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Krise? DAX-Schwergewicht tritt (noch) auf der Stelle

Enttäuschende Nachrichten von Daimler:

Der Autobauer berichtete heute, dass das schwächelnde Lastwagen-Geschäft die diesjährigen Geschäftszahlen stärker belastet, als bisher angenommen.

Immerhin macht der Konzern 1/5 seiner Umsätze mit Lastwagen.

Daimler hatte bereits im Frühjahr v. a. aufgrund der Probleme in Nordamerika die Prognose für seine LKW-Sparte revidiert.

Nach einem erneuten Einbruch wurden nun sogar die Absatz- und Umsatz-Planung für den gesamten Konzern heruntergeschraubt.


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Die beruhigende Nachricht für alle Daimler-Aktionäre: Das PKW-Geschäft läuft weiterhin gut; hier sind die Stuttgarter optimistisch, dass sie ihre gesteckten Ziele erreichen.

Umsatz verharrt auf Vorjahres-Niveau

Bislang hatte Daimler für das Gesamtjahr 2016 mit einem leichten Umsatz-Wachstum gerechnet.

Heute berichtete der Konzern, dass er nur noch mit Erlösen „in der Größenordnung“ des Vorjahres rechnet – da beliefen sie sich auf rund 150 Mrd. €.

Bei den Absatz-Zahlen sieht es kaum besser aus: Der gesamte Fahrzeug-Absatz von Lastwagen und Autos soll ganz leicht über dem Wert von 2016 liegen.

Aber – und am Ende ist dies die relevanteste Kennziffer – immerhin halten die Schwaben an ihrer Gewinn-Prognose fest.

Der operative Gewinn soll im Vergleich zum Vorjahr leicht auf über 14 Mrd. € steigen. Und die Zahlen aus dem 3. Quartal belegen, dass sich Daimler in dieser Hinsicht auf einem guten Weg befindet.

Unterm Strich erzielte der Konzern zwischen Juli und September mit 2,7 Mrd. € einen um rund 13% höheren Gewinn als im Vorjahres-Quartal.

12% höherer Pkw-Absatz

Auch daran trägt das florierende PKW-Geschäft den Hauptanteil. Das DAX-Schwergewicht verkaufte in den ersten 9 Monaten des Jahres 1,6 Mio. Autos – 12% mehr als im Vorjahr.

Besonders SUVs und die neue E-Klasse sorgten für eine Umsatzrendite (Anteil vom operativen Gewinn an den Erlösen) in Höhe von 11,8%.

Analysten erwarten nun, dass Daimler bei diesem Ziel seine größten Wettbewerber Audi und BMW im 3. Quartal erneut ausgestochen haben.

Zum Schluss ein Blick auf die Fundamentaldaten:

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 7 belegt die weiterhin niedrige Bewertung. Die Dividendenrendite von 5,07% ist hingegen fast unschlagbar hoch.

21. Oktober 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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