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Kurssturz an der Börse: Übernahme-Kandidaten führen MDAX-Gewinnerliste an

Historisches tat sich heute an den Börsen rund um den Globus: Die Aktien egal welcher Branche gaben so stark nach wie selten zuvor.

Im Nebenwerte-Index SDAX gaben die größten Verlierer über 10% an einem Handelstag nach. Selbst im DAX verloren etliche Papiere mehr als 5%. Schon ist vom „Schwarzen Montag“ zu lesen.

Der Grund: Angst vor einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft und die dortige Aktienmarktkrise. Es zeigte sich einmal mehr, dass die Rally vom Sommer 2014 bis zum Juni 2015 zu stark ausfiel.

Jetzt geht es halt in die andere Richtung, könnte man als Laie meinen. Doch es steckt leider mehr hinter dem Crash als eine bloße Gegenbewegung.

Neben der Angst einer Bankenkrise und auch – trotz jüngst positiver Zahlen – Angst vor einer Immobilienkrise, zeigen verschiedene Wirtschaftsindikatoren, dass es nicht mehr rund läuft beim Wachstumsmotor in Fernost.

In einer Welt, in der Kapital immer schneller wird, in der mit stochastischen Programmen und Charttechnik am Aktienmarkt gearbeitet wird und alles irgendwie zusammenhängt, können negative Neuigkeiten eine explosive Wirkung auch auf andere Marktregionen haben.

Heute war es völlig egal, ob ein Unternehmen nennenswerte Umsätze in China erwirtschaftet oder nicht. Es ging bergab. Massen von Anlegern wollten nur noch raus aus dem Markt.

DAX verliert in der Spitze über 600 Punkte: Das Schlimmste überstanden?

Zum Handelsschluss ging der DAX mit 9.648 Punkten in den Feierabend – ein Minus von 4,7%. Zwischendurch stand das Barometer sogar bei unter 9.500 Punkten.


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Es stellt sich die Frage wie es weitergeht. Zumindest für morgen sieht es nach Besserung aus. Nachdem der DAX 8 Handelstage in Folge verlor, dürfte es morgen wieder etwas besser werden.

Doch ob das schon der Tiefpunkt des Börsencrashs 2015 war, darf angezweifelt werden. Häufig ist es so, dass wenn man denkt, dass es nicht noch tiefer geht, der Aktienmarkt den Anleger eines besseren belehrt.

Die Investoren sind ohne Frage hochgradig nervös und weitab vom rationalen Verhalten eines Homo Oeconomicus. Deswegen könnte es weiter runter gehen.

Prognose schwierig: Angst vor Vermögensverlust verzerrt die Sichtweise

In solchen Phasen ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Zugegeben: Schwierig, wenn es um das erarbeitete Geld geht. Jeder der vorsichtshalber verkauft, handelt nicht verkehrt und ist auch nicht der „Depp“ wenn der Markt morgen wieder dreht.

Die Vergangenheit zeigt aber, dass sich Geduld häufig auszahlt. Sollte es sich um eine der vielen Überreaktionen am Aktienmarkt handeln, nur weil viele „einfach raus“ wollten, dann lohnt es sich, investiert zu bleiben.

Immerhin notiert der DAX nach dem jüngsten Sturz über 20% unter dem Jahreshoch. Es ist gut möglich, dass dieser Rückgang dem (zu erwartenden) verlangsamten Wirtschaftswachstum in China gerecht wird.

Zudem gibt es berechtigte Hoffnung, dass die chinesische Wirtschaft politisch gestützt wird und in den USA die Zinswende verschoben wird. Beide Ereignisse würden sehr positiv vom Markt aufgenommen werden.

Buffett nutzt in Krisenphasen attraktive Übernahme-Chancen

Warren Buffett stockt häufig seine Beteiligungen in Krisenphasen auf und übernimmt auch gerne Unternehmen wenn es nicht gerade rund läuft.

Es ist schon verständlich, dass Buffett kauft, wenn die Unternehmen aufgrund eines Crashs günstiger geworden sind. Zieht dann die Konjunktur an, macht sich die Übernahme schneller bezahlt als gedacht.

Kauft ein Unternehmen dagegen in guten Wirtschaftszeiten zu, sind die Preise höher und es muss auch noch ein paar Jahre gut laufen, damit sich der Deal planmäßig bezahlt macht. Ansonsten drohen Abschreibungen.

So oder so: Das Übernahme-Geschäft wird weitergehen – egal wie es mit der wirtschaftlichen Entwicklung in China und wie es am Aktienmarkt weitergeht.

Das Übernahme-Geschäft eignet sich nicht nur für Buffett sondern auch für Privatanleger in allen Marktphasen.

Börse ist einfach: Verlieren Sie in Krisen weniger als der Markt und verdienen Sie in Boom-Phasen mehr

Der Gradmesser für Erfolg ergibt sich nicht nur aus der Rendite einer Investition. Sie müssen auch immer berücksichtigen, welches Risiko Sie für die Gewinn-Chance eingehen.

Wenn Sie heute auf den MDAX schauen, sehen Sie ausnahmslos rote Vorzeichen. Sie hätten mit einer Investition in die Übernahme-Kandidaten MAN, Celesio, Kabel Deutschland oder DMG Mori heute einen Verlust gemacht.

Doch das ist die Spitze der Gewinnerliste – und die hat mit -0,4% bis -1% sehr gut abgeschnitten, wenn der Index zeitgleich -3,74% nachgibt. Über einen längeren Zeitraum ist das sehr wichtig für Börsenerfolg.

Denn wer in Krisenphasen weniger verliert als der Markt und in guten Phasen mehr verdient als der Markt der hat ein überzeugendes Konzept.

Sicher: Besser ist es, genau die Punkte zu erwischen, an denen der Markt dreht und dann verkaufen bzw. kaufen. Doch mir ist noch keiner begegnet, der das nachweislich geschafft hat.

Fast immer bleibt die Angst und der Wiedereinstieg wird verpasst. Rückbetrachtet zeigt sich dann, dass es besser gewesen wäre, einfach investiert zu bleiben.

24. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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