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iRobot-Aktie: Aktivistischer Investor erhöht den Druck aufs Management

Seit gut drei Jahren bewegt sich der Kurs des führenden Herstellers von Haushaltsrobotern, von einigen Ausreißern einmal abgesehen, in einer engen Bandbreite zwischen 30 bis 35 Dollar.

Auf 5-Jahres-Sicht liegt das Kursplus bei gerade mal bescheidenen 8%. Das ist dem aktivistischen Investor Red Mountain Capital nicht genug. Die Beteiligungsfirma hält seit vergangenem Jahr ein Aktienpaket von 6,1% an dem US-Konzern.

Investor erhöht die Schlagzahl

Für Sie zur Information. Der Investor Red Mountain ist kein gewöhnlicher Aktionär. Vielmehr hat sich die Beteiligungsfirma darauf spezialisiert, aktiv in die Unternehmenspolitik einzugreifen. Das können Sie am Paradebeispiel iRobot sehr gut beobachten.

Kaum war Red Mountain investiert, propagierte der Firmenchef Defizite bei der Kapitalallokation und zu hohe kosten. Zusätzlich drängte der Aktionär auf die Abspaltung des Geschäfts mit Militärrobotern. Ziel des Ganzen: durch den Verkauf sollte sich iRobot komplett auf die Haushaltsroboter-Sparte konzentrieren.


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Im Februar gab die Konzernführung der Roboter-Firma auch direkt nach und verkaufte den Geschäftsbereich an Airlington Capital Partners. Zugleich gab iRobot ein 100 Millionen-Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm bekannt.

Wenn Sie dachten, dass sei dem Investor genug, dann liegen Sie allerdings falsch. In einem Brief an die übrigen Aktionäre bittet Red Mountain jetzt die Anleger um Unterstützung. Der Plan ist, den Aufsichtsrat neu zu besetzen. Der aktivistische Investor will zwei Personen in das Kontrollgremium schicken, unter anderen ihren Firmengründer Willem Mesdeg.

Fokus auf Haushaltsroboter soll Marktwert deutlich steigern

Nach dem Verkauf des Militärgeschäfts will sich der US-Konzern ausschließlich auf seine Haushaltsroboter fokussieren. Hierfür benötigt iRobot aber ordentlich Kohle. Zwar hat der Konzern mit 200 Millionen Dollar ohnehin genug Geld auf der hohen Kante, für die Entwicklung neuer Produkte kommen die 45 Millionen aus dem Verkauf aber gerade recht.

Bislang glänzte das Unternehmen mit seinen Reinigungsrobotern Roomba, Scooba oder Looj. Von Böden über Dachrinnen bis hin zur Reinigung von Pools – die flinken Alleskönner dürften so manchen putzfaulen Hausherren wahre Freudentränen ins Gesicht getrieben haben.

Jetzt soll die Produktpalette nochmals deutlich erweitert werden. Zum einen sollen Roboter nicht nur saugen, sondern verstärkt auch nass wischen. Zum anderen eruiert der Konzern den Einstieg in das stark wachsende Geschäft mit Mährobotern.

Geschäftsentwicklung kann sich sehen lassen

Wie immer lohnt auch bei iRobot ein Blick in die Vergangenheit, um die aktuellen Zahlen richtig einordnen zu können. Seit 2003 ist der Marktführer für Saugroboter an der Börse notiert. Damals fuhr die Firma bei 13,5 Millionen Dollar Umsatz noch einen Verlust von 2,6 Millionen Dollar ein.

Heute sieht das Bild schon ganz anders aus. Zuletzt flossen immerhin Erlöse im Gegenwert von 618 Millionen Dollar durch die Bücher. Bei Gewinnen von 44,1 Millionen Dollar wurde mit 7,15% die zweitbeste Gewinnmarge der Unternehmensgeschichte erzielt. Nur in 2011 lag diese mit 8,63% noch höher.

Weitere Zuwächse geplant

Auch für die kommenden Jahre hat der Roboterhersteller weiteres Wachstum geplant. In 2016 sollen die Erlöse weiter auf 630 bis 642 Millionen Dollar wachsen. Der Gewinn je Aktie dürfte auf Grund von Einmalbelastungen zwischen 1,20 und 1,42 Dollar liegen. Für die kommenden Jahre erwartet die Konzernführung eine Beschleunigung der Zuwächse und peilt hohe einstellige Wachstumsraten an. Zugleich soll die Marge nochmals verbessert werden.

China könnte größter Einzelmarkt werden

In den Zukunftsplänen des Konzerns spielt der chinesische Markt eine große Rolle. In 2015 legten die Verkäufe im Reich der Mitte um mehr als 70% zu. Weitere Steigerungen werden von Experten erwartet. So schätzt Parthenon Analysis, dass China in fünf Jahren mit einem Marktwert von 1,1 bis 1,7 Milliarden Dollar der größte Absatzmarkt für Haushaltsroboter werden könnte.

Analysten sind sich nicht einig

Derzeit beschäftigen sich 10 Experten mit der Firma. Fünf dieser Analysten sehen in der Aktie einen Kauf, vier raten zum Halten der Papiere und ein Experte votiert mit Verkaufen. Dementsprechend breit verteilen sich die Kursziele zwischen 28 und 42 Dollar (aktueller Kurs: 34,71 Dollar).

12. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.

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