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Japanische Notenbank sorgt für steigende Aktienkurse

Der deutsche Leitindex DAX konnte heute erneut leicht zulegen und kletterte auf 10.436 Punkte. Der größte Kurstreiber kam aus Japan:

Die japanische Notenbank (BoJ) will die heimische Wirtschaft und die Inflationsrate in Japan weiter ankurbeln und hält sich dafür die Option auf eine zusätzliche Ausweitung der Geldflut offen.

Mit anderen Worten: Die japanische Notenbank erwägt, die Geldschleusen noch weiter zu öffnen.

Vorerst werde am jährlichen Volumen der Wertpapierkäufe von 80 Bio. Yen (rund 700 Mrd. €) und am Negativzins von -0,1% festgehalten, teilte die japanische Notenbank am heutigen Mittwoch in Tokio mit.

Allerdings könnten beide Stellschrauben zukünftig noch weiter gelockert werden.

So begegnet die japanische Notenbank den Risiken ihrer Geldpolitik

Die japanischen Währungshüter haben sich auch Gedanken darüber gemacht, wie sie den Risiken der von ihnen verfolgten ultralockeren Geldpolitik begegnen wollen.


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Das Ergebnis: Die Notenbanker wollen ihre Instrumente künftig flexibler einsetzen.

Konkret bedeutet das, dass sich die Notenbanker mehr Flexibilität bei ihrem Wertpapier-Kaufprogramm verschaffen wollen, um dadurch die Renditen bei Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten nicht noch weiter absacken zu lassen.

Damit will die BoJ dem Problem der immer kleiner werdenden Differenz zwischen kurz und lang laufenden Staatsanleihen lösen.

Zum Hintergrund: Wenn die japanische Notenbank überwiegend lang laufende Staatsanleihen kauft, steigt der Kurs der Staatsanleihen durch die höhere Nachfrage.

Das wiederum bedeutet, dass die Zinsrenditen dieser Papiere weiter fallen. Kauft die BoJ hingegen auch kürzer laufende Anleihen, kann sie die Differenz der Zinsen zwischen kurz und lang laufenden Anleihen selbst mitgestalten.

Während sich die japanische Notenbank bislang bei ihrem Wertpapier-Kaufprogramm eher auf die Ausweitung der Geldmenge konzentrierte, soll künftig eine bestimmte Gestaltung der sogenannten Zinsstruktur-Kurve (vereinfacht ausgedrückt: das Verhältnis der Zinsen von kurz und lang laufenden Anleihen) im Vordergrund stehen.

Darum steigen die Aktienkurse

Denkbar ist auch, dass die japanischen Notenbanker künftig noch stärker auf Wertpapiere wie Indexfonds auf Aktien (ETFs) setzen.

Zumindest vorerst bleibe es aber bei ETF-Käufen im Volumen von 5,7 Bio. Yen, hieß es. Davon sollen im Volumen von 2,7 Bio. Yen solche ETFs gekauft werden, die dem Aktienindex Topix folgen.

An den Finanzmärkten sorgten diese Aussagen für steigende Aktien- und fallende Anleihenkurse.

Damit hat die BoJ ein erstes Ziel erreicht: Sie sorgte schon mit der Ankündigung dieser Maßnahmen dafür, dass das Zinsniveau lang laufender Anleihen wieder etwas gestiegen ist.

So stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen erstmals seit März dieses Jahres wieder auf 0%.

Ich habe in den vergangenen Wochen an dieser Stelle darüber berichtet, dass der Kauf von Aktien perspektivisch auch für die Europäische Zentralbank (EZB) eine denkbare geldpolitische Maßnahme wäre.

Wenn es tatsächlich so kommen sollte, wird das auch die Aktienkurse in der Euro-Zone antreiben.

21. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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