Japans Unternehmen entdecken attraktiven Kurshebel neu

in Japan hat sich die wirtschaftliche Situation in den vergangenen Monaten deutlich aufgehellt. Nach vielen Krisenjahren ist das Land endlich der Deflation entronnen.

Für Japans Unternehmen bedeutet dies aber auch, dass sie sich nun schnell überlegen müssen, was sie mit ihrem Geld machen. Die steigenden Inflationsraten greifen ihre riesigen Barbestände an: Gemessen an ihrer Marktkapitalisierung halten die größten japanischen Konzerne im Schnitt 27 Prozent Barmittel.

Zum Vergleich: In den USA beträgt das Verhältnis gerade einmal gut 6 Prozent.

Japans Unternehmen entdecken Aktienrückkäufe

In dieser Situation entdecken jetzt immer mehr japanische Unternehmen wieder Aktienrückkäufe als adäquate Lösung für sich.


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Zwar nahm auch die Lust auf Investitionen und gezielte Übernahmen deutlich zu, doch in den Fokus der Unternehmen rücken immer stärker Aktienrückkauf-Programme, um ihre Aktionäre zu entlohnen.

Nach Angaben der Marktforschungsgesellschaft IN Information Systems investierten die japanischen Unternehmen im vergangenen Jahr über 3 Billionen Yen (rd. 24 Mrd. Euro) in Aktienrückkäufe – das war erstmals mehr als im Rekordjahr 2008. Für 2015 rechnen Analysten mit einem Anstieg um mindestens 10 Prozent.

Japanische Aktienrückkäufe: Attraktiver Trend für Anleger

Für Anleger ist dieser Trend hochattraktiv. Denn die Unternehmen stärken durch die Kapitalmaßnahme die Nachfrage und den Kursverlauf der eigenen Aktie.

Da die zurückgekauften Aktien in der Regel von den Unternehmen eingezogen, sprich vernichtet werden, sinkt zudem die Gesamtzahl der Wertpapiere – jede Aktie gewinnt also automatisch an Wert, denn sowohl der Unternehmensgewinn als auch die Dividendensumme werden auf weniger Aktien verteilt.

Verringert ein Unternehmen beispielsweise seine Aktienzahl um 10 Prozent von 100 Mio. auf 90 Mio. Aktien, so steigt bei gleichbleibender Dividendensumme die Dividende je Aktie direkt um 12,5 Prozent.

Japan: Kurssteigerungen durch Aktienrückkäufe

Schlussendlich steigen die Kurse von Aktienrückkäufern deutlich stärker als der Markt – der Blick in die USA beweist es:

In den vergangenen drei Jahren ist der S&P 500 Buyback Index, der die 100 US-Unternehmen mit den größten Rückkauf-Programmen umfasst, deutlich besser gelaufen als der Vergleichsindex S&P 500.

Während sich der Buyback-Index (zu deutsch: „Rückkauf-Index“) mit einem Plus von 89 Prozent fast verdoppelte, erzielte der US-amerikanische Leitindex S&P 500 gerade einmal ein Plus von 62 Prozent.

Es gilt also nun, die attraktiven Aktienrückkäufer auch im japanischen Markt zu finden.

11. Juli 2015

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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