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Kapitalerhöhung Commerzbank: Aktie tief bewertet, Risiko hoch

Die zweite Stufe der Kapitalerhöhung der Commerzbank wurde „gezündet“, wie es heißt. Vor Wochen hat die Bank eine erste Stufe hinter sich bringen können.

Kapitalerhöhung Commerzbank: Daumen nach unten für Aktien

Die Kapitalerhöhung kostete Investoren 4,25 Euro pro Aktie. Jetzt ist es wesentlich günstiger – trotzdem senken die Analysten bei ihrer Aktienbewertung den Daumen nach unten und geben schlechte Bewertungen.

Wenige Tage erst ist es her, dass die Commerzbank die neueste Aktie für 2,18 Euro ankündigte.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung waren das 45% gegenüber dem vorhergehenden Börsen-Schlusskurs Abschlag. Ein Schnäppchen, das offenbar nach hinten losging.

Analysten zeigen sich entsetzt: Nur Verkaufsmeldungen, soweit das Auge reicht. Die Bezugsrechte für die neue Aktie sind jetzt eingebucht und eingerechnet, dies haben die Analysten im Gegensatz  zu vielen Finanzjournalisten nicht vergessen.


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Trotzdem aber soll der Kurs nicht nur rechnerisch nach unten gehen.

Griechenland-Misstrauen ist groß

Schon das Griechenland-Misstrauen reicht bei dieser Aktie, um die Herabstufung zu begründen. Angeblich haben die Frankfurter in Griechenland 2,9 Milliarden offener Kredite.

Diese müssen bei einer „Umschuldung“ oder Umstrukturierung, wie auch immer die kommende Reform genannt wird, teilweise abgeschrieben werden. Keine guten Aussichten.

Auch die Fundamentaldaten sind teilweise nicht besonders gut. Wer eine Dividende erwartet, wird enttäuscht. In den kommenden 12 Monaten rechnet niemand auf Analystenseite mit Dividenden.

Dabei legt die Commerzbank Aktie dieser Tage wieder zu. Für unseren Analysten Rolf Morrien war dies die Gelegenheit, über eine Spekulation nachzudenken. So haben wir ebenfalls einige interessante Daten gefunden.

Gewinnwachstum vorhanden

Immerhin wächst der Gewinn der Commerzbank in den nächsten Jahren bis 2013 noch. Die Schätzungen gehen etwa bis zu knapp 25% – jährlich. Das passende Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) steht bei 3,6.

Das „dynamische KGV“, mit welchem das Wachstums ins Verhältnis zum KGV selbst gesetzt wird, beträgt allerdings 6,8.

Dies zeigt zum geschätzten „Wachstum“ des Gewinns, das die Daten außer Rand und Bank geraten sind. Ein Wert von 1 bis 2 gilt als „normal“.

Daher misstrauen Analysten sowohl den Daten als auch dem Unternehmen – und der Aktie. Wer investieren möchte, muss auf Effekte aus der Kapitalerhöhung der Commerzbank hoffen. Mit anderen Worten: hier dominiert die kurzfristige Spekulation. Die Aktie hat sich in ihrer Bewertung vom Markt getrennt.

Die Aktienbewertung von Commerzbank zeigt nach unten. Der Mehrheitsmeinung nach der Kapitalerhöhung müssen wir uns anschließen, wenn es um ein langfristiges Investment geht.

Eine Korrelation von „0,5“ zeigt klar, dass die Aktie sich von der Marktentwicklung „befreit“ hat und spekulativ gehandelt wird.

Wer kurzfristig spekulieren möchte, findet hier eine interessante „Anti-Trend“-Spekulation. Das Risiko dabei ist angesichts der aktuell sehr niedrigen Bewertung gering.

27. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.