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Kinderinvaliditätsversicherung sinnvoller als Unfallversicherung?

In Deutschland ist eins von rund tausend Kindern schwerbehindert . In den meisten Fällen resultiert die Schwerbehinderung dabei aus einer Krankheit und nicht etwa aus einem Unfall, wie häufig angenommen wird. Eine  Kinderinvaliditätversicherung kann sich deshalb eher rentieren als eine Unfallversicherung – ist allerdings wegen jährlicher Kosten von 300 bis 500 Euro auch eine finanzielle Belastung für die Familienkasse.

Unfälle nur zu 0,67 Prozent Ursache für Schwerbehinderung

Bei einer Unfallversicherung ist der Sinn und Zweck schnell klar, denn Unfälle können jederzeit passieren – doch die Auswirkungen eines Unfalls werden häufig überschätzt: Laut der Schwerbehindertenstatistik sind insgesamt 83 Prozent der Behinderungen in Deutschland durch eine Krankheit verursacht. Bei 4,6 Prozent der Fälle ist die Behinderung angeboren.

Lediglich 2,3 Prozent der Behinderungen lassen sich auf einen Unfall zurückführen. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre sind Unfälle gar nur in 0,67 Prozent aller Fälle für eine Schwerbehinderung verantwortlich.

Eine Kinderinvaliditätsversicherung ist deshalb einer Unfallversicherung vorzuziehen. Die Kinderinvaliditätsversicherung zahlt, wenn ein Kind durch eine Krankheit oder durch einen Unfall schwerbehindert wird.

Je nach Versicherungs-Police wird dabei eine monatliche Rente von 1.000 Euro ein Leben lang gezahlt . Einige Anbieter von Kinderinvaliditätsversicherungen zahlen auch eine einmalige Summe zusätzlich zur monatlichen Rente.

Dabei gilt jedoch, dass die Kinderinvaliditätsversicherung nicht zahlt, wenn die Behinderung durch eine der folgenden Erkrankungen bzw. eines der folgenden Krankheitsbildern verursacht wurde:

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Früher Abschluss der Kinderinvaliditätsversicherung sinnvoll

Generell ist eine Kinderinvaliditätsversicherung umso sinnvoller, je früher sie abgeschlossen wird. Sie greift nicht nur bei Schwerbehinderung, sondern auch bei Unfällen mit einem Anteil, wenn der Behinderungsgrad unter 50 Prozent liegt. Bei angeborenen Schäden zahlt diese Versicherung jedoch in den meisten Fällen nicht.

Kinderinvaliditätsrente: Lebenslange Rente sinnvoller

Die Kinderinvaliditätsrente ist entweder als lebenslange Rente erhältlich oder als ein einmalig ausgezahlter Geldbetrag verfügbar – bei einigen Anbietern ist auch eine Kombination möglich. Sinnvoll ist dabei die lebenslange Rente aus folgenden Gründen:

Bei einer einmalig ausgezahlten Summe besteht zwar die Möglichkeit, beispielsweise die Wohnung behindertengerecht umzubauen. Doch das grundlegende Ziel einer Kinderinvaliditätsversicherung sollte es sein, das eigene Kind für sein ganzes Leben lang finanziell zumindest grundlegend abzusichern.

Wenn jedoch beispielsweise eine Summe von 100.000 Euro ausgezahlt wird, dann ist leicht absehbar, dass diese Summe nicht für 50 Jahre und länger ausreichen kann.

Durch eine monatlich ausgezahlte und lebenslange Rente erfolgt hingegen eine finanzielle Grundsicherung. Eine überlegenswerte Alternative könnte eine Kinderinvaliditätsversicherung sein, die neben einer lebenslangen Rente auch einen größeren Einmalbetrag auszahlt: Damit könnten dann dringend benötigte Umbauten oder sonstige Anschaffungen bezahlt werden.

GeVestor.de meint: Eine Kinderinvaliditätsversicherung sollte auf dem Vorsorgeplan werdender Eltern stehen, auch wenn die jährlichen Kosten je nach Anbieter bis zu 500 Euro betragen können. Doch bei einer Schwerbehinderung sind die häufig lebenslang damit verbundenen Kosten ungleich höher.

Das Kleingedruckte in der Versicherungs-Police sollten Sie jedoch mit Argusaugen lesen. Häufig wird die Leistung an zahlreiche Bedingungen geknüpft oder gleich ganz ausgeschlossen, sobald bestimmte Konstellationen zutreffen.

Welche Versicherungen für Studienanfänger sinnvoll sind und auf welche eher verzichtet werden kann, lesen Sie in diesen Beiträgen:

  • Studienanfänger: Welche Versicherungen sind sinnvoll?
  • Studienanfänger: Unfall- und Rechtsschutzversicherung lohnen sich nicht

16. Dezember 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.