Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Kuka nun doch vor Übernahme aus China?

Der chinesische Konzern Midea will offenbar seine Anteile am Augsburger Roboterhersteller Kuka erhöhen. Aktuell hält der Kühlschrankhersteller bereits mehr als 10 Prozent an Kuka, durch die 4,5 Milliarden Euro schwere Offerte soll der Anteil auf mindestens 30 Prozent ausgebaut werden.

Erst vor wenigen Monaten hatten die Chinesen ihre Anteile von zuvor etwas über 5 Prozent aufgestockt. Verglichen mit dem damaligen Kurs bietet Midea nun einen Aufschlag von rund 60 Prozent je Aktie: Pro Anteilsschein sind demnach 115 Euro im Gespräch.

Während man sich im Konzern vorsichtig positiv äußerte und das Angebot prüfen will, sobald es offiziell vorliegt, war seitens der Politik bereits Widerspruch zu vernehmen.

Politischer Zündstoff

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident und heutige EU-Digitalkommissar Günther Oettinger bewertete das chinesische Interesse kritisch und forderte die anderen Kuka-Großaktionäre auf, Gegenangebote zu machen. Auch Offerten anderer europäischer Unternehmen würde er lieber sehen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Damit ist der CDU-Politiker auf einer Linie mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel von der SPD, der sich im Kontext der Regierungsklausur im brandenburgischen Meseberg ähnlich geäußert haben soll.

Ein offizielles Statement aus Berlin gibt es in diesem Zusammenhang nicht, zumindest kein wertendes. Stattdessen hält man sich im Ministerium bedeckt und verweist auf unternehmerische Freiheiten.

Bislang hält der Maschinenbauer Voith mit einer Sperrminorität von 25,1 Prozent den größten Anteil an Kuka. Die Mehrheits- und somit auch die Machtverhältnisse würden sich bei der von Midea angestrebten Übernahme also durchaus verändern.

Abhängigkeit vom Reich der Mitte

Geschäfte mit China werden in Europa politisch oft zwiespältig wahrgenommen. Einerseits verfügt China über enorme Investitionsmittel, die den Firmen durch entsprechende Partnerschaften und Zusammenarbeit zugutekommen können. Zudem eröffnet oder erleichtert die Kooperation oftmals auch den Zugang zum chinesischen Absatzmarkt, der inzwischen als einer der wichtigsten, weil am stärksten wachsenden Zukunftsmärkte weltweit gilt.

Andererseits jedoch machen sich die Europäer wirtschaftlich immer stärker abhängig vom Reich der Mitte. Dadurch wird es immer schwieriger, politische Kritik am Vorgehen Pekings zu äußern – Anlässe gäbe es genug, Menschenrechtsverletzungen und Zensurpraktiken sind prägnante, aber bei weitem nicht die einzigen Beispiele hierfür.

Kuka Aktie: Viel geht wohl nicht mehr

Für Kuka-Aktionäre heißt es nun also: abwarten und sehen, wie das konkrete Angebot letztendlich aussehen wird. Die im MDax gelistete Aktie war nach recht positiver Entwicklung seit Jahresbeginn zuletzt in Folge des Übernahmeangebots sprunghaft nach oben geschnellt und fährt damit auf Jahressicht ein Plus von fast 50 Prozent ein. Aktuell kostet das Papier 108 Euro.

Allzu viel Luft nach oben bleibt da auch aus Sicht der Analysten nicht mehr. Die 115 Euro, die Midea als Gebot in den Raum gestellt hat, werden seither von vielen als Obergrenze angesetzt. Lediglich Experten von equinet sehen weiteres Potenzial auf bis zu 125 Euro, viele rechnen jedoch auch mit einem Kursrückgang.

2016-06-08 Kuka

10. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt