Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Inhaberschuldverschreibungen – Definition zeigt: Renditegefahr steigt

Immer noch sind Anleihen eines der meist gekauften Wertpapiere bei uns. Denn:

Die Papiere gelten als sicher, da die Schuldnerqualität ermittelt werden kann.

Anleihen heißen auch „Inhaberschuldverschreibungen“, da diese Schuldtitel demjenigen gehören, der sie „hat“.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Das heißt, wer eine verbriefte Schuld eingeht, muss damit rechnen, dass diese weiter verkauft wird und ein neuer Inhaber nach den vereinbarten Regeln seinen Anspruch geltend machen kann. Das heißt:

Wer etwa mit einer normalen Anleihe handelt und diese an der Börse kauft, hat zum Laufzeitende den Anspruch gegen Schuldner, dass diese auch bezahlt wird. So können Sie als Inhaber eines normalen Wechsels diesen ebenfalls weiterreichen, also verkaufen. Der Erwerber als Inhaber darf kassieren.

Zertifikate: auch Inhaberschuldverschreibungen

Interessant ist allerdings, dass wesentlich mehr Papiere als allgemein bekannt Inhaberschuldverschreibungen sind – mit allen Vor- und Nachteilen. Vorteile sind, dass die Ansprüche sich gerichtlich durchsetzen lassen, wenn der Schuldner solvent ist.

  • Das heißt: Der Anspruch hängt für die jeweiligen Inhaber nicht von irgendwelchen weitergehenden Bedingungen ab wie einer eigenen Leistung oder Wohlverhalten.
  • Inhaberschuldverschreibungen sind damit auch handelbar – idealerweise an der Börse, weil sich dort mehr Käufer für die Schuldscheine finden.
  • Damit fällt auch der Markt sein Urteil über die Solvenz des Schuldners. Kurse, die massiv stürzen, zeigen an, dass der jeweilige Schuldner Misstrauen verdient.
  • Die bekanntesten Inhaberschuldverschreibungen sind mit hoher Sicherheit Zertifikate, auch wenn vielen Investoren nicht klar sein wird, dass es sich um normale Schuldtitel handelt. Denn hier kommen Nachteile ins Spiel:
  • Die Rückzahlung hängt davon ab, ob der Schuldner – bei Zertifikaten eine Bank – solvent ist. Sofern wie etwa bei der Lehman Bank ein Emittent insolvent ist, gibt es rechtlich keine oder kaum Möglichkeiten, an das eingesetzte Kapital zu kommen.
  • Bei Zertifikaten herrscht aus Sicht des Gesetzgebers eine besondere Beratungspflicht, sofern Banken diese verkaufen. Dabei ist in einem Satz gesagt, was diesen Inhaberschuldverschreibungen gemeinsam ist: Die Bank schuldet Ihnen Geld und zahlt dieses unter Bedingungen zurück.
  • Index-Zertifikate auf den Dax mit einem Laufzeitende bedeuten schlicht, dass Sie das verliehene Geld in einer vom Dax abhängenden Höhe wieder erhalten. Das macht Zertifikate reizvoll, denn:
  • Die Rückzahlungsbedingungen können Emittenten auch an das Wetter, die Zahl der Wähler bei Bundestagswahlen oder die Konjunkturentwicklung binden. Voraussetzung ist, dass sich im Gegengeschäft Wettpartner am Optionsmarkt finden.

GeVestor meint: Deshalb sind Zertifikate bei Banken so beliebt. Die Zinskosten sind – bis auf Sonderkonstruktionen – geringstmöglich und die Zahlung ist über den Optionsmarkt abgesichert. Das Rendite-Risiko bei diesen Inhaberschuldverschreibungen tragen Sie – Sie sind der Gläubiger des Geldes.

Die Definition zeigt: Selbst Wechsel oder Aktien-Anleihen sind Inhaberschuldverschreibungen, weil Sie diese handeln können.

2. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt