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Kupferschmelzen reduzieren Kathodenproduktion

Wie kein anderes Basismetall gibt der Verbrauch von Kupfer Auskunft über die wirtschaftliche Lage eines Landes, seinen industriellen Standard und die erreichte Entwicklungsstufe.

Als Faustregel gilt: Je höher der Industriestandard eines Landes ist, desto höher ist sein Verbrauch des rötlich schimmernden Metalls. Infrastrukturprojekte wie der Ausbau von Städten, Energie- und Verkehrssystemen benötigen große Mengen Kupfer.

LS-Nikko Copper fährt Kupferkathodenproduktion zurück

In diesem Zusammenhang kommt aus Asien eine interessante Nachricht. Die LS-Nikko Copper, immerhin der zweitgrößte Hersteller von Kupferkathoden weltweit, gab letzte Woche bekannt, dass er im laufenden Jahr seinen Ausstoß an Kathoden um etwa 10% in den Kupferschmelzen zurückfahren will.

Begründet wird diese Maßnahme mit der schwachen Weltkonjunktur, die auch zu einer geringeren Nachfrage nach Kupfer führe.


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Für die in Südkorea beheimatete LS-Nikko Copper ist es das erst mal seit vier Jahren, dass die Kathodenproduktion nicht hoch- sondern wieder zurückgefahren wird. Damit wird in 2009 die Kupferkathodenproduktion der Koreaner auf 515.000 Tonnen sinken.

In 2008 hatte LS-Nikko Copper, ein Joint Venture zwischen der südkoreanischen LS Corp. und einem japanischen Firmenkonsortium unter der Führung von Nippon Mining & Metals, Mitsui Mining & Smelting und Marubeni eine Produktionskapazität von 560.000 Tonnen erreicht.

Die letzte Kürzung der eigenen Produktion um 25.000 Tonnen hatte es Ende 2003 bis Anfang 2004 gegeben.

Auch Chile rechnet mit Rückgang der weltweiten Kupfernachfrage

Einen weiterhin schwierigen Kupfermarkt erwartet auch Chile, das Land mit der höchsten Kupfererzproduktion weltweit.

Die Kupferkommission des Landes erwartet für 2009, dass der aufgrund der weltweiten Rezession einer stagnierenden Nachfrage ein um etwa 1% erhöhtes Angebot an raffiniertem Kupfer gegenüberstehen wird.

Trotzdem werde die Kupferproduktion des Andenstaates in 2009 wieder um 3,7% zulegen, nachdem sie 2008 noch mit einem Minus von 3,5% rückläufig war.

Obwohl durch die steigende Produktion bei stagnierender Nachfrage mit einem anhaltenden Druck auf den Kupferpreis zu rechnen ist, hält die chilenische Kupferkommission an ihrem bisherigen Preisziel fest.

Für das laufende Jahr erwartet sie einen Preis von 160 US Cents je Pfund bzw. rund 3.500 US Dollar je Tonne, was in etwa dem Preisniveau der letzten vier Wochen entsprechen würde.

Wie stark der auf den Minen lastende Preisdruck ist, erkennen Sie daran, dass Chiles führender Kupferproduzent Codelco, immerhin auch der größte Kupfererzproduzent weltweit, seine Preise für Premiumkunden erneut um weitere 4% von 75 US Dollar je Tonne Kupfererz auf nunmehr 72 Dollar zurücknehmen musste.

Dabei stellte schon der alte Preis von 75 Dollar je Tonne Erz einen Abschlag von 32% gegenüber dem Preishoch von 2008 dar.

15. Januar 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.