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Jetzt ist es amtlich: EZB pumpt über 1 Billion Euro in den Markt

In dieser Handelswoche hat der DAX die Marke von 11.500 Punkten übersprungen und damit ein neues Allzeithoch erreicht. Angesichts der Null-Zins-Politik der Notenbanken wird immer mehr Kapital in Aktien umgeschichtet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ab der kommenden Woche für mindestens 1 bis 2 Jahre der wichtigste Markteilnehmer auf dem europäischen Anleihemarkt sein.

Dann ab kommendem Montag will die Notenbank ihr über eine Billion Euro schweres Kaufprogramm starten. Dies kündigte EZB-Präsident Mario Draghi am gestrigen Donnerstag nach der Ratssitzung in Zypern an.

Warum die EZB das Anleihekaufprogramm durchführt

Mit der großen Geldflut nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed will Draghi der Konjunktur in der Euro-Zone auf die Sprünge helfen und die Inflation wieder in Richtung der angepeilten Zielmarke von knapp 2% befördern.

Mit dem Programm soll verhindert werden, dass die Wirtschaft der Euro-Zone in eine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen und nachlassenden Investitionen abrutscht.

Im Februar lag die Inflationsrate in der Euro-Zone bei minus 0,3%. Eine negative Inflationsrate in diesem Bereich bedeutet, dass es sich um eine leicht deflationäre Tendenz handelt.


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„Wir haben bereits eine erhebliche Anzahl von positiven Auswirkungen dieser geldpolitischen Entscheidungen gesehen“, sagte Draghi und warb damit für das Programm der EZB. Gleichzeitig hoben die Währungshüter der EZB ihre Konjunkturprognosen für die Euro-Zone deutlich an.

Draghi äußerte sich auf der Pressekonferenz angesichts des niedrigen Ölpreises und des schwachen Euro auch zuversichtlicher zu den Wachstumsaussichten in der Euro-Zone. „Nach vorne blickend gehen wir davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung graduell verbreitert und verstärkt.“

Die EZB-Experten hoben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im laufenden Jahr von 1 auf 1,5% an. Für 2016 wurde die Prognose von zuvor 1,5 auf 1,9% angehoben und für 2017 erwarten die EZB-Experten jetzt sogar ein Wachstum von 2,1%.

Die Entscheidung, das Anleihekaufprogramm nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed durchzuführen, war schon Mitte Januar dieses Jahres gefallen. Zumindest wurden zu diesem Zeitpunkt bereits die Weichen für das gestellt, was ab kommendem Montag passieren wird.

Was das Programm im Detail beinhaltet

Ab kommendem Montag wird die EZB monatlich Staatsanleihen und weitere Wertpapiere im Volumen von 60 Mrd. Euro kaufen. Allein die Ankündigung hatte bereits die Renditen vieler Bonds auf Rekord-Tiefststände gedrückt.

Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen sank zum Beispiel auf unter 1,3%. Deutsche Bundesanleihen mit dieser Laufzeit werfen nur noch 0,3% Rendite pro Jahr ab. Die Rendite der fünfjährigen deutschen Bundesanleihe liegt sogar im negativen Bereich!

Das Gesamtvolumen des in Fachkreisen als „Quantitative Easing“ (QE) genannten Programms soll bei rund 1,14 Billionen Euro liegen. Das Programm soll bis September des kommenden Jahres 2016 laufen und ist eines der weltweit größten Anleihekaufprogramme dieser Art.

Im Rahmen des Programms können auch Staatsanleihen mit negativen Renditen gekauft werden. Auf die Frage, wie weit die EZB dabei gehen würde, sagte Draghi: „Bis zum Einlagenzinssatz“. Dieser liegt derzeit bei minus 0,2%.

Der Leitzins in der Euro-Zone bleibt unverändert und liegt damit auch künftig bei 0,05%. Auf diesem historisch niedrigen Niveau befindet sich der Leitzins bereits seit September 2014.

Was das für Sie als Sparer und Anleger bedeutet

Angesichts der jetzt eingeleiteten Maßnahmen der EZB und der Tatsache, dass EZB-Präsident Draghi sogar explizit eine Verlängerung des Programms offen ließ, ist es also sehr gut möglich, dass die Null-Zins-Politik der Notenbank noch mehrere Jahre fortgesetzt wird.

Das bedeutet für Sie als Sparer und Anleger, dass Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch in den kommenden Jahren nicht auf signifikant steigende Zinsen setzen können und sich daher nach Alternativen zu Zinsanlagen umsehen müssen, sofern Sie an Vermögenszuwachs interessiert sind.

Die aus meiner Sicht nach wie vor mit Abstand beste Alternative zu Zinsprodukten sind dividendenstarke Aktien.

6. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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