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Index-Investing: Die Katastrophe Italien – trotz niedrigster Kennzahlen

Wenn Sie einfach investieren wollen, greifen Sie auf Index-Investments zurück.

Indizes auf große Aktienmärkte haben einen entscheidenden Vorteil:

Die Zusammensetzung ändert sich nicht oft und ist nach objektiven Kriterien nachvollziehbar.

Das bedeutet in der Konsequenz, dass Sie nicht – wie bei willkürlich zusammengestellten Strategie-Indizes – mit neuen Kriterien regelmäßig überrascht werden können.

Strategie-Indizes sind gefährlicher

Bei Index-Zertifikaten auf Strategien etwa heißt es in den Prospekten dazu oft, dass deren Zusammensetzung vierteljährlich „geprüft“ werde.


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Deshalb gelten Index-Investments auf gängige Aktien-Indizes als Königswegs des einfachen Investierens.

Nur: Den richtigen Index zu finden, ist nicht so einfach, wie oft dargestellt. Sie können sich nicht ausschließlich an den Kennzahlen orientieren.

Kennzahlen: Schnelle Änderung möglich

Denn die Kennzahlen, wie etwa beim italienischen Index FTSE MIB, können sich fast über Nacht ändern.

Entscheidend für die Ausprägung dieser Werte sind die Einzelaktien, deren Kennzahlen wiederum auf Bilanzanalysen aufbauen.

Kommt es zu großen Abschreibungs-Wellen, ändern sich die Kennzahlen drastisch, woraufhin es bei den Indizes wiederum auf die faktischen Zusammensetzung der Branchen ankommt.

So würden wir davon abraten, in Italiens Index zu investieren.

  • Die Kennzahlen sind aktuell erstklassig:
  • Der FTSE MIB hat 40 Aktien und einen Börsenwert in Höhe von 270 Mrd. €. Das bedeutet: Immerhin sind die Aktien zusammen genommen so viel wert wie die DAX-Titel.
  • Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) vom FTSE MIB liegt bei knapp 7 und ist noch einmal 20% günstiger als für den DAX. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) hat einen Wert von 0,6.
  • Theoretisch sind Sie damit für Investments von 10 € im Besitz von fast 17 € Buchwert = Substanz. Damit haben Sie rechnerisch doppelt soviel Substanz wie DAX-Investoren in der Hand halten.
  • Nur: Die Volatilität in Italien ist mit 36% deutlich höher. Das bedeutet: auch das Schwankungs-Potenzial. Das heißt auch, dass Sie sich nicht auf die fundamentalen Daten verlassen können.
  • Zum Vergleich: Der DAX hat eine „Vola“ in Höhe von etwa 28% und legte seit Jahresanfang ungefähr 5% zu. Der italienische Index hingegen gab um 15% ab.
  • Deshalb ist ein Investment in Italien deutlich riskanter als etwa beim DAX. Ein normaler ETF-Fonds ist aus unserer Sicht noch eine vernünftige Anlage-Option, bei Hebelprodukten aber wäre das Risiko zu groß.

GeVestor meint

Hebelprodukte würden zum Rendite-Killer, denn die Put-Optionsscheine haben einen höheren „Spread“ (Unterschied zwischen An- und Verkaufs-Kursen) als die stärker gehandelten Optionsscheine auf den deutschen Standard-Index DAX.

Das bedeutet: Für die meisten Anlage-Ideen und -vorhaben ist der Index aus Italien aus unserer Sicht nicht geeignet.

Der DAX ist die bessere Alternative. Stabiler erscheint außerdem der FTSE aus Großbritannien, den Sie als Blue-Chip-Index kaufen können.

13. Juni 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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