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K+S: Kurssturz aus dem Nichts. Was steckt dahinter?

Ein Kurssturz von bis zu 25% an einem Tag erlebt man im Rohstoff-Bereich häufiger. Gerade die kleinen Unternehmen aus Nordamerika mit Notierungen im Centbereich sind dafür bekannt.

Doch so einen massiven Absturz bei einem DAX-Wert mit einer Marktkapitalisierung von einigen Milliarden Euro ist extrem selten. K+S, der einzigen Rohstoffaktie im DAX, ist genau so etwas gestern passiert.

Und dabei geht es noch nicht einmal um schlechte Nachrichten aus dem Unternehmen. K+S leidet unter schlechten Nachrichten aus dem Umfeld des russischen Kalianbieters Uralkali.

Dieses Unternehmen steigt wohl aus einer Vertriebsorganisation mit dem weißrussischen Produzenten Belaruskali aus. Ziel ist es bei Uralkali, nun die Produkte über eine eigene Organisation zu vermarkten.

Als Rückschluss heißt es nun am Markt, dass Uralkali deutlich niedrigere Preise nehmen wird, die wohl bei weniger als 300 Dollar pro Tonne liegen sollen.


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Damit würden andere Mitbewerber mit einem hohen Anteil von hochpreisigen Minen in Europa stark unter Druck geraten. Zu diesen Firmen zählt wohl auch K+S.

Das ist der Auslöser für den massiven Kursrutsch. Und nach einigen Stunden der Ungewissheit veröffentlichte K+S dann auch eine kurze Pressemitteilung zum Thema.

Darin heißt es: „Die in der Presse kolportierten Preise für Kalidüngemittel sind für uns nicht nachvollziehbar und entsprechen aus unserer Sicht in keiner Weise der aktuellen Angebots- und Nachfragesituation.

Die positiven mittel- und langfristigen Trends im Kalidüngemittelgeschäft haben nach wie vor Bestand.“

Börse sieht nur negative Aspekte bei K+S – Reaktion völlig übertrieben

Mit dem gestrigen Absturz setzt sich der massive Abwärtstrend bei K+S weiter fort: Unter 20 Euro notierte die Aktie zuletzt im Jahr 2007. Das zeigt Ihnen schon ganz klar, wie sehr die Aktie unter Druck steht.

Innerhalb von nur 12 Monaten hat sich der Aktienkurs bei K+S halbiert. Im gleichen Zeitraum hat der deutsche Aktienmarkt gemessen am Leitindex DAX aber um 22% zugelegt. Das zeigt Ihnen die akute Schwäche bei K+S.

Die Aktie litt sicherlich auch unter eigenen negativen Meldungen: So wird das neue Legacy Projekt in Kanada später als geplant starten und dann auch noch teurer werden. Das hört sich für Investoren nicht gut an.

Doch auf die Details achtet auch kaum jemand: So soll das Projekt nun maximal 6 bis 8 Monate nach dem zunächst anvisierten Termin und somit im Sommer 2016 starten. Zudem sollen die Kosten um knapp 25% auf 4,1 Mrd. Dollar steigen.

Dies ist im aktuell angespannten Umfeld für Rohstofffirmen auch normal. Vor allem bleibt es dabei: das Legacy Projekt hat ein Minenleben von weit mehr als 25 Jahren und wird die Milliardeninvestitionen schon in wenigen Jahren verdient haben.

Zudem gewinnt K+S durch diese neue Mine auch einen wichtigen Standort in Nordamerika.

In ersten Reaktionen haben einige Analysten das „Kauf-Rating“ für die K+S Aktie bestätigt. Das gilt für die Nord LB wie auch für Independent Research. Immerhin ist bei beiden das Kursziel leicht gesunken.

Mehr Aufschluss über die weitere Entwicklung bei K+S werden sicherlich die Quartalszahlen bringen, die das Kasseler Unternehmen am 13. August vorstellen wird.

31. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.