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K+S: Neue Hiobsbotschaft – nicht nur für den Chart-techniker

In dieser Woche sollten Sie sich auf einen schwankungsintensiven DAX einstellen.

Mit der Deutschen Bank, Fresenius, FMC, Linde, Infineon, VW, Bayer, HeidelbergCement, Siemens, Continental, Allianz und Lufthansa legen gleich 12 der 30 DAX-Unternehmen ihre Ergebnisse für das 2. Quartal 2013 vor.

Für einen überraschenden Kurssturz sorgt heute jedoch ein Unternehmen, das gar nicht zum Kreis dieser berichtenden Konzerne gehört: K+S.

Die Aktie verliert heute Vormittag gut -20%, nachdem der russische Kali-Gigant Uralkali aus seiner Vertriebsallianz mit der Belarusian Potash Company in Russland ausgestiegen ist.

Damit deutet Vieles auf weiter sinkende Kalipreise hin – eine neuerliche Hiobs-Botschaft für K+S.

Noch übler sieht es nun allerdings im Chart aus. Denn mit dem heutigen Kursrutsch wurde eine wichtige Unterstützung bei 26,28 Euro unterboten (gelber Kreis). Doch schauen Sie selbst auf den Chart:

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K+S: Aufstieg und Fall des Kali und Salz-Produzenten


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Aufstieg und Fall des Kali und Salz-Produzenten

Zurück zu unserer  Analyse.

Zwischen 2003 und 2008 war K+S die Überraschungsaktie schlechthin. Sie sehen es am Kursverlauf und konkret anhand der Legende auf der linken Chartseite: Von 3,82 Euro im Januar 2003 stieg der Kurs bis auf 90,92 Euro im Juni 2008!

In jenen Jahren war es eben dieser geradezu wahnwitzig angestiegene Kalipreis, der den Höhenflug von K+S befeuerte und zur Aufnahme des Titels in den DAX führte.

Doch vom einstigen Glanz ist der Aktie in den vergangenen Jahren wenig geblieben. bereits das 50-Wochen-Momentum zeigt, dass in dem Wert in den vergangenen 5 Jahren wenig Schwung und Dynamik war: Der Indikator bewegte sich weit überwiegend im negativen Bereich.

Noch krasser ist das On-Balance-Volumen (OBV). Dieser Indikator verknüpft die täglichen Kursveränderungen mit den dazugehörigen Umsätzen und kumuliert die sich so ergebenden Resultate.

Somit zeigt ein ansteigendes OBV, dass Geld in den Markt hinein fließt. Ein fallender Indikator signalisiert heraus fließende Liquidität.

Da vor allem die Großanleger die Märkte „bewegen“, lässt sich mit Hilfe des OBV sehr gut deren Verhalten nachvollziehen. Und der Indikator ist da unmissverständlich: Seit 2008 bewegt er sich tendenziell abwärts und markiert immer neue Tiefstände.

Das bedeutet nichts anderes als: K+S-Bestände werden stetig aus den Depots der Großanleger „entsorgt“.

Fazit:

Schon seit September 2008 gibt es eigentlich keinen Grund mehr, in K+S investiert zu sein. Auf den völlig überzogenen Kursanstieg bis ins Jahr 2008 folgte in wenigen Monaten der gnadenlose Abstieg von knapp 91 Euro auf nur noch 26 Euro.

Seither bewegt sich der Kurs überwiegend seitwärts mit Tendenz Richtung Süden.

Der heutige Kursrutsch – sollte er am Ende der Woche noch Bestand haben (es handelt sich ja um einen Wochenchart, der ganz rechts erst die Kursentwicklung bis heute enthält) – ist aus Sicht der Charttechnik ein massives Verkaufssignal.

Da mir natürlich die Umsätze von heute noch nicht vorliegen, fehlen diese ebenfalls im OBV. Hier droht zum Ende der Woche also auch noch ein weiterer Rückgang.

Aktuell gibt es mithin keinen Grund, bei K+S auf „Schnäppchenjagd“ zu gehen.

30. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.