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Japanischer Aktienmarkt zeigt Stärke

In Europa sind die Börsen im Korrekturmodus. Und auch an der Wall Street haben die Aktienkurse zuletzt den Rückwärtsgang eingelegt. Doch nicht alle internationalen Aktienmärkte sind auf dem Weg nach unten. Der japanische Nikkei-Index zeigt eindrucksvolle Stärke.

DAX weiter im Korrekturmodus

Das Thema Griechenland schwebt weiter wie ein Damoklesschwert über den europäischen Aktienmärkten. Der DAX setzt seine Korrektur fort und hat gegenüber seinem Allzeithoch von Anfang April bei 12.391 Punkten inzwischen gut 12% eingebüßt.

Der übergeordnete Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass nach dem zwischenzeitlichen Rutsch unter die 11.000er-Marke auch die 200-Tage-Linie anvisiert wird, die aktuell bei rund 10.500 Punkten verläuft.

Auch die Wall Street zeigt Schwäche

Auch an der New Yorker Wall Street zeigten die Aktien zuletzt Schwäche. Mitte Mai kletterte der S&P 500 bei 2.135 Punkten noch auf ein neues Allzeithoch. Anschlusskäufe blieben jedoch aus, der Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate gelang nicht.


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In der Folge fielen die Notierungen zurück. Auch hier gilt: Der langfristige Trend zeigt weiter nach oben. Kurzfristig sind weitere Einbußen jedoch nicht vom Tisch. Beim S&P 500 gilt es, die massive Haltezone zwischen 2.040 und 2.050 Zählern zu verteidigen. Hier hatte der Index im März mehrfach nach oben gedreht. Außerdem verläuft in dieser Region die 200-Tage-Linie.

Nikkei markiert 15-Jahres-Hoch

Diesseits und jenseits des Atlantiks stehen die Aufwärtstrends also auf dem Prüfstand. Davon kann in Tokio derzeit keine Rede sein.

Dort zeigt sich der Nikkei-Index von der Entwicklung an den westlichen Börsen unbeeindruckt und notiert weiterhin auf Tuchfühlung zu seinem Jahreshoch. Grund genug, die Charttechnik des japanischen Index einmal unter die Lupe zu nehmen.

Der Jahreshöchststand, den der Nikkei Ende Mai bei 20.655 Punkten markiert hatte, war gleichzeitig ein neues 15-Jahres-Hoch. Gegenüber dem Tief im Jahr 2008 bei knapp 7.000 Punkten hat sich der Index damit nahezu verdreifacht.

Für den Aufschwung ist – ähnlich wie in den USA – die Notenbank maßgeblich verantwortlich. Auch die Bank of Japan flutet über Anleihekäufe die Finanzmärkte mit Liquidität.

Gute Chancen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends

Aus charttechnischer Sicht stehen die Chancen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends gut. Das markante Hoch von 2007 bei 18.300 Zählern hatte der Index bereits im Januar klar überwunden. Damit wurde auch der sehr langfristige, vom Allzeithoch Ende 1989 bei fast 39.000 Punkten ausgehende Abwärtstrend endgültig ad acta gelegt.

nikkei

Nun wartet bei gut 20.800 Zählern noch eine charttechnische Hürde in Form des 2000er-Hochs. Wird die genommen, liegt das nächste Kursziel bei knapp 22.800 Punkten. Darüber sind mittelfristig sogar Notierungen jenseits von 25.000 Zählern realistisch.

Angesichts der Stärke des japanischen Markts und der guten charttechnischen Perspektiven könnte es sich für Anleger lohnen, beispielsweise mit einem ETF oder einem Index-Zertifikat auf einen weiter steigenden Nikkei-Index zu setzen.

11. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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