Klare Zeichen aus den USA: Keine Hilfe in der Euro-Krise

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Griechenland hat gewählt und die Medien sprechen von einer klaren Entscheidung der Griechen für den Verbleib in der Euro-Zone.

Gute Nachrichten sind das nicht, selbst wenn jetzt Politiker so tun, als sei damit die Krise in Griechenland schon halb überwunden.

Milliarden sind in den vergangenen Monaten in die Krisengebiete gepumpt worden, gebracht hat es fast nichts. Zum Beispiel die Finanzspritze für Spaniens Banken war ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Euro ist angezählt, und mit ein wenig Pech ist unser Geld am Ende weg.

Erhebliche Einbrüche für außereuropäische Staaten

Neben Griechenland, Spanien und Italien befinden sich mittlerweile auch Portugal, Großbritannien und einige weitere Mitgliedsländer in der Rezession, Deutschland und Frankreich könnten schon bald folgen.

Das hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf außereuropäische Volkswirtschaften. Die Exporte Japans und Chinas in die Euro-Zone brechen ein, auch die USA bekommen das andauernde Krisenszenario in der alten Welt zu spüren.

Mit dem sukzessiven Absturz europäischer Wirtschaften werden die Exporte der Vereinigten Staaten in den Euro-Raum stark belastet. In den letzten Monaten äußerte sich US- Präsident Obama immer wieder kritisch zu Europa. Obama hat Angst, dass das auf ihn zurückfällt. Es könnte ihn die Wiederwahl kosten.

Mitt Romney sagt: „Die europäische Krise ist hausgemacht“

Auch Obamas Konkurrent Mitt Romney nutzt jede Gelegenheit, auf diesem Gebiet Profil zu gewinnen. Zwar ist er noch nicht Präsident, hat aber schon klar Stellung bezogen: Finanzhilfen für europäische Banken wird es unter seiner Führung nicht geben.

Europa habe die Ressourcen, um mit seiner Krise selbst fertig zu werden, diese müssten jedoch entsprechend genutzt werden. Die Staatsschuldenkrise sei bereits so komplex, dass niemand ernsthaft von den USA erwarten dürfe, dass man das Scheckheft zücke, um strauchelnde europäische Banken zu retten.

Wer also hofft, der große Bruder in Übersee würde uns hier in Europa aus dem Schneider helfen, wenn sich die Krise weiter verschärft und damit die Weltwirtschaft verstärkt in Mitleidenschaft gezogen wird, ist auf dem falschen Dampfer.

Die USA gefallen sich zwar schon immer in der Rolle der Weltpolizisten, aber wenn`s ans Eingemachte geht ist man jenseits des großen Teichs zurückhaltend.

Das Vertrauen in die Alte Welt ist weg, und das hat sich Europa selbst auf die Fahnen zu schreiben. Wir haben es mit einem Desaster gigantischen Ausmaßes zu tun, und eine Lösung kann es nicht sein, sich, wie bisher, von Augenwischerei und Gefühlsduselein leiten zu lassen. So wird der Euro ein Ende nehmen, und zwar ohne fremde Hilfe.

19. Juni 2012
von
gunter_hannich
Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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