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IPO-Markt: Zalando, Rocket Internet und Co.

Der deutsche Aktienmarkt erlebte heute erneut eine wilde Achterbahnfahrt. Der DAX erreichte sein Tageshoch bei 9.624 Punkten und sein Tagestief bei 9.382 Punkten. Am Ende schloss der Leitindex mit 9.469 Punkten fast genau auf dem Vortagesniveau.

Diese wilde Achterbahnfahrt irritiert die neuen Börsenkandidaten. Auch 2015 möchten einige Unternehmen das Börsenparkett betreten. Heute liefere ich Ihnen hier im „Schlussgong“ einen Rückblick auf die Börsengänge 2014 und einen Ausblick auf 2015.

Im vergangenen Börsenjahr sorgten in Deutschland vor allem die Börsengänge des Online-Versandhändlers Zalando und der Internet-Start-up-Schmiede Rocket Internet für Schlagzeilen (ein Börsengang wird auch mit IPO abgekürzt).

Der deutsche IPO-Markt im Jahr 2014

Wenn Sie das Emissionsvolumen betrachten, waren die beiden größten Börsengänge in Deutschland im vergangenen Jahr die, die auch für die meisten Schlagzeilen sorgten. Nämlich die von Zalando und Rocket Internet.

Das Emissionsvolumen lag bei Rocket Internet bei rund 1,4 Mrd. Euro und bei Zalando bei 526 Mio. Euro. Der Börsenwert von Rocket Internet wird auf 7,9 Mrd. Euro beziffert und der von Zalando auf 6,2 Mrd. Euro.


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Zalando und Rocket Internet gingen am 1. bzw. am 2. Oktober 2014 an die Börse und kommen bis heute auf eine Performance von rund 20%. Auf die beste Performance aller Börsenneulinge aus dem vergangenen Jahr kommt übrigens das Unternehmen, welches als letztes an die Börse ging.

Am 11. November ging der auf Lichttechnik spezialisierte Automobilzulieferer Hella an die Börse und kommt bis heute – nach knapp 2 Monaten – auf eine Performance von über 30%.

Damit schlägt das im westfälischen Lippstadt beheimatete Unternehmen mit einem vergleichsweise langweiligen Geschäftsmodell die vermeintlich spannendere IPO-Konkurrenz von Rocket Internet, Zalando und Co.

Übrigens liegt von den Unternehmen, die 2014 den Gang auf das deutsche Börsenparkett wagten, bis heute nur eines an der Börse im Minus. Dabei handelt es sich den Baustoff-Hersteller und -Anbieter Braas Monier. Die Braas-Monier-Aktie liegt seit dem Börsengang Ende Juni 2014 gut 30% im Minus.

Ausblick auf den deutschen IPO-Markt 2015

Auch in diesem Jahr wird es wieder einige Börsengänge in Deutschland geben. Den Anfang wird aller Voraussicht nach der Berliner Kabelnetzbetreiber Tele Columbus machen, der schon im vergangenen Jahr an die Börse wollte, den Börsengang im Oktober kurz vor Fertigstellung des Emissionsprospektes jedoch kurzfristig absagte.

Der Grund: Das Unternehmen, hinter dem Banken und Hedgefonds stehen, war davor zurückgescheut, in der allgemeinen Börsen-Schwächephase seine IPO-Pläne umzusetzen. Nun wartet Tele Columbus nicht erst den Jahresabschluss 2014 ab, sondern will stattdessen schon Ende Januar oder Anfang Februar auf Basis der Neumonatszahlen an die Börse gehen.

Weitere Kandidaten für einen Börsengang in Deutschland im Jahr 2015 sind unter anderem der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 und die Parfümeriekette Douglas. Scout 24 hatte bereits frühzeitig mitgeteilt, einen möglichen Börsengang zu prüfen und Douglas, wo der US-Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke das Sagen haben, zieht es zurück an die Börse.

Weiterhin zählen der Dämmstoffhersteller Armacell, der LKW-Zulieferer Jost, der Werkzeugmaschinenbauer MAG und der Vakuumtechniker ALD zu den Aspiranten für ein IPO im laufenden Jahr.

Fazit: Greifen Sie nicht direkt beim Börsengang zu

Ich persönlich halte mich bei Neuemissionen fast immer zunächst zurück, denn ich möchte erst sehen, wie sich ein Unternehmen an der Börse entwickelt, bevor ich über einen Einstieg nachdenke.

Daher mein abschließender Rat an Sie: Greifen Sie nicht direkt zu, wenn ein Unternehmen an die Börse geht. Nach Vorlage der ersten Zahlen können Sie überprüfen, ob die optimistischen Prognosen, die beim Börsengang frisches Geld anziehen sollten, auch erfüllt wurden.

6. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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