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Kuka, Manz, Syngenta und Co. : China kauft ein

Wenn Sie den Übernahme-Gewinner häufiger lesen, dann wird Ihnen aufgefallen, dass in den vergangenen 12 Monaten auffällig häufig chinesische Konzerne bei Übernahmen von europäischen und US-amerikanischen Unternehmen auf der Käuferseite standen.

Und in der Tat: Die Statistik zeigt, dass das Volumen von Deals mit chinesischen Bietern sich in den vergangenen Jahren vervielfacht hat. Die Übernahmen sind dabei politisch gewollt, erhalten aber auch von europäischen und amerikanischen Geldgebern das nötige Pulver für den Kaufrausch.

Chinas Käufer lange Zeit nicht willkommen

2012 sorgte die Meldung, dass China über zwei Staatsfonds mit 300 Mrd. Dollar auf Einkaufstour gehen will noch für Aufregung. Viele Vorbehalte wurden laut, dass die Milliarden nur genutzt werden sollen, um Knowhow zu ergattern und die europäische Wirtschaft in Gefahr ist.

Damals gab es in der Tat mehrere Beispiele, bei denen chinesische Käufer sich die Technologie sicherten und dann die Produktion verlagerten. Die Käufer waren fast ausschließlich bei „hoffnungslosen“ Fällen willkommen – und selbst dann nur wenn Garantien gegeben wurden.


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Neues Image selbst erarbeitet

Inzwischen ist die Situation jedoch anders. Chinesische Käufer dürfen sich nicht mehr nur an der Reste-Rampe bedienen, sondern sind auch bei profitablen Traditionsunternehmen willkommen. Ein chinesischer Käufer bei einem deutschen Traditionsunternehmen? Kein Problem für KraussMaffei und viele andere.

Die Übernahme-Kandidaten nehmen die neuen Eigentümer nicht mehr als Bedrohung wahr, sondern als Chance im größten und am schnellsten wachsenden Markt der Welt.

Für das neue gute Image sind die chinesischen Käufer häufig selbst verantwortlich. Denn die Käufer haben gelernt, dass der bloße Wissenstransfer dem Ruf langfristig schadet und das Wissen in Produktionsstätten auch nicht gleich viel wert ist wie in Europa.

Übernahmen mit chinesischem Bieter in wenigen Jahren völlig normal

Von Übernahmen müssen immer beide Seiten profitieren, das ist inzwischen bei chinesischen Käufern angekommen. Ohnehin agiert man vorsichtiger und nimmt sich Zeit, um Vorbehalte aus dem Weg zu räumen.

So kommt es nicht selten erst zu einer Beteiligung, bevor man sich für eine Aufstockung oder Übernahme entscheidet. Frei nach dem Übernahme-Motto: Erst lernt man sich kennen, geht aus, dann verlobt man sich und dann wird geheiratet.

Das dürfte auch der Plan des neuen Manz-Großaktionärs sein. Der chinesische Maschinenbauer Shanghai Electronic wird in einem ersten Schritt 29,9% der Anteile erhalten. Vermutlich wird sogar bereits kurzfristig ein Anteil von über 30% draus – dann würden die Aktionäre ein Übernahme-Angebot erhalten (was allerdings nicht heißt, dass sich für Sie daraus eine Kaufgelegenheit ableitet!).

Auch bei Kuka und Kion ist davon auszugehen, dass die chinesischen Aktionäre ihren Einfluss mittelfristig ausbauen werden.

Sie werden in den kommenden Jahren chinesische Bieter vermutlich so wahrnehmen, wie jeden anderen Bieter auch. Denn eins ist klar: Die Zeiten, in denen Kapital einseitig Richtung China floss, sind vorbei.

29. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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