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Länderfavoriten Österreich: Agrana, Porr und UBM

Die ersten 9 Monate waren für Agrana von den nach wie vor schwierigen Bedingungen auf dem Zuckermarkt geprägt.

Bei einem stabilen Umsatz ging der Gewinn um 7,8% zurück. Das operative Ergebnis lag mit 108,8 Mio € sogar um 12,5% unter dem Vorjahreswert. Allerdings scheint sich das Blatt zu wenden. Wie schon im 2. Quartal zogen auch im 3. Quartal Umsatz und Gewinn an.

Agrana konnte die Profitabilität steigern

Die operative Marge verbesserte sich von 5,9 auf 6,2%. Verantwortlich war das bessere Abschneiden der Sparten Zucker und Stärke. In der Zucker-Sparte konnten die anhaltend niedrigen Zuckerpreise durch höhere Absatzmengen von Quotenzucker und gesunkene Rohzuckerkosten mehr als kompensiert werden.

Die Sparte Stärke profitierte von höheren Bioethanolpreisen bei gleichzeitig gesunkenen Rohstoffkosten. Dagegen gingen in der Frucht-Sparte Umsatz und operatives Ergebnis zurück. Belastet haben die immer noch niedrigen Preise für Apfelsaftkonzentrat.

Die Jahresprognose wird bestätigt

Agrana erwartet einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein leicht höheres operatives Ergebnis. Im laufenden Jahr dürfte es kräftig nach oben gehen. Wachstumstreiber wird erneut das Stärke-Geschäft sein, das weiter ausgebaut wird.

Vielversprechend sind vor allem die Segmente Kartoffelstärke und Säuglingsmilchnahrung, die besonders in Asien gefragt ist. Aber auch im Zuckergeschäft sieht sich Agrana nach Raffinerien um, die angesichts des niedrigen Zuckerpreises noch günstig zu haben sind.

Die Aktie ist im Zuge der weltweiten Börsenturbulenzen unter Druck geraten, entwickelt sich aber besser als der ATX Prime und ist günstig bewertet.


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Unternehmensporträt

Agrana veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen.

Der Konzern gliedert sich in die Sparten Zucker, Stärke und Frucht und ist mit 54 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten vertreten. In Österreich ist Agrana der größte Bioethanol-Produzent. In der Herstellung von Fruchtzubereitungen ist der Konzern sogar weltweit die Nummer 1.

Porr bleibt auf Wachstumskurs

Trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen und des verschärften Wettbewerbs hat Porr seinen profitablen Wachstumskurs im vergangenen Jahr fortgesetzt. Umsatz, Gewinn und Auftragsbestand erreichten Rekordwerte.

Die Aktionäre dürfen sich, nicht zuletzt wegen der erfolgreichen Ausgliederung des Immobilenbereichs, über eine Dividende von 1,00 € plus 0,50 € Sonderbonus pro Aktie freuen. Die Aktionäre können aber wählen, ob sie Barzahlung oder Auszahlung in Form von Aktien wünschen. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Mehrheit für die Aktienvariante entscheiden wird. Eigenkapital und Streubesitz würden sich dann erhöhen.

Auch für 2016 zeigte sich der Konzern optimistisch

Immerhin hat der Auftragsbestand von aktuell 5,4 Mrd € eine Reichweite von mehr als anderthalb Jahren. Konkrete Ziele wurden aber nicht genannt. Das Management stellte lediglich eine Leistungs- und Ergebnissteigerung in Aussicht. Allein in Deutschland soll der Umsatz mittelfristig von 700 Mio auf 1 Mrd € steigen.

Potenzial sieht Porr vor allem im Hochbau. Aber auch in Österreich will der Konzern von der neuen Wohnungsbauoffensive der Bundesregierung profitieren. Zudem kann Porr in Polen auf weitere Aufträge hoffen, zumal ein Großteil der EU-Mittel in den Ausbau der Infrastruktur fließt. Um die Wachstumschancen noch besser und effizienter zu nutzen, hat Porr seine Struktur verändert.

Der Konzern gliedert sich jetzt in die vier Sparten Österreich/Schweiz/Tschechien, Deutschland, Internationales sowie Umwelttechnik/Healthcare. Die Aktie ist immer noch günstig bewertet.

Unternehmensporträt

Porr wurde 1869 gegründet und gehört heute zu den größten Baukonzernen in Österreich. Die Leistungen umfassen alle Bereiche der Bauwirtschaft vom Wohnbau bis hin zu komplexen Infrastrukturprojekten. Standorte befinden sich in 10 Ländern Europas sowie in Saudi-Arabien und Katar.

UBM Realitätenentwicklung AG stellte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut Rekorde auf

Der Umsatz legte um 38% auf 308 Mio € zu. Der Nettogewinn lag mit 34 Mio € um 57% über dem Vorjahreswert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit fiel aufgrund des erhöhten Nettoumlaufvermögens vergleichsweise schwach aus, dürfte sich in den kommenden Jahren aber erholen.

Der Hotel-Sektor läuft für UBM besonders gut

In der von Marktteilnehmern lange vernachlässigten Anlageklasse Hotels laufen die Geschäfte besonders gut. Das stark steigende Transaktionsvolumen kommt UBM im Entwicklungsgeschäft zu Gute.

Schon jetzt zählt das Unternehmen mit einer Entwicklungsleistung von 43 Hotels mit 9 Tsd Zimmern in den letzten 20 Jahren zu den führenden Hotelentwicklern in Europa. Die bestehende Projekt-Pipeline umfasst 13 weitere Hotels mit einem Investitionsvolumen von 430 Mio €. Auch im Wohnungsmarkt stellen sich die Marktbedingungen vorteilhaft dar.

Das niedrige Zinsumfeld, die gute operative Entwicklung und die aus dem Abbau des Bestands-Portfolios generierten Umsätze will UBM dazu nutzen, die gut gefüllte Projekt-Pipeline weiter auszubauen und sich als reiner Immobilienentwickler zu positionieren.

Angesichts der positiven Marktbedingungen und des Wertsteigerungspotenzials der laufenden Entwicklungen dürfte der Buchwert in den kommenden Jahren weiter steigen. Vor diesem Hintergrund sind UBM-Aktien mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,75 günstig bewertet. Die Dividendenrendite beträgt trotz der vergleichsweise geringen Ausschüttungsquote bereits 4,5%.

Unternehmensporträt

UBM hat sich auf die Immobilienentwicklung fokussiert und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis hin zum Verkauf ab. Der Fokus liegt dabei auf den Märkten Österreich, Deutschland und Polen sowie auf den Asset-Klassen Wohnen, Hotel und Büro.

23. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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