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Krones: Profitables Wachstum in schwierigem Branchenumfeld

Angesichts der vielen politischen Krisen wird es dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau in diesem Jahr schwerfallen, sein Wachstumsziel von 3% zu erreichen.

Krones ist aber davon überzeugt, dass sich der Teilbereich Nahrungs- und Verpackungsmaschinen besser entwickeln wird als die gesamte Branche. Gestützt wird diese Auffassung von der hervorragenden Stimmung auf der weltweit größten Fachmesse interpack 2014 im Mai.

Die Messeteilnehmer sprachen von einer hohen Investitionsbereitschaft und waren von den vielen, zum Teil völlig spontan erfolgten Geschäftsabschlüssen überrascht. Dies belegt: Maschinen und Anlagen „Made in Germany“ haben immer noch einen exzellenten Ruf.

Krones erfüllt die 3-Filter-Kriterien

Der Spezialmaschinenbauer erfüllt die Kriterien der 3-Filter-Strategie nach James O’Shaughnessy:

1. Krones wird in diesem Jahr zum 3. Mal in Folge den Gewinn steigern.

2. Bei einem für 2014 erwarteten Umsatz von 2,95 Mrd. € errechnet sich ein KUV von 0,7.

3. Die Aktie entwickelt sich seit 12 Monaten wieder besser als der Vergleichsindex MDAX.


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2014 wird erneut ein Rekordjahr

Schaut man auf die Zahlen der letzten 25 Jahre, erkennt man, wie erfolgreich das Geschäftsmodell von Krones ist. Nur einmal, im Krisenjahr 2009, gab es einen Verlust. Zwischen 1999 und 2008 wurden Umsatz und Gewinn sogar kontinuierlich gesteigert.

Nach der Finanzkrise schaffte Krones schnell den Turnaround und ist seit 2011 wieder auf profitablem Wachstumskurs. Das laufende Jahr wird der Konzern erneut mit Rekordergebnissen abschließen.

Schon die Halbjahreszahlen lagen dank einer Wachstumsbeschleunigung im 2. Quartal über den Markterwartungen. Der Umsatz stieg um 4,2% auf 1,44 Mrd. €, der Gewinn um 12,2% auf 62,4 Mio. €, der Auftragseingang um 5,7% auf 1,46 Mrd. € und der Auftragsbestand um 1,4% auf 1,02 Mrd. €.

Die Vorsteuermarge verbesserte sich von 5,8 auf 6,2%. Wachstumstreiber waren die Schwellenländer Asiens, Afrikas und Südamerikas. Und für die Verbesserung der Rentabilität zeichnete das Sparund Strategie-Programm „Value“ verantwortlich, denn an der Preisfront gab es noch keine Entspannung.

Jahresprognose zu konservativ

Trotz des starken Zahlenwerks hat Krones seine Jahresprognose nur bestätigt: Ein Umsatzwachstum von 4% und eine Verbesserung der Vorsteuermarge von 6 auf 6,2%. Das Management begründete seine Vorsicht mit dem anhaltenden Preisdruck in der Branche.

Wir halten die Ziele aus mehreren Gründen für zu konservativ. 4% Wachstum würde ja bedeuten, dass sich die Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte, die traditionell auch noch die stärkere ist, abschwächen wird. Dafür gibt es aber keine Anzeichen. Die Auftragslage spricht vielmehr für ein höheres Umsatzwachstum. Die Kapazitäten sind jedenfalls bis Jahresende ausgelastet.

Hinzu kommt: Die Sanktionen gegen Russland haben sich noch nicht ausgewirkt. Im Gegenteil: Die Nachfrage ist weiterhin stabil. Im 1. Halbjahr stieg der Umsatz um 61% auf 70,6 Mio. €.

Profitabler mit Value

Und was die Verbesserung der Rentabilität betrifft, sind wir ebenfalls optimistischer. Denn das Value-Programm zeigt bereits Wirkung. Vor allem die sukzessive Umstellung der Maschinenproduktion auf Modulbauweise zahlt sich aus.

Krones stellt immer mehr baugleiche Teile her, die in unterschiedlichen Anlagesystemen zum Einsatz kommen. Das spart Kosten. Zudem hat Krones seine beiden Sorgenkinder KOSME und Prozesstechnik im Griff. Die Prozesstechnik schreibt schon wieder schwarze Zahlen und KOSME meldete nur noch einen operativen Verlust von 0,5 Mio. €.

Mit der Aufgabe der Pack-und Palettiertechnik am italienischen Standort, die leider auch mit Stellenabbau verbunden ist, soll bis Jahresende der Break-even erreicht werden. Die Tochter wird sich künftig nur noch auf die Abfüll- und Etikettiertechnik konzentrieren. Die Restrukturierungskosten von 5 bis 7 Mio. € sind kein Problem. Denn Krones kann Rückstellungen in Höhe von 5 Mio. € für einen Rechtsstreit auflösen.

Langfristig hohes Wachstumspotenzial

2015 sollte es weiter aufwärts gehen. Zum einen werden die Maßnahmen zur Kostenoptimierung bei KOSME ihre volle Wirkung entfalten, zum anderen werden sich die margenstarken Service-Umsätze erhöhen. Daneben wird der Ausbau der Präsenz in den Schwellenländern die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beflügeln. In den entwickelten Ländern darf Krones mit stabilen Geschäften rechnen.

Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass Krones die langfristig angepeilte Vorsteuermarge von 7% schon im nächsten Jahr erreichen kann. Die langfristigen Wachstumstreiber sind die steigende Weltbevölkerung und damit einhergehend die steigende Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln.

Fazit

Krones ist ein finanziell gesundes und gut geführtes Familienunternehmen. Gerade die Restrukturierung der Tochter KOSME zeigt, dass das Management Probleme offensiv angeht, um die Profitabilität des ganzen Konzerns zu verbessern. Krones hat keine Bankschulden, die Eigenkapitalquote liegt bei 43% und die Nettoliquidität stieg im Jahresvergleich um 28,6% auf 157,2 Mio. €.

Nicht zuletzt spricht für Krones die starke Marktposition mit einem breiten Produkt- und Dienstleistungsangebot. Den hohen Preisdruck, der Krones angesichts der starken Konkurrenz durch Unternehmen wie GEA Group oder KHS schon seit Jahren begleitet, hat das Management im Griff. Das beweisen die Ergebnisse der Vergangenheit.

24. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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