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Kündigung Fitnessstudio: Umzug ist Grund genug

Kündigung des Fitnessstudio: Umzug nach Urteilsspruchs Grund genug

Die Fitness-Welle in Deutschland rollt. Mehr als 1 Million Fitnessbegeisterte haben Verträge in Fitnessstudios unterschrieben. Nicht jeder möchte bleiben, eine Kündigung scheint aussichtslos. Denn: die Verträge sind oft ein bis drei Jahre wirksam, Studios zeigen sich sperrig. Eine gute Nachricht haben wir dennoch für Sie.

Bei einem Umzug in eine andere Stadt ist ein Vertrag mit einem Fitnessstudio kündbar, da es sich bei einem Vertrag mit einem Studio um ein Dauerschuldverhältnis handelt – wenn ein wichtiger Grund wie beispielsweise ein Umzug vorliegt, dann kann dieser Vertrag also problemlos gekündigt werden.

Dies hat das Amtsgericht München entschieden und damit die Zivilklage eines Fitnessstudio-Betreibers abgewiesen, der mittels einer Zivilklage ein Mitglied zu weiteren Zahlungen bewegen wollte.

Kündigung des Fitnessstudio: Umzug als gerichtlicher Streitpunkt

In dem vorliegenden Fall hatte eine Frau einen Mitgliedsvertrag über einen Zeitraum von zwei Jahren unterschrieben. Allerdings wurde ihr Ehemann nach knapp 8 Monaten nach Wien versetzt, sodass das Paar umziehen musste.

Das Studio wollte die Vertragskündigung jedoch nicht akzeptieren, sondern brachte das Argument vor, dass es sich bei einem Vertrag mit einem Fitnessstudio um einen Mietvertrag handelt.


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Das Umzugsrisiko muss somit vom Kunden allein getragen werden, sodass das Studio eine Zivilklage einreichte. Die zuständigen Richter beim Amtsgericht München wollten der Argumentation des Studiobetreibers nicht folgen, da es sich bei einem Vertrag mit einem Fitnessstudio um ein Dauerschuldverhältnis handelt, das sehr wohl gekündigt werden könne, wenn ein triftiger Grund – wie beispielsweise ein beruflich bedingter Umzug – vorliegt.

Ein Insistieren darauf, dass der Vertrag eingehalten wird, ist dem Kunden nicht zuzumuten, obwohl dem Kunden eine etwas weitere Anreise durchaus zumutbar wäre.

Es ist jedoch unnötig zu erwähnen, dass das Amtsgericht München die Entfernung von knapp 400 Kilometern zwischen München und Wien als nicht zumutbar empfindet.

Das Aktenzeichen, auf das Sie sich im Falle eines Falles berufen können: Amtsgericht München, Aktenzeichen: 212 C 15699/0

Oft unbekannt ist auch eine weitere Vertragsumstände:

  • Verträge über drei Jahre sind in der Rechtsprechung unwirksam.
  • Verträge können Sie frei verhandeln. Oft steht Ihnen nur ein Mitarbeiter gegenüber, der keine Kompetenz über den Vertrag hat. Spätestens die Studioleitung jedoch gewährt Ihnen auch verschiedene Konditionen. Dies sagen wir aus Erfahrung.
  • Viele Studios haben inzwischen Kooperationen mit Studios aus anderen Städten. Dort müssen Sie dann weniger oder gar nicht zuzahlen. Es lohnt sich, in „Ihrem“ Studio nach solchen Kooperationen zu fragen.
  • „Gast“-Trainings sind oft kostenfrei. Dies richten Studios ein, die sich neue Mitglieder von solchen Abmachungen versprechen. Wir meinen: fragen Sie auch hier nach. Eigene Erfahrungen belegen – Sie haben beste Chancen auf kostenfreies Training.

16. Juni 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.