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Küchen-Spezialist Alno: Insolvenz mit Nebenkriegsschauplätzen

Vor 2 Monaten habe ich Ihnen an dieser Stelle über den Insolvenz-Antrag des deutschen Küchen-Herstellers Alno berichtet.

Damals hatte Alno zur zuvor einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt.

Das bedeutet: Es wird ein sogenannter Sachverwalter hinzugezogen, der lediglich eine Überwachungs-Funktion hat.

Das Management des Unternehmens führt die Sanierung selbst operativ durch.

Doch inzwischen hat Alno eine Regel-Insolvenz beantragt. In dieser führt ein Insolvenz-Verwalter im Auftrag des Gerichts die operativen Geschäfte.

Also nichts mehr mit Eigenverwaltung! Nun führt Insolvenz-Verwalter Martin Hörmann die Geschäfte bei Alno.

Doch wie kam es zur Insolvenz von Alno und wie geht es weiter? Diese Punkte möchte ich jetzt versuchen für Sie zu klären:

Alno hat seit Jahren mit großen Problemen zu kämpfen

Trotz boomender Baukonjunktur schafft es Alno seit Jahren nicht schwarze Zahlen zu schreiben.


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Darüber hinaus ist das Unternehmen hochverschuldet und seit einiger Zeit auch noch Spielball von Investoren.

Seit dem Jahr 2000 hat der Konzern immer wieder mit Problemen zu kämpfen (anfangs wegen massiver Überkapazitäten).

Infolgedessen musste dieser zudem diverse Restrukturierungs-Programme durchführen.

Im Jahr 2011, als sich Alno nach einer gescheiterten Kapital-Erhöhung in massiver Schieflage befand, rettete der Schweizer Max Müller die Firma zusammen mit einer Investorengruppe.

Meiner Meinung nach war die Übernahme des Vorsitzes von Alno durch Müller nicht unbedingt positiv für das Unternehmen.

Denn wirtschaftlich ging es in dieser Zeit weiter bergab.

Alno hätte meiner Ansicht nach u. a. in die Automatisierung seiner veralteten Werke investieren müssen, tat dies aber nicht.

Vor einiger Zeit stieg dann die bosnische Unternehmer-Familie Hastor bei Alno ein und baute ihren Anteil in der Folge aus.

Aktuell gibt es einen großen Streit zwischen den Vertretern der Familie Hastor und dem ehemaligen Management von Alno.

Daraus könnten sich noch rechtliche Konsequenzen ergeben.

Ein weiterer Nebenkriegsschauplatz, mit dem sich Insolvenz-Verwalter Hörmann, den ich um seinen Job derzeit wahrlich nicht beneide, beschäftigen muss.

Insolvenz kam nicht unerwartet

Nachdem Alno Ende Juni die Veröffentlichung des Jahres-abschlusses für das Geschäftsjahr 2016 und die Hauptversammlung deutlich nach hinten verschoben hatte, kommt die Insolvenz jetzt nicht ganz unerwartet.

Darüber hinaus teilte der Betrieb mit, dass der Umsatz in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr um 6,8% gefallen ist.

Auch teilte Alno mit, im 1. Halbjahr 2017 vor Steuern einen Verlust in Höhe von 28,5 Mio. € erwirtschaftet zu haben.

Die Alno-Aktie stürzte nach der Insolvenz-Ankündigung deutlich ab. Allerdings notierte das Papier schon vor dieser Nachricht im Centbereich.

Fazit

Das Beispiel Alno zeigt Ihnen: Auch im deutschen Mittelstand gibt es Verlierer.

Die aktive Aktien-Auswahl ist im Nebenwerte-Segment fast noch wichtiger als bei den großen DAX-Standard-Aktien.

13. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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