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Italien-Krise treibt den Goldpreis: Neues Allzeithoch auf Euro-Basis

Nachdem Griechenland zumindest für die nächsten paar Sommerwochen durch die Stützungsmaßnahmen von EU, IWF und EZB über Wasser gehalten wird, machen die Euro-Gegner eine neue Front auf.

Doch nicht Spanien oder Belgien, an denen die erste mediale Krisenwelle abgeprallt ist, sind Ziel der jüngsten Attacke – sondern Italien. Im Schlussgong habe ich bereits über die etwas kuriosen Angriffe der Rating-Agenturen auf Italien berichtet.

Die wirtschaftlichen Probleme in Italien sind dramatisch, aber zeitlich nicht so akut wie die griechischen Probleme. Trotzdem wird mit Unterstützung der Rating-Agenturen die Stabilität der italienischen Finanzen genau jetzt im Sommerloch überprüft. Höchstwahrscheinlich wird sich die Situation wieder beruhigen, da Italien kurzfristig kein Refinanzierungsproblem hat, aber mit Sicherheit kann das niemand sagen.

Euro verliert stark

Gewinner dieser Entwicklung ist einmal mehr der Goldpreis. Allerdings haben das viele Investoren noch nicht mitbekommen, da der Wert des Goldpreises traditionell in der US-Währung angegeben wird. Nachdem der Euro gegenüber dem Dollar gestern und heute zeitweise stark verloren hat, markierte der Goldpreis auf Euro-Basis ein neues Allzeithoch.


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Rund 1.100 Euro mussten Investoren gestern für eine Feinunze Gold bezahlen. Je länger die Schulden-Probleme einiger Euro-Länder das bestimmende Thema sind, desto größer wird die Unsicherheit. Gold bietet dagegen seit Jahrtausenden einen Anker in stürmischer See. Das ist die Basis für die imposante Goldrally in dieser Schuldenkrise.

Kursrally gerechtfertigt

Auch wenn der Goldpreis auf Jahressicht um rund 30% gestiegen ist, bedeutet das nicht, dass Gold (zu) teuer ist. Die kleine Korrektur im Mai und Juni zeigt, dass in den traditionell schwachen Sommermonaten kurzfristig auch der Abgabedruck dominieren kann. Das ist ein Zeichen für eine „gesunde“ Rally. Ein steiler Anstieg ohne Verschnaufpausen ist dagegen gefährlich.

Fundamentale Gründe sind Auslöser der jüngsten Kursrally und rechtfertigen auch jetzt noch deutlich höhere Notierungen. Die Nachfrage ist größer als die Gold-Fördermenge. Während eine Erhöhung der Minenproduktion kaum möglich ist, steigt die Nachfrage aufgrund der Schuldenprobleme in Europa und USA und der Inflationssorgen in China.

Gold ist eine Versicherung und kein Gewinntreiber

Gold wird noch in diesem Jahr auf Dollar- und Euro-Basis ein neues Allzeithoch markieren. Dazu ist eine Zuspitzung der Schuldenprobleme in der Euro-Zone und in den USA nicht einmal erforderlich. Die aktuelle Unsicherheit ist groß genug. Die chronische Unterversorgung des Marktes wird den Preis zusätzlich antreiben.

Eine Investition in Gold sollte aber nicht in erster Linie der Erreichung von Rendite-Ziele dienen (dafür gibt es andere Anlagemöglichkeiten). Gold sollte gekauft werden, um das Vermögen gegen eine mögliche Währungskrise zu „versichern“.

Sie brauchen daher nicht täglich die Kursentwicklung des Goldpreises zu überprüfen. Wer eine Krankenversicherung besitzt, geht ja auch nicht jeden Tag zum Arzt.

Gold-Investments variabel anpassen

In Zeiten eines wirtschaftlichen Booms kann das Gold-Engagement zurückgefahren werden, sollte aber immer in einem angemessenen Verhältnis zum Gesamtvermögen bleiben. Aktuell ist es aus meiner Sicht ratsam, mindestens 5 und maximal 20% des Vermögens in Gold und Silber zu investieren.

In Krisenzeiten kann das Gold-Engagement noch stärker aufgestockt werden. Wenn sich beispielsweise die Politiker in den USA nicht bis zum 2. August 2011 auf eine Lösung des Schuldenproblems einigen können (gesetzlich festgelegte Schuldenobergrenze), ist eine Aufstockung des Edelmetall-Anteils eine gute Vorsichtsmaßnahme.

Es ist zwar höchst unwahrscheinlich, dass die US-Politiker aus Machtinteresse das eigene Land bewusst in den Ruin steuern, wäre aber historisch betrachtet auch nicht das erste Mal, dass Machtgier über Vernunft siegt.

12. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.