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Krisengewinner Nr. 1 ist Norilsk Nickel, Verlierer weiterhin Vale

Norilsk Nickel trotzte den widrigen Marktbedingungen mit hohen Gewinn-Margen.

Im Geschäftsjahr 2015 lag der Nettogewinn mit 1,7 Mrd. $ trotz fallender Rohstoff-Preise und Sonderaufwendungen nur 13% unter dem Vorjahreswert.

Bereinigt um zahlungsunwirksame Sonderfaktoren betrug der Gewinn 3,2 Mrd. $, was einer sehr guten Marge von rund 38% entsprach. Damit blieb Norilsk Nickel hochprofitabel.

Nach Schätzungen des Unternehmens erwirtschaften derzeit rund 70% der Nickel-Produzenten Verluste. Eine Marktbereinigung scheint damit nur eine Frage der Zeit zu sein.

Davon dürfte Norilsk Nickel als Kostenführer überdurchschnittlich profitieren. Der niedrige Ölpreis und der fallende Rubel ließen die Produktions-Kosten in US-Dollar zuletzt weiter sinken, was den Wettbewerbs-Vorsprung erhöht.

Für Norilsk Nickel spricht auch die aktionärsfreundliche Ausschüttungs-Politik

Das Unternehmen will je nach Geschäftslage 30 bis 60% des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ausschütten. Mit einer branchenweit herausragenden EBITDA-Marge von 50% könnten demnach 15 bis 30% des Umsatzes ausgeschüttet werden.


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Im laufenden Jahr sollen die Ausschüttungen mindestens 1,3 Mrd. $ betragen, was einer Dividendenrendite von mehr als 6% entspricht. Mit der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Dividende kann das Eigenkapital voraussichtlich wieder gestärkt werden.

Wir sehen Norilsk Nickel gut positioniert, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen und von einer langfristigen Erholung der Rohstoff-Preise zu profitieren.

Unternehmens-Porträt

Norilsk Nickel ist der größte Bunt- und Edelmetall-Konzern Russlands und weltweit der größte Palladium- und Nickel-Produzent. Neben den Haupterzeugnissen Nickel und Palladium ist der Konzern führend in der Platin- und Kupfer-Produktion.

Ferner befinden sich im Produkt-Portfolio eine Reihe von Nebenprodukten, u. a. Kobalt, Rhodium, Silber, Gold, Tellur, Selen, Iridium und Ruthenium.

Vale verbuchte im Geschäftsjahr 2015 einen Rekordverlust von 12,1 Mrd. $

Neben den fallenden Einnahmen bei Eisenerz und Nickel führten Sondereffekte zu dem hohen Verlust. Aufgrund des Preisverfalls bei Rohstoffen mussten einige Projekte abgeschrieben werden.

Zudem führte die Abwertung der brasilianischen Währung zu Buchverlusten bei der Umrechnung von Aktiva und Passiva. Vor Sonderfaktoren schrieb Vale einen Verlust von 1,7 Mrd. $, verglichen mit einem bereinigten Gewinn von 4,4 Mrd. $ im Vorjahr.

Das Eigenkapital wurde durch den Milliarden-Verlust in Mitleidenschaft gezogen

Weiteres Ungemach droht durch Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Dammbruch bei einer Eisenerzmine in Brasilien (vgl. Studie von Dezember 2015).

Wie Vale kürzlich mitteilte, wurde eine Zivilklage gegen Vale und BHP Billiton mit einem Streitwert von umgerechnet rund 43 Mrd. $ erhoben. Keine 2 Wochen später meldete Vale eine weitere Zivilklage in Milliardenhöhe.

Besorgniserregend ist auch die jüngste Entwicklung des Cashflows: Die Sachinvestitionen konnten 2015 nur noch in etwa zur Hälfte aus dem Cashflow finanziert werden.

Um die Finanzen wieder zu stärken, forciert Vale den Verkauf von Beteiligungen. Angeblich wird sogar der Verkauf von Teilen des Kerngeschäfts sondiert.

Vor diesem Hintergrund dürfte die jüngste Erholung der Rohstoff-Preise und der brasilianischen Währung in den Hintergrund treten. Aus unserer Sicht scheinen die Risiken die Chancen weiterhin klar zu überwiegen.

Unternehmens-Porträt

Vale (ehemals CVRD Companhia Vale do Rio Doce) gehört zu den größten Bergbau-Unternehmen der Welt.

Eisenerz und seit 2006 Nickel sind die beiden Haupterzeugnisse im Produkt-Portfolio. Weitere Sparten sind Kupfer, Mangan, Bauxit, Edelmetalle, Kobalt, Kaolin, Pottasche und anderes.

Zusätzlich unterhält der Konzern eine logistische Infrastruktur in Brasilien, einschließlich Eisenbahnen und Seehäfen, die in den Bergwerks-Betrieb integriert sind.

8. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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