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Italien: Berlusconi ist weg, die Probleme bleiben

Nun ist Silvio Berlusconi nicht mehr italienischer Ministerpräsident. Und wie reagieren die Börsen darauf?

Nach einem minimalen Zuwachs zu Beginn des Handels, sacken die meisten Börsen in Europa wieder weiter ab.

Es reicht eben nicht aus nur das Personal auszuwechseln. Das Misstrauen der Märkte gegenüber der Zahlungsfähigkeit Italiens lässt sich ganz klar an einer Kennzahl ablesen: Die Rendite für zehnjährige italienische Anleihen lag zwischenzeitlich bei mehr als 7%.

Gleichzeitig beträgt die Verschuldung rund 120% der italienischen Wirtschaftsleistung. Und das Schlimme dabei ist die steigende Tendenz. Bei dieser schon angespannten Lage sieht es immer mehr danach aus, das Italien im kommenden Jahr in eine Rezession rutschen wird.


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Bei einer sinkenden Wirtschaftsleistung wird es aber noch sehr viel schwieriger, die Schulden abzubauen. Vielmehr ist es viel wahrscheinlicher, dass die Schulden Italiens jedes Jahr um 5% wachsen. Und da muss man kein Mathematikgenie sein, um zu erkennen: In nur wenigen Jahren wird Italien eine Schuldenquote von 150% erreichen.

EZB-Käufe stützen – nur vorübergehend

Zwar sind die Renditen auf die zehnjährigen Anleihen wieder unter die 7% Marke gerutscht. Doch das liegt nicht an der politischen Beruhigung. Vielmehr liegt das an den massiven Käufen von italienischen Anleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB).

Sollte die EZB mit diesen Aufkäufen aufhören, ist ein deutlicher Anstieg der italienischen Renditen zu erwarten. Und je höher die Zinsen, desto größer ist der Druck auf die Finanzkraft Italiens. Schon gibt es Gerüchte über finanzielle Sofortmaßnahmen der neuen Regierung von Mario Monti.

Auch in Italien droht eine Immobilienabgabe

So ist wohl eine einmalige Vermögensabgabe genauso im Gespräch wie eine Immobilienabgabe. Und sollte diese Abgabe kommen, erleben wir das gleiche wie in Griechenland: Der Staat greift sehr schnell auf das Eigentum der Bürger zu, um neue Geldquellen zu erschließen.

In Griechenland hat es erst vor einigen Wochen eine Immobiliensteuer gegeben. Darauf bin ich noch in der vergangenen Woche an dieser Stelle genauer eingegangen.

Wenn nun so etwas auch in Italien kommt, sehen Sie einmal mehr: Je prekärer die finanzielle Lage des Staates, desto einfallsreicher agieren die Regierungen – vor allem wenn es um einfach umzusetzende neue Einnahmequellen geht. Und Immobiliensteuern sind nun einmal einfach und auch schnell umzusetzen.

Daher behalte ich auch meine Warnung bei: Außer der selbstgenutzten Immobilie bieten sich Immobilien nicht als Krisenschutz an. Das gilt vor allem auch deshalb, weil Immobilien sehr leicht und schnell vom Staat mit Sonderabgaben versehen werden können.

Die nächsten Wochen werden nun extrem spannend. Die alles entscheidende Frage lautet: Schafft Italien die Wende oder reißt das Land die gesamte Euro-Zone mit in den Abgrund?

14. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.