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K+S: Kurzfristig riskant, langfristig attraktiv

Positive Vorgaben aus Asien und gute Konjunkturdaten aus Europa sorgten heute für Rückenwind am Aktienmarkt.

Der deutsche Leitindex DAX kletterte auf 8.415 Punkte. Zu den schwächeren DAX-Werten gehörte heute die K+S-Aktie.

Die Aktie des Kasseler Kali- und Salz-Produzenten K+S, über die ich hier im Schlussgong nach dem Absturz vor 2 Wochen sehr ausführlich berichtet hatte, stand heute erneut im Fokus.

Der Grund ist aber kein erneuter Absturz, sondern die Tatsache, dass K+S die Halbjahresbilanz vorgelegt hat.

Mehr zu den aktuellen Zahlen lesen Sie später. Zunächst möchte ich Ihnen zur Erinnerung noch einmal die Ursache für den jüngsten Kurssturz aufzeigen:

Die Ursachen für den Kurssturz bei K+S

Der russische Kali-Produzent Uralkali sorgte vor rund 2 Wochen für einen Paukenschlag. Das  Unternehmen hatte sich mit einem Partner aus Weißrussland zerstritten und ist in Folge dessen aus dem Kali-Kartell ausgestiegen.

Zum Hintergrund: Mehrere Kali-Gruppen, die rund 60 bis 70% des Weltmarktes beherrschen, haben in der Vergangenheit Fördermengen und die Preispolitik festgelegt. Uralkali will sich an diese Vereinbarungen nicht mehr halten.

Als Reaktion erwartet Uralkali, dass der Preis für Kali von rund 400 auf 300 US-Dollar je Tonne fallen wird. Um den Umsatz- und Gewinnschwund auszugleichen, will Uralkali die Produktion im Jahr 2014 von 10,5 auf 13 Millionen Tonnen ausbauen.


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Die Kombination aus fallenden Preisen und steigenden Fördermengen hat zu einer Schockreaktion am Aktienmarkt geführt. Zweistellige Milliardenbeträge lösten sich innerhalb kurzer Zeit in Luft auf.

Aktien aus der Kali-Branche verloren am Tag der Nachricht schlagartig 15 bis 30% und in den darauf folgenden Tagen ging die Talfahrt weiter. K+S verlor in der Spitze sogar rund 43% seines Börsenwertes.

Die Halbjahreszahlen von K+S

Das war die schwierige Ausgangslage vor Bekanntgabe der neuesten Zahlen. Heute hat K+S wie erwartet und eingangs schon vermeldet seine Halbjahreszahlen präsentiert.

Die Zahlen des zweiten Quartals boten keine Überraschungen. Der Ausblick fiel, wie ebenfalls erwartet und der aktuellen Unsicherheit am Kali-Markt geschuldet, wenig konkret aus.

K+S konnte seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 um 4 Prozent auf rund 2,15 Mrd. Euro steigern.

Dabei erzielte der Konzern ein operatives Ergebnis von 440,5 Mio. Euro. Das Ergebnis lag rund 6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Das bereinigte Konzernergebnis (EBIT) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 296,1 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie lag im ersten Halbjahr bei 1,55 Euro, während er im Vergleichszeitraum des Vorjahres 1,61 Euro erreichte.

Aktuelle Risiken und langfristiges Potenzial

Aktuell birgt die K+S-Aktie für Anleger sicherlich einige Risiken. Das größte Risiko ist, wie vor 2 Wochen schon ausführlich beschrieben, ein möglicher Absturz des Kalipreises pro Tonne auf unter 300 Dollar.

Bei einem solch niedrigen Kalipreis wäre K+S kaum mehr in der Lage, profitabel Kali zu fördern, da die derzeitigen Förderkosten von K+S bei knapp 300 Dollar pro Tonne liegen.

Auf der anderen Seite ist K+S aber auch Weltmarktführer im Bereich der Salzförderung und eine ständig weiter wachsende Bevölkerung und damit verbunden eine immer größere Nachfrage nach Lebensmitteln sollten auch im Düngemittelbereich (Kali) für eine Besserung sorgen.

Die zu erwartende Steigerung der Nachfrage nach Düngemitteln wird voraussichtlich dafür sorgen, dass ein eventuell kommender Kalipreis von unter 300 Dollar pro Tonne nur von kurzer Dauer sein wird.

K+S investiert aktuell in ein Milliardenprojekt in Kanada. Dabei handelt es sich um die Erschließung einer großen Kalimine. Von dort aus könnte K+S nach der Fertigstellung im Jahr 2016 den amerikanischen Markt mit Kali versorgen.

Derzeit sehen die Kritiker von K+S dieses Projekt aufgrund der hohen Investitionskosten mit großer Skepsis.

Sollte sich der Kalimarkt, wovon ich ausgehe, jedoch in absehbarer Zeit wieder beruhigen, wird dieses Projekt nicht nur äußerst profitabel sein, sondern auch zur Sicherung der aktuellen Stellung am Kalimarkt beitragen.

Fazit: Wer als Anleger mit guten Nerven bei Kursen zwischen 15 und 20 Euro einsteigt und 3 Jahre Zeit mitbringt (bis zur Eröffnung des Kanada-Projekts), dürfte mit der K+S-Aktie eine reiche Ernte einfahren.

13. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.