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Kuka rechnet für 2016 mit mehr Umsatz und schlechterer Marge

Der im MDax gelistete Roboter- und Anlagenbauer Kuka präsentierte am heutigen Tag die endgültigen Geschäftszahlen für 2015 und gab einen Ausblick für das Geschäftsjahr 2016.

Bevor ich gleich darauf eingehe, was Kuka für 2016 erwartet, möchte ich kurz noch einmal die wichtigsten Eckdaten der 2015er-Zahlen für Sie zusammenfassen.

Die 2015er-Zahlen im Überblick

Im Jahr 2015 betrug der Umsatz von Kuka 2,96 Mrd. Euro. Das waren 41,5% mehr als im Vorjahr und zugleich ein neuer Bestwert in der Unternehmensgeschichte von Kuka. Allerdings ist dieser deutliche Umsatzanstieg zu einem größeren Teil auf eine Übernahme zurückzuführen.

Kuka hatte das Schweizer Unternehmen Swisslog übernommen, das 620,8 Mio. Euro zum Umsatz beisteuerte. Die Kuka-Geschäftsbereiche Robotics und Systems trugen unterm Strich 909,6 bzw. 1,47 Mrd. Euro zum 2015er-Umsatz von Kuka bei.


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Swisslog hatte Kuka vor allem deshalb übernommen, weil sich die Augsburger unabhängiger von der Automobilindustrie machen wollten. Denn: Die Expertise von Swisslog liegt im Bau von Logistikanlagen für Kranhäuser sowie Lager- und Verteilerzentren.

Der operative Gewinn (EBIT) war im vergangenen Jahr – im Gegensatz zum Umsatz – rückläufig (von 141,8 auf 135,6 Mio. Euro). Ursprünglich war aber von einem noch wesentlich größeren Rückgang durch zusätzliche Abschreibungen aus dem Swisslog-Geschäft ausgegangen worden.

Das Ergebnis nach Steuern kletterte 2015 um 26,7% auf 86,3 Mio. Euro und der Gewinn je Aktie verbesserte sich von 1,99 auf 2,39 Euro.

Das erwartet Kuka für 2016

Zwar rechnet Kuka auch im laufenden Jahr wieder mit einem Umsatzplus, doch die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) dürfte wegen höherer Kosten und Investitionen im Vergleich zum Vorjahr schrumpfen.

Auf Basis der gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und konstanter Wechselkurse erwartet Kuka für das Jahr 2016 eine minimale Umsatzsteigerung auf 3 Mrd. Euro. Zur der positiven Umsatzentwicklung sollen beide Kundensegmente – General Industry und Automotive – beitragen. Aus regionaler Sicht sollen vor allem China und Nordamerika für  weiteres Umsatzwachstum sorgen.

Als EBIT-Marge peilt Kuka für 2016 einen um die Übernahme von Swisslog bereinigten Wert von mehr als 5,5% an. Im vergangenen Jahr lag die EBIT-Marge noch bei 6,6% inklusive der Integrationskosten für Swisslog bzw. 6,8% ohne diese Kosten.

Begründet hat das Kuka-Management den erwarteten Rückgang der operativen Gewinnmarge einerseits mit Investitionen in die Weiterentwicklung von Lösungen für die „Industrie 4.0“. Daneben werden höhere Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung neuer Produkte erwartet.

Meine Einschätzung: Kuka ist aus meiner Sicht ein hervorragend aufgestelltes Unternehmen. Doch die Kuka-Aktie ist – gemessen an dem erwarteten niedrigen Wachstum in 2016 – etwas zu sportlich bewertet (Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 27 bei einem geringen einstelligen Umsatzwachstum).

Kuka-Aktionäre sollten daher darauf achten, dass das Unternehmen wenigstens die niedrigen selbst gesteckten Ziele erreicht. Wenn Sie sich für die Kuka-Aktie interessieren, sollten Sie aus meiner Sicht auf günstige Einstiegsgelegenheiten (in Form von Rücksetzern) warten.

22. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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