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Ist der Crash in China gefährlicher als ein Grexit?

Das kann man schon einen veritablen Crash nennen, immerhin ging es um rund 35% abwärts mit den „lokalen“ chinesischen Aktienindizes.

„Lokal“ schreibe ich, weil der Handel mit den im „Shanghai Stock Exchange“ und „Shenzhen Stock Exchange“ notierenden Aktien nur für in China lebende Anleger erlaubt und damit für ausländische Investoren verboten ist.

Crash in China und Grexit sorgen für Turbulenzen und sind bald vergessen

In den Medien konnten Sie über die Gefahr lesen, dass der Crash der lokalen chinesischen Aktienindizes gefährlicher sei als ein möglicher Grexit.

Nach einigen Jahrzehnten Börsenerfahrung sage ich: Der immer noch mögliche Grexit und der bisherige Crash chinesischer Märkte sind beide nicht nachhaltig gefährlich für die etablierten Aktienmärkte (DAX 30 Index, Dow Jones, S&P 500, SMI, ATX und ein paar andere).

Beide Ereignisse mögen für Kursturbulenzen sorgen und die Märkte etwas durchschütteln, aber selbst das ist derzeit nicht zu sehen. Beide Ereignisse werden an den Aktienmärkten schnell in Vergessenheit geraten.

Auch hier mein schon mehrfach geschriebener Hinweis: An den Aktienmärkten wird ein auch heute noch nicht auszuschließender Grexit keine nachhaltigen Spuren hinterlassen. Und um die Aktienmärkte geht es hier im Kommentar. Beim griechischen „kleinen Mann“ (und der kleinen Frau) sieht es leider ganz anders aus. Da werden Existenzen zerstört. Zurück zum Crash in China:

Wie gefährlich ist der Crash der chinesischen Börsen?

Der Chart der „Shanghai Stock Exchange“ läuft in etwa parallel zum Chart der „Shenzhen Stock Exchange“. Unten zeige ich Ihnen den Kursverlauf der „Shanghai Stock Exchange“.


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Und gleich vorweg: Derzeit sehe ich keinen ausufernden Crash, sondern „nur“ den Abbau der Blasenbildung aus dem Frühjahr 2015. So schnell es rauf ging, so schnell rauschte es wieder runter – mehr ist (noch) nicht passiert.

China-Crash: Unsinnige Aussagen in den Medien

Entsprechend sind Aussagen wie z.B. gestern in der Internetausgabe von welt.de schlicht Unsinn. Dort stand:

„Das bedeutet der Drei-Billionen-Rutsch für die Welt: Drei Billionen Euro. So viel Vermögen wurde in China gerade vernichtet.“

Wenn es wirklich vernichtete 3 Billionen Euro sind, waren es vorher auch gewonnene 3 Billionen Euro. Unterm Strich ist das exakt plusminus null! Wie Gewonnen, so zerronnen. Mehr war nicht.

Shanghai Stock Exchange

Shanghai-Stock-Exchange_2015.07.10

Chart wurde erstellt mit tradesignal

Der Shanghai Stock Exchange notierte im Sommer 2014 mit rund 1.500 Punkten als die Rally losging. Bis Anfang 2015 legte der Index etwa 66% zu und konsolidierte knapp unter 2.000 Punkte.

Dieser Kursanstieg war nach der vorherigen langen Seitwärtsbewegung (volatil seit rund 2012 – im Chart nicht komplett zu sehen) angemessen. Eine längere Konsolidierung hätte hier die Basis für später weiter moderat zulegende Kurse bilden können.

Dann kam aber die Kursexplosion, die den Index auf letztlich rund +150% Gewinn nach oben katapultierte. Eine typische Blasenbildung. Im nachfolgenden Crash wurde diese Blase wieder neutralisiert. Die aktuellen Notierungen liegen nahezu punktgenau auf denen vom Jahresanfang 2015 (grün markiert).

Ist der Crash in China gefährlicher als ein Grexit?

Ein chinesischer Anleger, der Anfang Januar 2015 gekauft hat, verbucht – je nach exaktem Kaufkurs – sogar immer noch ein kleines Plus. Von daher ist dieser Crash, der auf dem aktuellen Kursniveau nur die kurzfristig entstandene Blase platzen ließ, nicht gefährlicher als ein immer noch möglicher Grexit.

Wobei – ich wiederhole mich – sich ein Grexit auch nicht nachhaltig auf die Aktienkurse auswirken wird. Es kann sogar sein, dass die Kurse dann nach oben gehen, weil der Börsianer Klarheit liebt, denn damit kann er planen.

Zum guten Schluss: Am 10.07.1871, also heute vor 144 Jahren, kam der französische Schriftsteller und Kritiker Valentin Louis Georges Eugène Marcel Proust auf unsere Welt. Von ihm ist meine Zitat des Tages, das lautet:

„Der Zweifel ist dein bester Freund.“

Sicher ist dieser „Freund“ auch ein guter Begleiter an der Börse. Ganz zweifellos aber wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

10. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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