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Konsolidierung in der Glücksspielbranche setzt sich fort

Nun wird es doch noch spannend in der Glücksspielbranche. Nach monatelangen Gerüchten hat die Wettfirma GVC jetzt eine Übernahmeofferte für Bwin.Party auf den Tisch gelegt.

Immer wieder gab es Gerüchte rund um den Wettkonzern. Denn bereits im vergangenen Jahr hat sich der nach eigenen Angaben größte Online Sportwettenanbieter selbst zum Verkauf gestellt.

Was lange währt….

Bereits letzten Sommer gab es erste Übernahmegerüchte. Im November wurde es konkreter – sowohl Amaya als auch Playtech wurde Interesse an Bwin.Party nachgesagt.

Damals machte ein potenzieller Kaufpreis von bis zu 1,5 Mrd. Pfund die Runde. Im Mai dieses Jahres wurde es dann richtig spannend. Denn nun stieg ganz offiziell noch der britische Online-Glückspielanbieter 888 Holdings in die Verhandlungen mit ein.

Jetzt gipfelt das Übernahmekasino in einem konkreten Angebot. Die deutlich kleinere Online-Wettfirma GVC bietet im Konsortium mit Amaya aus Kanada 110 Pence je Aktie. Damit wird Bwin.Party mit umgerechnet 906,5 Mio. Pfund bewertet.


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Dabei soll die Offerte teils aus Aktien teils aus Cash bestehen. Die genaue Struktur des Deals ist noch nicht beschlossen. Allerdings wurden die Verhandlungen mit den beiden Bietern als exklusiv bezeichnet.

Aktienkurs deutlich unter Übernahmepreis

Der Aktienkurs von Bwin.Party stieg nach der Meldung leicht auf 100,80 Pence und notiert damit weiterhin knapp 10% unter der Übernahmeofferte. Auch wenn die Aktie im Vorfeld bereits seit Mitte April um 20% angezogen hat, ist die längerfristige Kursentwicklung enttäuschend.

Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 15% auf der Uhr, auf Sicht der letzten 5 Jahre summieren sich die Verluste auf über 50%.

Bwin.Party kämpft mit schrumpfenden Onlinepokergeschäft

Seit dem Zusammenschluss des Unternehmens mit bwin in 2011 kam der Wettanbieter nicht mehr richtig in Fahrt. Zuletzt belastete insbesondere das schwache Pokergeschäft in Europa. Das Management versucht es mit Sparmaßnahmen. In diesem Jahr sollen die Kosten um 15 Mio. Euro runtergefahren werden.

Konzernführung sieht Ziele dennoch in Reichweite

Mit dem letzten Trading Update zeigte sich der Vorstand zuversichtlich für den Rest des Jahres. Insbesondere der Mobile-Bereich zeigte sich mit einem starken Zuwachs. Das Volumen im Sportbereich lag über dem Vorjahr, obwohl es im Jahr zuvor die Weltmeisterschaft gab.

Das Casino und Bingo-Geschäft entwickelte sich gerade stabil. Im Pokerbereich konnte wieder etwas Boden gut gemacht werden. Die Verkäufe von Non-Core-Assets brachten mittlerweile 36 Mio. Euro ein und liegen somit innerhalb der prognostizierten Range von 30 bis 50 Mio. Euro.

Gegenwind durch neue Steuerregelungen

Sie müssen wissen, dass die Branche derzeit mit einigen neuen Regularien kämpft. Die eingeführte POC (Point of Consumption) Steuer führt beispielsweise dazu, das pauschal 15% der Bruttogewinne als Steuer beim Wettanbieter abgezogen werden.

Zudem findet seit 01. Januar 2015 die Mehrwertsteuer des Landes Anwendung, wo sich der Kunde befindet. In der Vergangenheit wurde der Steuersatz des Wettanbieters genommen. Da die Gesellschaften ihren Sitz oft in Niedrigsteuerländern haben, blieb unterm Strich mehr übrig.

Bieter GVC kämpft selbst mit Problemen

Der deutlich kleinere Bieter GVC erzielt die Hälfte seiner Erlöse im Sportwettenbereich. Mit 700 Mitarbeitern lag der Umsatz in 2014 bei 224,8 Mio. Euro. Dabei hat GVC derzeit insbesondere in Griechenland zu kämpfen.

Dort leidet die Firma unter den Kapitalverkehrskontrollen, die durch die Regierung beschlossen wurden. Derzeit dürfen die Griechen lediglich 60 Euro am Tag abheben. Das drückt die Spiellaune.

Derzeit scheinen die Anleger nicht so recht an eine Erhöhung des Angebots zu glauben. Da die Verhandlungen exklusiv sind, dürfte auch ein Alternativangebot erstmal auf sich warten lassen.

10. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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