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Immofinanz: Übernahme-Chance nicht ohne Risiko

In Deutschland rollt eine Übernahe-Welle durch die Immobilienbranche. Mehrere Deals wurden bereits eingefädelt und es scheint nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Kandidat vom Kurszettel verschwindet.

Es wird angenommen, dass nach der Konsolidierung im Bereich Wohnimmobilien, sich jetzt auch die Gewerbeimmobilien-Unternehmen zusammenschließen. Es gilt: Je größer, desto besser. Und auch das Umfeld sorgt für Übernahme-Appetit.

Die Zinsen sind sehr niedrig – sodass Finanzierungen zu sehr guten Konditionen zu haben sind. Zum anderen setzen immer mehr Anleger auf Immobilien, weil am Zinsmarkt nichts mehr zu holen ist. Gute Voraussetzungen also für Immobilien-Unternehmen – und auch für deren Aktionäre.

Immofinanz-Chef Zehetner: Ab 4 Euro je Aktie geht´s los

Doch nicht nur in Deutschland rollt eine Übernahme-Welle durch den Sektor. Auch im Nachbarland Österreich wurden bereits etliche Deals bekannt gegeben. Aktuell wird heiß eine mögliche Übernahme der Immofinanz durchgespielt.

Der Bieter CA Immo und der russische Investor Boris Mints wollen einsteigen. Ob es eine Beteiligung oder vielleicht sogar eine Übernahme gibt, ist noch offen. Für Investoren wäre eine Übernahme mit Sicherheit gewinnbringend.


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Aufgrund jüngster Äußerungen aus dem Management, ist ein Übernahme-Preis nicht auf Höhe des aktuellen Börsenwerts zu erwarten – sondern deutlich höher. Ein unterstützungsfähiges Übernahme-Gebot beginnt laut Immofinanz-Chef Eduard Zehetner oberhalb von 4 Euro.

Klumpenrisiko Russland: Wert von 1,7 Mrd. Euro auf nur 6 Immobilien verteilt

Leider ist das Risiko, dass bei Übernahme-Investitionen natürlich auch immer berücksichtigt werden muss, nicht unerheblich. Fraglich, ist ob es überhaupt zu einem Deal kommt. Zeitdruck haben die Interessenten nicht.

Zudem ist der Immobilienwert nach Abzug von Schulden zwar deutlich höher als der Aktienkurs, doch ist die Frage, wie sich der Wert vor dem Hintergrund der Russland-Krise (Portfolio-Anteil >20%) entwickeln wird.

Problematisch ist, dass der Wert des größten Länder-Immobilien-Portfolios (Russland; 1,7 Mrd. Euro) auf nur 6 Immobilien verteilt ist. Zum Vergleich: Das zweitgrößte Immobilienportfolio, Österreich, hat ein Umfang von 1,3 Mrd. Euro bei 200 Immobilien.

Was für Mints gut ist, muss nicht für Privatanleger gut sein

Dennoch: Es ist klar positiv, dass der Immofinanz-Chef Eduard Zehetner mit hohen Forderungen beginnt, um einen möglichst attraktiven Preis rauszuschlagen, wenn die Interessenten mehr wollen als „nur“ eine 15%-Beteiligung.

Zudem sollte Mints den russischen Markt kennen und hat mit seinem Interesse klar signalisiert, dass sich auf Basis des Aktienkurses von (damals) 2,51 Euro eine attraktive Einstiegschance ergibt. Warum dann also nicht auch als Privatanleger einsteigen?

Ob jedoch 4 Euro je Aktie dem Risiko des Russland-Portfolios (NAV ca. 1,10 Euro) gerecht werden, ist höchst fraglich. Was sich für Mints lohnt, muss nicht für Privatanleger die beste Anlage-Entscheidung sein.

Übernahme-Chance trägt hohes Gewinnpotenzial – aber besonders kurzfristig auch Verlustrisiko

Der Übernahme-Sensor betrachtet eine Investition ähnlich wie die Übernahme-Chance beim österreichischen Übernahme-Kandidaten Telekom Austria vor 2 Jahren: Man muss nicht immer dabei sein.

Konservative Anleger sollten aufgrund des Russlands-Portfolios der Aktie fern bleiben und nicht der Übernahme-Chance hinterherjagen.

Die Aktie trägt erhöhtes Rückschlagspotenzial bei ausbleiben eines Deals und trotz des angekündigten Rückkaufsprogramms. Eine Dividende für dieses und das kommende Geschäftsjahr ist wenig wahrscheinlich.

Wer allerdings langen Atem hat und kurzfristige Rückschläge gelassen sieht, kann jedoch vom mittelfristigen Interesse Mints profitieren.

9. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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