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Kinross Gold Aktie: Frisches Kapital durch Projektverkauf

Sechs Jahre sind bei Rohstoff-Projekten eine lange Zeit. In dem Zeitraum schaffen es viele Firmen, neue Projekte tatsächlich in die Produktion zu bringen. Doch es gibt auch die Negativbeispiele, in denen die Zeit verrinnt und kaum Fortschritte erzielt werden.

Ein ganz drastisches Beispiel liefert jetzt Kinross Gold. Der kanadische Goldproduzent hat jetzt den Verkauf des Fruta del Norte Projekts gemeldet. An sich ist das ein ganz normaler Vorgang bei Rohstoff-Firmen. Projekte werden gekauft und verkauft.

Doch die Fruta del Norte Story ist schon etwas ganz Besonderes: Kinross erhält für das Projekt aktuell noch 240 Mio. Dollar. Das hört sich viel an. Aber im Endeffekt ist dieses Projekt ein Milliardenverlust für Kinross Gold. Der Kaufpreis lag im Sommer 2008 bei 1,2 Mrd. Dollar.


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Die großen Erwartungen an das Projekt wurden nicht erfüllt. Das lag an zahlreichen negativen Faktoren – auf die das Unternehmen teilweise überhaupt keinen Einfluss hatte. So wurden von der Regierung in Ecuador zwischenzeitlich alle Explorationsarbeiten an Rohstoffprojekten von ausländischen Firmen gestoppt.

Zudem hat sich die Marktlage für große Goldprojekte zuletzt deutlich eingetrübt. Sicherlich ist das Gold noch im Boden vorhanden – doch es ist eben aktuell nicht mehr wirtschaftlich ein solches Projekt voranzutreiben. Das gilt jedenfalls für einen der großen Produzenten wie Kinross Gold, der ein großes Portfolio an verschiedenen Explorationsprojekten besitzt.

Fruta del Norte – vom Starprojekt zum Ladenhüter

Sechs Jahre nach dem Kauf ist der Produktionsbeginn noch gar nicht absehbar. Allein beim Kaufpreis hat Kinross Gold jetzt eben einen Verlust von nahezu 1 Mrd. Dollar gemacht. Da sind die hohen Investitionskosten, die in den vergangenen Jahren in das Projekt geflossen sind, noch gar nicht mit eingerechnet.

Kinross Gold ist heute aber auch ein ganz anderes Unternehmen als vor sechs Jahren: Damals kostete die Aktie rund 22 Dollar und das gesamte Unternehmen war an der Börse 13 Mrd. Dollar wert. Es war der Sommer 2008 – wenige Wochen vor der Pleite der Lehman Brothers und dem Ausbruch der globalen Finanzkrise.

Gold kostete zu dem Zeitpunkt gut 1.000 Dollar pro Unze und hatte gerade ein neues Rekordhoch erreicht. Zudem Zeitpunkt herrscht tatsächlich so etwas wie eine Goldgräberstimmung am Goldmarkt. Damit Kinross Gold überhaupt beim Fruta del Norte zum Zug kam, musste dem damaligen Besitzer Aurelian Resources eine Prämie von 63% auf den gewichteten Handelsdurchschnitt der 20 Tage vor der Übernahme zahlen. Jetzt zieht Kinross die Reißleine und verkauft das Projekt.

In nächster Zeit ist mit weiteren Projektverkäufen von großen Produzenten zu rechnen. Das bedeutet wieder Chancen für kleinere Firmen fortgeschrittene Projekte zu erwerben, die nicht mehr in die Portfolios der großen Produzenten passen. Fortress Minerals bekommt nun sicherlich ein spannendes Projekt – aber ob es wirklich etwas mit der Produktion dort wird, müssen die nächsten Jahre zeigen.

23. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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