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K+S kämpft mit Problemen: Das müssen Sie wissen

Es ist ein ganzer Schwung an schlechten Nachrichten, den Anleger des Düngemittel-Herstellers K+S zuletzt verkraften mussten. Die Zahlen entwickeln sich katastrophal:

Im 1. Halbjahr ging der Umsatz des Kali- und Salz-Produzenten um 20% zurück auf 1,8 Mrd. €.

Der Betriebs-Gewinn brach im gleichen Zeitraum um mehr als die Hälfte ein: Hier verzeichnet K+S einen Rückgang um satte 53% auf 233 Mio. €.

Q2: Ein Desaster

V. a. das 2. Quartal lief desaströs: Der Gewinn vor Zinsen und Steuern hatte im Vorjahres-Zeitraum noch bei 180 Mio. €o gelegen – nun blieben gerade einmal 10 Mio. übrig.

Das beeinträchtigt auch die Jahres-Prognose, die seitens des Konzerns auf gerade einmal 200 – 300 Mio. € beziffert wird. 2015 lag der Wert noch bei 782 Mio. €.

Das liegt nicht zuletzt an den rapide gesunkenen Preisen, die auf dem Weltmarkt derzeit für Kali erzielt werden. Vor 3 Jahren wurden pro Tonne noch rund 400 US-Dollar fällig, inzwischen sind es weniger als 250 Dollar.


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Konkurrenten wie der kanadische Konzern Potash leiden ebenfalls unter der Entwicklung, auch Potash stieß seine Anleger zuletzt mit einer Gewinn-Warnung vor den Kopf.

Darüber hinaus lief für K+S auch das Salzgeschäft schleppend: Aufgrund des milden Winters fiel die Nachfrage nach Streusalz vergleichsweise gering aus.

Doch das allein erklärt noch nicht das ganze Ausmaß der Misere bei K+S. Die Ursachen hierfür sind vielfältig – und teilweise hausgemacht:

Probleme in Hessen – und Kanada

So kämpft das Unternehmen seit geraumer Zeit mit Problemen hinsichtlich umweltrechtlicher Auflagen:

Es fehlt ein schlüssiges, tragfähiges Konzept zur Entsorgung von Produktions-Abfällen. Auch eine endgültige behördliche Genehmigung steht noch aus.

Bisher werden Salzabfälle im hessischen Boden vergraben, doch ob das auch künftig so weitergehen wird, ist ungewiss. Auch die Abwasser-Leitung in die Werra, über die Salz-Abwässer entsorgt werden, ist inzwischen reguliert und eingeschränkt.

Die Folge: Kurzarbeit am Standort Werra. 4.400 Beschäftigte sind betroffen, eine Werksschließung würde Milliarden-Kosten verursachen.

Und damit nicht genug: Probleme hat K+S auch bei seinem Hoffnungsträger-Projekt „Legacy“. Dabei geht es um die Erschließung einer neuen Kali-Mine in Kanada.

Rund 3 Mrd. € hat K+S bereits in das Projekt gepumpt, doch vor wenigen Wochen gab es einen Zwischenfall, bei dem zentrale Geräte beschädigt wurden.

Dadurch gerät der Zeitplan ins Wanken: Ursprünglich sollte die Mine noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden, nun scheint sich der Start um einige Monate nach hinten zu verschieben.

Anleger reagierten zuletzt erwartungsgemäß unzufrieden auf das umfassende Paket an Unsicherheiten, sie schickten die im MDax gelistete K+S Aktie auf Talfahrt.

Auf Jahressicht hat das Papier damit inzwischen rund die Hälfte seines Wertes eingebüßt – Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

19. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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