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K+S Übernahmekrimi: Welche Chancen die Aktie noch bietet

Seit einigen Wochen verzeichnet die Aktie von K+S die größten Kursausschläge. Der Hintergrund: Ein Übernahmeangebot des kanadischen Konkurrenten Potash Corporation of Saskatchewan, kurz Potash.

Umgerechnet rund 41 Euro je Aktie haben die Kanadier geboten – und das zu einem Zeitpunkt, als der Kurs bei gerade einmal knapp unter 30 Euro stand. Insgesamt summiert sich das Angebot auf 7,9 Milliarden Euro, zuzüglich der 1,8 Milliarden Euro Nettoschulden von K+S, die Potash ebenfalls übernehmen wollte.

Doch die Geschäftsführung des Kasseler Dax-Konzerns hat abgelehnt. Sie hält das Angebot für zu niedrig.

Luft nach oben

Auch Anleger und Analysten sehen noch Luft nach oben. Der Aktienkurs machte im Zuge der Offerte einen gewaltigen Sprung und notierte kurzzeitig oberhalb der 40-Euro-Marke. Trotz leichter Gewinnmitnahmen konnte zudem ein Großteil der Gewinne bislang gehalten werden, zuletzt war die Aktie für gut 37 Euro zu haben.


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2015-07-17 K+S

Im Zuge des Übernahmepokers wurden nun auch die Kursziele von vielen Analysten nach oben korrigiert. Viele sehen das Papier bei 40 bis 46 Euro fair bewertet, eine Einzelstudie der equinet AG geht sogar von bis zu 55 Euro aus.

Es gibt allerdings auch gegenteilige Einschätzungen. So sehen etwa die US-Großbanken JP Morgan oder Citigroup eher Abwärtstendenzen. Sie setzten das Kursziel bei nur 33 beziehungsweise 26 Euro an und raten zum Verkauf.

Damit sind sie allerdings in der Minderheit. Die meisten Studien aus dem laufenden Monat halten das aktuelle Kursniveau für fair und empfehlen, die Aktie entweder zu halten oder aufzustocken.

Übernahme wird wohl kommen

Insgesamt dürften Anleger von dem Übernahmepoker profitieren. Beobachter sind einhellig der Auffassung, dass es zu einem Zusammenschluss kommen wird. Als Voraussetzung hierfür müsste Potash allerdings das Angebot wohl etwas nachbessern – und Standortgarantien abgeben, denn seitens der betroffenen Bundesländer wurden bereits Sorgen um den Erhalt deutscher Arbeitsplätze laut.

Sollte sich das Management des Dax-Unternehmens weiterhin sträuben, ist vermutlich auch eine feindliche Übernahme nicht ausgeschlossen. K+S kann sich kaum dagegen wehren, da der Streubesitzanteil bei 85 Prozent liegt und die größten Anteilseigner gerade einmal knapp 4 beziehungsweise 5 Prozent der Aktien halten.

Denkbar wäre auch, dass sich weitere Bieter in die Verhandlungen einschalten und Potash den Deal vor der Nase wegschnappen.

Wenige „Big Player“ kontrollieren den Markt

K+S gilt als fünftgrößtes Unternehmen in der Salz- und Kalibranche, die von wenigen Playern aus Nordamerika und dem russischen Raum dominiert wird. Durch die bevorstehende Übernahme wird es in der Branche nun zu einer noch stärkeren Konzentration kommen.

Für größere Turbulenzen in der gesamten Branche hatte 2013 der Bruch zwischen Uralkali und Belaruskali, die zuvor rund 40 Prozent des Marktes kontrolliert hatten. In der Folge sanken die Kalipreise und auch die Aktien der Branchengrößen – inklusive K+S – gingen in den Sturzflug. Innerhalb kurzer Zeit halbierte sich seinerzeit der Wert des Papiers und fiel deutlich unter 20 Euro.

Insofern handelt die Konzernführung gerade durchaus im Sinne der Anleger, indem sie versucht, einen noch besseren Preis herauszuschlagen.

19. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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