immobilien in Russland und es könne durchaus sein, dass sich die Lage dort und an der Peripherie in naher Zukunft deutlich verbessert. Der russische Investor könnte also durchaus auf einen Informationsvorsprung bauen, den er nun versilbern möchte.

Fazit: Immofinanz-Aktien sind mehr Wert als 2,51 Euro. Die Stellungnahme des Immofinanz-Chefs zu der Offerte spricht in dem Zusammenhang eine eindeutige Sprache. Ein Angebot zwischen 3 und 4 Euro könnte für alle Seiten ein guter Deal sein. Immofinanz-Aktionäre sollten daher noch abwarten.

25. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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