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Kommt die nächste Krise? Berichtsaison startet enttäuschend

Der Aluminiumkonzern Alcoa eröffnete nach dem gestrigen Börsenschluss die aktuelle Berichtssaison und präsentierte als erstes großes US-Unternehmen seine Zahlen zum vergangenen Quartal.

Doch die vielen eher enttäuschend aus: Die niedrigen Preise für Aluminium bereiten dem Branchenriesen Probleme. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal von 195 auf 16 Mio. Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie sank von 28 Cent im ersten Quartal 2015 auf nun 7 Cent – Analysten hatten sogar einen Rückgang auf 2 Cent befürchtet.

Dafür ging aber der Umsatz deutlich stärker als erwartet zurück: um rund 15 Prozent auf 4,95 Mrd. Dollar. Alcoa nannte als einen der Hauptgründe die Währungseffekte aufgrund des deutlich stärkeren Dollars. Zudem lastet aber vor allem die lahmende Bauaktivität in China auf dem Unternehmenserfolg.


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Kurs gibt nach

Nachdem die Alcoa-Aktie gestern an der New Yorker Börse um fast 4 Prozent zulegen konnte, büßte sie diese Gewinne nach der Zahlenbekanntgabe im nachbörslichen Handel wieder fast komplett ein.

Die Anleger zeigten sich also enttäuscht – ihre Hoffnung liegt nun auf der geplanten Aufspaltung des Unternehmens: Im zweiten Halbjahr 2016 soll die klassische Herstellung von Rohmaterialien von dem Geschäft mit technologisch anspruchsvolleren Produkten getrennt. Dieses soll künftig unter dem Namen Arconic firmieren. Bei Alcoa läuft dann das traditionelle Geschäft weiter.

Zwar verwies der deutsche Konzernchef Klaus Kleinfeld darauf, dass alle künftigen Arconic-Bereiche profitabler geworden seien – vor allem der Auto-Bereich und der Flugzeugbau. Doch auch hier rechnet er aufgrund der schwächeren Nachfrage mit weiter zurückgehenden Umsätzen.

Der angekündigte Stellen-Kahlschlag lässt für die Zukunft jedenfalls nichts Positives erwarten: Im ersten Quartal strich Kleinfeld in den Arconic-Segmenten bereits 600 Arbeitsplätze. Nun soll der Abbau von 400 folgen und der von weiteren 1.000 wird wohl erwogen.

Nun sind die Banken dran

Zwar sind sich die Marktbeobachter darüber einig, dass die nun folgenden Quartalsberichte besser als der von Alcoa ausfallen werden. Doch Analysten von Factset Research prognostizieren, dass die Unternehmen aus dem US-Index S&P-500 einen im Schnitt 9,1 Prozent geringeren Gewinn als im Vorjahreszeitraum berichten werden.

Fallen die Gewinne tatsächlich weiter, wäre dies bereits das dritte Quartal in Folge mit einer negativen Entwicklung. In den kommenden Tagen legen unter anderem die US-Banken Bank of America, Citigroup sowie JPMorgan ihre Zahlen vor, bevor dann im Laufe des Monats sukzessive alle Schwergewichte in die Öffentlichkeit treten.

Klar ist also: Es bleibt spannend an der Börse. Rückläufige Gewinne der US-Unternehmen werden erwartet – fallen diese nicht ganz so dramatisch aus, ist sogar mit einer positiven Börsenentwicklung zu rechnen.

12. April 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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