Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Immofinanz und CA Immo: Schrittweise Fusion

Nach der geplatzten Deutsche Wohnen-Übernahme durch Deutschlands größten börsennotierten Immobilien-Konzern Vonovia, wurde es still im Immobiliensektor. Viele Branchenbeobachter und Bosse von Immobiliengesellschaften waren der Ansicht, dass die Übernahme-Welle nach einer 3-jährigen Konsolidierungsphase nun abebben würde.

Und in der Tat. Die Anzahl nennenswerter Transaktionen ist seitdem rückläufig. Doch was für den Wohnimmobilienmarkt gilt, gilt nicht für den Gewerbe-Immobilienmarkt. In dem finden noch große Deals statt, wie die heute Morgen angekündigte schrittweise Fusion der österreichischen Immofinanz mit dem Branchenkollegen CA Immo, beide auch im deutschen Büroimmobilien-Markt sehr aktiv, zeigt.

Kein Übernahme-Angebot vor Mitte 2017

Der Zusammenschluss ist keine große Überraschung. Bereits im September 2015 verwies der neue Immofinanz-Chef Oliver Schumy ausdrücklich auf die Möglichkeit einer Fusion. Fraglich war lediglich, wie ein Zusammenschluss aussehen würde.

Jetzt deutet vieles darauf hin, dass die Immofinanz, als „etwas höherwertiger“ Konzern die schrittweise Fusion bestimmen wird. Damit der Schulterschluss aber überhaupt möglich ist, wurde im ersten Schritt ein 26%-Aktienpaket an der CA Immo gekauft.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Dies gehörte bislang dem russischen Milliardär Boris Mints, der sonst immer große Entscheidungen mit seiner Sperrminorität (bei 25% + 1 Aktie) verhindern hätte können.

Immofinanz machte klar, dass es bei den 26% zunächst bleiben wird und kein Übernahme-Angebot für die restlichen Aktionäre geben werde. Früher oder später ist damit jedoch zu rechnen.

Ausrichtung auf Deutschland und Österreich: Russland-Geschäft soll abgekoppelt werden

Die Strategie ist klar: Synergien heben, Kreditkosten senken, Russland-Gewicht am Gesamtportfolio reduzieren. Letzteres wird voraussichtlich sogar auf 0 zurückgehen. Immofinanz prüft gerade den Verkauf des Russlandgeschäfts oder eine Abspaltung.

Der Schritt wird von vielen Analysten begrüßt, denn das risikoreiche Russlandgeschäft lastet extrem auf den Aktienkurs. Ein Verkauf könnte die Kursbremse lösen. Inwiefern das klappt, hängt aber davon ab, was für das Geschäft zu erzielen ist.

Will Boris Mints sich das Russland-Geschäft sichern?

Liegt der Preis letztendlich weit unter Buchwert, was angesichts des aktuellen Risikos im schwierigen russischen Gewerbe-Immobilienmarkt durchaus vorstellbar ist, dürfte sich die Euphorie in Grenzen halten. Sicher gibt es Immofinanz-Aktionäre, die gerne auf einen vernünftigeren Zeitpunkt gewartet hätten.

Vielleicht gibt es aber für das Russland-Geschäft auch schon eine ordentliche Perspektive. Vorstellbar ist, dass der CA Immo-Großaktionär Mints das Portfolio übernimmt. Das würde auch ein stückweit den großzügigen Preis erklären, den er für seinen CA Immo-Anteil erhielt.

Immofinanz-Aktie im Portfolio meines Börsendienstes „Der Übernahme-Gewinner“

An der Börse sorgten die Neuigkeiten für Zugewinne in beiden Lagern. Am Nachmittag notiert die Immofinanz-Aktie in einem freundlichen Marktumfeld mit 3,5% im Plus.

Die Aktie der CA Immo steigt zunächst um über 10%, muss aber fast den gesamten Gewinn wieder abgeben. Offenbar haben zunächst viele auf ein zeitnahes Übernahme-Angebot gesetzt, das dann auch noch bei 23,50 Euro je Aktie liegen soll – dem Preis, den Mints je Aktie kassiert hat.

Doch das können Sie mit großer Wahrscheinlichkeit vergessen – es sei denn Sie halten ebenfalls 25% +1 Aktie an der CA Immo.

Die Immofinanz-Aktie ist seit dem gescheiterten Einstiegsversuch von Boris Mints und der CA Immo im Vorjahr Teil meines Börsendienstes „Der Übernahme-Gewinner“. In der Donnerstags-Ausgabe werde ich meine Handlungsempfehlung mitteilen, ausführlich auf mögliche Szenarien eingehen und verschiedene Kursziele nennen.

18. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Jens Gravenkötter. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt